Wochevölalt
f ü r die
Hanau. — Donnerstag, den 22. Dezember,1831.
Kurfürstliche Ernennungen.
Seine Hoheit der Kurprinz und Mitregent haben die Verseilung des Miuiitcriums des Innern bei der bemängelt Krankheit des Vorstandes desselben, Geheimenrathes Rieß, ME weiterer Verfügung dem Mirgliede des Gesammtstaatsministeriums, Re- gierüngsrathe Eggena, unter Beibehaltung der Geschäfte eines Landtagskommissars, gnädigst aufzu- tragen geruhet.
Mit der Stellvertretung für den, auf sein Nach- snchcn beurlaubten, provisorischen Residenzpolizeidirektor Giesler ist einstweilen der Oberpolizeikom- missar Bernhardt zu Cassel beauftragt worden.
Se. Hoheit der Kurprinz und Mitregent haben dem Steuerdirektor Meisterlin gnädigst gestattet, das ihm von Sr. kön. Hoheit dem Großherzoge von Hessen verliehen Kommandeurkreuz allerhöchstihres Hausordens zu tragen.
Seine Hoheit der Kurprinz und Mitregent haben dem bisherigen Pfarrer zu Mitterode, Friedrich Langheld, die erledigte zweite Predigerstelle an der Stadtkirche zu Hersfeld, und
dem Pfarrgehülfen Georg Hermann Karl Kulen- kamp zu Waßmuthshausen die erledigte Pfarrei Frier lingen, in der Kircheninspektion Hersfeld, gnädigst übertragen. J
Se. Hoheit der Kurprinz und Mitregent haben gnädigst gestattet: das von Seiner Majestät dem
Könige von Preußen dem Staats - und Finanzmini- ster von Metz allergnädigst verliehene Großkreuz Allerhöchstihres Ordens vom rothen Adler; so wie
den dem Finanzkammerdirektor von Motz und dem Steuerdirektor Meisterlin allergnädigst verliehenen rothen Adlerorden 2r Klaffe, zu tragen.
Se. königl. Hoheit der Kurfürst haben dem fürstlich lippeschen Schloßhauptmann von Funk-Seuf- tenau zn Detmold, das Kommandeurkreuz 2ter Klasse des Hausordens vom goldnen Löwen zu verleihen allergnädigst geruht.
Se. Hoheit der Kurprinz und Mitregent haben den von Sr. Majestät dem Könige von Preußen dem Vorstände des Ministeriums des Innern, Gehei- menrathe Rieß, allergnädigst verliehenen rothen Adr lerorden 2ter Klasse, mit dem Sterne, demselben zu tragen- gnädigst gestattet.
Seine Hoheit der Kurprinz und Mitregent haben geruht, den provisorischen Vorstand des Kriegs- ministeriums, Generalmajor von Hesberg, zum Kriegsminister gnädigst zu ernennen.
Se. Hoheit der Kurprinz und Mitregent haben den bisherigen Justizbeamten Karl Philipp Kleyensteu- ber zu Felsberg zum Direktor des Stadtgerichtes in Cassel, und
den bisherigen Obergerichtsanwalt, Karl Bechtel allhier, zum Landrichter hierselbst gnädigst ernannt;
den bisherigen Pfarrer in Netra , Hermann Wie- gand, zum ersten Prediger in Lichtenau und zum Metropolitan der Klasse Lichtenau gnädigst bestellt;