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Beilage 4 u N k. 36. <3. Sept. 1829.)

des Provinziat-Wochenblatts.

4. Es wird ein auswärtiger junger Mensch bei ei# nem Buchbinder in die Lehre gesucht. Bei derEr- pedition das Nähere.

5 Es wird in ein hiesiges Putzgeschäst ein Mäd­chen zum Erlernen der Putzmacherei gesucht. Bei Wem? sagt die Expedition.

6. Ein solides Frauenzimmer, welches gesonnen ist, das Putzgeschäft zu erlernen, kann unter an­nehmlichen Bedingungen eine Lehrstelle finden. Wo? sagt die Expedition.

7. Es wird ein Lehrling gesucht, der unter billi­gen Bedingungen sogleich in die Lehre treten kann. Bei der Expedition das.Nähere. ,

Dienstsuchende Personen.

1. Ein honnettes Frauenzimmer sucht, veränderter Verhältnisse wegen, ein Unterkommen in einer gu­ten Familie. Dieselbe besitzt Fertigkeiten im Stik- ken, Kleidermachen, Stricken, kann kochen und eine Haushaltung führen. Sie sieht mehr auf freundliche Behandlung als auf starken Gehalt. Bei der Expedition das Nähere.

Auszuleihende Kapitalien.

1. 300 fL liegen zum Auslehnen in die Stadt oder ins hiesige Amt bereit. Das Nähere bei

Losenberger in der Vorstadt.

2. 700 bis 800 fl. liegen zum Auslehnen in hiesige Stadt bereit. Bei der Expedition das Nähere.

Vermischte Anzeigen.

1 Unterzeichneter beehrt sich, hierdurch bekannt zu machen, daß ihm, vermöge Regierungsgenehmi­gung, die Erlaubniß zu Theil wurde, die Kammer- jägerei in hiesiger Provinz zu treiben; derselbe empfiehlt sich deßhalb, und bemerkt, daß er zu Anfang zeden Monats im Gasthause zum köllni- schen Hof, gegenüber der Hauptwache, zu erfra­gen sey. Konrad Kling, '

o aus Haitz, Kreis Gelnhausen.

2-allein Mßverständniß vorzubeugen, bitte rch, Niemanden ohne Geld auf meinem Namen et# was verabfolgen zu lassen, indem ich für keine Zahlung hafte, Rudigherm den 1. Sept, 1829.

W. To ussa int,

x Dvmänenpachter.

31 Ich finde mich veranlaßt, da erst ohngefährLO <ovse verkauft sind, hiermit anzuzeigen, daß die

Ausspielung meines Klaviers in erster Klasse der höchsten hiesigen Lotterie noch nicht statt finden kann. W. E. Gertig.

4- Ich habe die Ehre meinen geehrten Gönnern und Freunden die ergebene Anzeige zu machen, daß ich künftigen Sonntag den 6. Sept., bei gün­stiger Witterung, brillante Gartenbeleuchtung, Tanz-und Harmoniemusik veranstalten werde. Ich bitte um geneigten Zuspruch.

G Rousselle, Wirth in Kleinsteinheim.

. 5. Unterzeichneter ertheilt nun auch in.seinem Han­se, Abends von 6 bis 8, erwachsenen jungen Leu­ten Unterricht in der Arithmetik, im kaufmänni­schen Rechnen, im Schön - und Rechtschreiben-, und im schriftlichen Gedankenvortrage.

Zimmermann, Lehrer der Kalligraphie und Orthographie am Gymnasio.

6. Nächsten Sonntag ist Tanzmusik bei Johs. Spielmann zu Großstemheim.

1 Steckbriefe.

1. Der wegen Straßenraub dahier in Untersuchung und gefänglichen Haften befindliche Jude Ema- nuel Fuld von Haingründau, großherz. Hess. Land­gerichts Büdingen, in hiesiger Gegend unter dem Namen Mendle bekannt, hüt heute Morgen Ge­legenheit gefunden, sich seiner ^aft zu entziehen. Derselbe ist etliche 40 Jahre alt, 5 Fuß 3 bis 4 Zoll groß, hat schwarze Haare, platte Stirn, schwarze Augenbraunen, blaue Augen, große Na­se, gewöhnlichen Mund mit etwas dicker Unter­lippe , spitzes Kinn, blasse Gesichtsfarbe, eine of­fene Wunde an der linken Wade, welche von ei­nem Zugpflaster herrührt, war bei der Entwei- chung bekleidet mit einer gestrickten, wollenen, schmntziaen Unterjacke, einer grün gestreiften We­ste von Sommerzeug, einer langen gelben Nan- quinhose, hellblauem -Halstuch, weißwollenen Strümpfen, und trug ein rothes Tuch mit weis- sen Streifen um den Kopf. Man ersucht alle Ju­stiz- und Polizeibehörden auf denselben zu invi- giliren, ihn im Betretungsfalle arretiren und hierher abliefern zu lassen. Gelnhausen am 16.1 August 1829.

Kurf. Justizamt daselbst.

M u r h a r d.

vt. Todt.