Für Erdenwonnen wohl warst du geboren, Doch blüheten der Blumen wenige für dich! Und leider müssen wir uns jetzt musteren Mit tiefem Schwarz, — dein Leben neigte sich^!
Dort wird man deine Treue jetzt ermessen; Hier, unsern Herzen, bleibt sie unvergessen,. Ein Bild der Unvergänglichkeit.
Doch schafft der Trost des Wiedeesehns den Leiden Für dein Entrinnen uns auch wieder Freuden Dereinst in jener Ewigkeit.
Vermischte Anzeigen.
1. Da ich vom künftigen Monat an nur allein in weiblichen Handarbeiten Unterricht ertheile, als im Nähen, Stopfen, Spitzenverfertigen nach Brüsseler Art, allen Arten Sticken und Strickerei-- en rc., so verfehle ich nicht, solches hiermit anzu- zeigen, und werde trachten, mich des mir schenkenden Zutrauens würdig zu machen.
Scan nette Timannus, Glockenstrasse Nr. 303.
2. Die jährliche öffentliche Rechnungsabhör der 100 Rthl. Sterbkasse wird Montag den 11. Mai, Abends 6 Uhr, bei dem Gasthalter Herrn Hoff- mann im Ritter vorgenommen. Die resp. Mitglieder werden ersucht, sich dabei einzufinden. Denjenigen, welche noch schuldige Beiträge zu entrichten haben, es sey für sich , oder für die als Pfand in Händen habenden Scheine, wird zu deren Bezahlung längstens bis den 4. Mai Nachsicht gestattet, imNichtzahlungöfalle werden dieselben ihres Beneficii für verlustig erklärt und deren Nummern für Rechnung der Kasse fortgeführt. Zugleich wird erinnert, Sterbkassenscheine ohne Dorwissen der Direktion nicht zu kaufen, noch als Versatz an- zunehmen. Hanan den 27. April 1029.
Srerbkassendirektion.
3. Ich mache hiermit wiederholt bekannt, daß bei mir alle Arten Seidenzeng, Shawls, Blonden und Schleier schön gewaschen, sowie auch von allen Flecken gereinigt werden. -
Ernestine Hirschmann, wohnhaft an der Aepfelpumpe neben Herrn ’ Schreiner Menger in Nr. 604.
4. Der Tod meines geliebten Gatten veranlaßt mich, dessen Freunde, Gönner und alle diejenigen , welche uns mit ihrem gütigen Zuspruchs beehrt haben, zu benachrichtigen, daß ich die Wein- und Gastwirthschaft zum Goldsteitt nach wie - bisher, unter dem Bestreben einer prompten und reellen Bedienung fortsetzen werde. Es empfiehlt sich zum geneigten Wohlwollen und fernerer Freundschaft die Wittwe des Verblichenen. Hannu den 28. April 1829.
Jean Martin WLebemann seel. Wittwe, geb. Stöhr.
5. Alle diejenigen, welche mir schuldig sind, bitte ich höflichst mit mir abzurechnen, weil ich meine Gerechtigkeit auf 3 Jahr an meinen Gehülfen vermiethet habe. Es geht aber alles in meinem Namen. Ebenso ersuche ich diejenigen, welche etwa Forderungen an mich haben, gefälligst ihre Rechnungen binnen vier Wochen bei mir einzu- reichen.
Stadt - und Spitalchirurgus Berckmann, Wittwe.
6. Es ist vergangenen Dienstag ein silberner Messerstiel von derHahuengasse bis an den Markt verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine gute Belohnung bei Herrn Silberarbeiter Schleißuer in der Hahnengasse ab- zugeben.
7- Ich habe die Ehre meinen geehrten Gönnern und Freunden die ergebene Anzeige zu machen, daß künftigen Sonntag, den 10. Mai, das Kirch- weihfest hier gefeiert wird, und bei mir den Sonn» tag, Dienstag und den zweiten Sonntag bet günstiger Witterung Tanz - und Harmoniemusik anzu- treffen ist. Ich bitte, um geneigten Zuspruch.
Georg R o u s se l l e in Kleinsteinheim.
8. Die Nr. 409 hat das zu Wächtersbach am 3- dieses ausgespielte Pferd gewonnen, welches mit dem . Bemerken hiermit zur Kenntniß gebracht wird, daß der »Inhaber des Looses das Pferd alsbald in Nr. 169 der Frankfurierstrasse dahier in Empfang nehmen kann. Wächtersbach den 4. Mai 1829.
9. Madame Forer, Lehren» der Haarflechtkunst, ■ empfiehlt sich nochmals, indem sie baldigst von hier abreisew wird, einem geehrten Publikum, und allen denen, die noch Unterricht in besagter Kunst zu erhalten wünschen, aufs höflichste. Noch bemerkt sie, paß nächsten Sonnabend allerlei Bilder und Blumen auf Holz und allerlei Zeug abzuzeichnen, in ganz kurzer Zeit- gelehrt wird, woran sowohl männliche als weibliche Personen Antheil nehmen können, und zahlt die Person 6kr. Den Waisenkindern giebt sie den Unterricht uneyt# geldlich, und zwar Sonntags Nachmittags um halb vier Uhr in ihrer Wohnung, bei Hrn. Ehai- senfabrikaut Schleich. /
10. Am 3. Mai ist am Wilhelmsbad ein Pettschaft gefunden worden. Wer solches verloren, kann den Besitzer in der Expedition dieses Blatts erfahren.
11. Der unterzeichnete großh. Hess. Hofhühneraugen - operateur aus Darmstadt wird sich von heute an 14 Tage hier aufhalten, und empfiehlt sich allen, die an Hühneraugen kranken, oder in das Fleisch gewachsenen Nägeln u. s w. leiden. — Nicht durch überspannte Versprechungen, die selten in Erfüllung gehen, ja oft der Natur der Sache nach nicht in Erfüllung gehen können, son* dern durch die That und Billigkeit wird er sich das? Zutrauen zu erwerben und zu erhalten su-