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der befragten Bestellungen, und zwar wöchent­lich an zwei bestimmten Tagen alle nach Nieder- und Oberrodenbach, Großkrotzenburg und Groß- auheim, an zwei andern Tagen alle nach Kessel- stadt, Dörnigheim, Rumpenheim und Hochstadt und an weiteren zwei Tagen alle in die übrigen Ortschaften des hiesigen Polizeikommissionsbezirks bestimmten Schreiben der verschiedenen hiesigen Behörden, dahin zu überbringen, und dagegen die von den dasigen Ortsvorsteher i, Pfarrern, Förstern, Steuerhebern 2c. zu erstattenden Be­richte hierher abzuholen erbieten, aufzufordern, sich binnen 14 Tagen dahier anzumelden, und ih­re Erklärungen abzugeben. Hanau den 13. Mai 1829.

Kurf. Polizeikommission.

Nenhof.

7. Freitag den 12- des nächsten Monats, Vormit­tags 10 Uhr, sollen bei unterzeichneter Renterei 11 Fuder Noggenlang- und 9 Fuder Gerstenstroh, zum Ankauf an den Wenigstfordernden versteigert werden, welches Lieferungslustigen hiermit be­kannt gemacht wird. Windecken am 30. Mai 1829.

Kurf. Renterei das.

Bode.

8. Bekanntmachung, die diesjährige G e- w e r b a n s st e..l l u n g betreffend.

Da die, zur Ermunterung des Gewerbfleißes angeordnetc, jährliche Gewerbausstellung auch in diesem Jahr zur Zeit der hiesigen Herbstmesse (am 17. August) statt haben wird, so werden die inlän­dischen Gewerbtreibeuden hierdurch eingeladen, Proben ihrer Geschicklichkeit, mit den erforderli­chen Bescheinigungen, hinsichtlich der eigenen Fa­brikation versehen, zeitig an die unterzeichnete Behörde einzusenden. Man wünscht, daß Arbei­ten aller Art, insofern sie dem vaterländischen Gewerbfleiße zur Ehre gereichen, eingeliefert wer­den, und man wird die Verfertiger derselben öf­fentlich bekanntmachen, auch die durch denTrans- port entstandenen Kosten auf Verlangen vergüten. Insbesondere werden die Gewerbtreibeuden auf nachfolgend verzeichnete Gegenstände aufmerksam gemacht:

1) Neue, bisher im Lande noch nicht verfertig­te, Gewebe aus Wolle und Baumwolle;

a seinen solcher Gattungen, welche bisher im .^aude nicht häufig, oder gar nicht verfertigt wur- ven, und von denen nachgewiesen wird, daß sie Absatz im Großhandel finden und die Konkurrenz mit ausländischen Erzeugnissen gleicher Art beste­hen können,; J '

M'tallarbelten aller Art, namentlich solche, welche sich für den Großhandel eignen und fabrik­mäßig gearbeitet sind.

4) Leder aller Art, vorzüglich aber Kleinleder.

5) Papier aller Art, wobei, wie zu belegen, neuere Erfahrungen und Fabrikeinrichtungen be­nutzt sind.

6) Irdengeschirre, einschließlich der Pfeifen, der Pfeifenköpfe und der Schmelztiegel.

Auch wird man es gern sehen, wenn feine Ge- spinnste aus Flachs und Hanf, sowie Spitzen und Spitzentüllstickcrcien von solchen Personen einge­liefert werden, welche nachzuweisen vermögen, daß sie aus deren Fabrikation Gewerbe machen. Zugleich wird bei dieser Gelegenheit demjenigen Landbauer, welcher bis zum Januar 1830 die größte Menge feineren Flachses, als bisher hier zu Lande gezogen wurde, nach besseren Verfah- rungsregeln angebant und bereitet haben, und dieserhalb genügende Bescheinigung beibringen wird, die bereits früher ausgrseyte Belohnung von zwanzig Thalern hierdurch nochmals zu­gesichert. Denjenigen Fabrikanten, welche nachweisen, neue, zweckmäßige Fabrik­einrichtungen gemacht, und der Fabrikation dadurch eine größere Vollkommenheit und Ausdeh- " innig gegeben zu haben, sowie denjenigen Leinen- händlern, welche darthnn, bisher im Lande noch nicht fahrizirte Leinengattungen (z B. Leinen zum Packen der Baumwolle u. dgl.) fabrizirt und im Großen in den Handel gebracht, oder sonst zu Beförderung de^LeinenhanVels merkbar eingewirkt zu haben , wird hierbei besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Aus kurf. Handels - und Gewerbsvercine.

9. Die herrschaftlichen Schäfereiweidgänge zu Hoch­stadt, Wachenbuchen und Niederissigheim, sollen Dienstag den 16. d. M., Vormittags.9 Uhr, zur Verpachtung an den Meistbietenden, von Michae­li d I. an, bei unterzeichneter Stelle nochmals aus­geboten werden, welcheoPachtliebhabern hierdurch bekannt gemacht wird. Hanau am 6 Juni 1829. Kurf. Renterei Bücherthal. Ludwig.

10. Der Mineralwasserhändler Wilhelm Reul hat seit dem 27. v. M., bcigcbrachtcr Bescheinigungen zufolge, 125 Kruge Geilnauer, und 931 ditto Schwalheimer Mineralwasser dahier eingebracht. Hanau den 9. Juni 1329.

Aus kurf. Polizeikommission dahier.

11. Montag den 22. d. M-, Mittage 3 Uhr, sollen in dem Althanauer HoSpital folgende Früchte von dem hiesigen Präsenzspeicher öffentlich meistbietend salva ratificat. verkauft werden: 1) 100 Achtel Korn; 2) 14 Achtel Gerste; 3) 8 Achtel HZ Schtr. Weizen. Hanau den 9. JunilöW.

Br er d enb a ch.

Erledigung von Schullehrerstellen.

1. Durch die Versetzung des Lehrers Lang in Eckert- roth ist diese Lehrerstelle anderweit zu vergeben.