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22. H eilige nst ock. Der Gastwirth Jvh. Ebri- stoph Künzel und dessen Ehefrau Anne Marie, geb. Schall auf dem Heiligenstock, ohnweit Scck- bach wohnhaft, haben bei der unterzeichneten Stelle die Erklärung abgegeben, daß ihre Ver- mögensverhaltnisse nicht so beschaffen seyen, um ohne gänzlichen Ruin ihre auf Zahlung dringen­den Gläubiger sofort vollständig befriedigen zu können, und daher gebeten, ihre sämmtlichen Gläubiger zusammen zu berufen, und zur Einge­hung eines gütlichen Auskunftsmittels, namentlich eines Nachlaß - oder StundungSverlrags zu bewe­gen. Nachdem nun diesem Gesuche neben gleich­zeitiger Anordnung einer Vermögensaufzeichnung nud den geeigneten Sichcrstcllungsmaaßrcgeln statt gegeben worden ist, so werden hierdurch sämmt­liche Gläubiger d^er genannten Künzelschen Ere- leute vorgeladen, in dem dazu auf Mittwoch den 13. März d. I., Vormittags 9 Uhr, bestimmten Termine persönlich oder durch Eingebung eines Vergleichs special bevollmächtigte Mandatare vor Amt bester zu erscheinen, ihre Forderungen zu Protokoll anzuzeigen, und soviel alsthunlich, als­bald liquid zu stellen, auch sich auf die ihnen nach Vorlegung des Massendestandes zu eröffnenden Vergleichvvorschläge zu erklären, unter der Ver­warnung , daß die Zurückbleibenden, soweit sie dem Justizamte nicht.bekannt, und ihre Forderun­gen nicht liquid sind, von der Masse ausgeschlos­sen , die klebrigen aber dem Beschlusse der Mehr­zahl für deitrcteud erachtet werden sollen. Gege­ben Bergen am 12. Jan. 1829.

Kurhessisches Justizamt. Sun geirrt.

23. Lichenroth. Dem Wittwer Wilhelm Dietz zu Lichenroth sollen auf Anrufen einer Hypothek- gläubigerin 3 Becker und 3 Wiesen, sämmtlich in der Lichenröther Terminei gelegen, den 14. März a. c., frühe 10 Uhr, in dem Wirth Lohfinkischen Haufe in Lichenroth öffentlich meistbietend ver­steigert werden. Birstein den 11. Febr, 1829.

Kurs. fürstl. isenb. Amt. in fidem

Poppcs m a n n, Amtsaktuar.

24. Schönhof bei Katholsschwillenroth. Der Gutsbesitzer Konrad Seipel und die Vor­münder der Kinder des gestorbenen Adam Sei­pel vom Schönhof bei Katdolischwillenroth, ba­den dahier angezeigt, daß sie den mit ihren Gläu­bigern wegen ihrer und ihres Vaters, weiland Johannes Seipels, Schulden eingegangenen Nach­laß und Stundungsvertrag einzühalten sich ausser Stand fkchlten, und deshalb den Konkurs erklä­ren wollten, der hierauf auch erkannt worden ist. Wer daher an den beweibten weiland Johannes Seipel oder dessen Söhne, Konrad und Adam Seipel., masto deö Letzteren Erben, aus irgend ei­

nem Rechtsgrunde Forderungen zu machen, oder ei-en Vorzug behauptet, hat solche in termino Mittwoch den 25. März l. I., bet Vermeidung des Ausschlusses von der Masse liquid zu stellen. Birstein den 27. Jan. 1829.

Kurheff. fürstl isenb. Amt.

H a r ck e.

vt. P o pp elma nn , Amtsaktuar.

25. La n g cn se lb o l d. Nachdem der Unterthan Heinrich Hügel zu Laugenselbold als Verschwen­der erklärt worden ist, so wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß nur mit dessen Kuratoren Johannes Wacker und Heinrich Sei- ferr von da, rechtsgültige Kontrakte abgeschlossen werden können. Laugenselbold den 12. Februar 1829.

Kurs, fürstl. isenb. Justizamt Langenselbold. in fidem Weitzel.

26. Berkersheim. Nachbezeichnete, dem Unter­than Konrad Hamburger und dessen Ehefrau, so­dann des Valentin Hamburgers Wittwe und de­ren Kinder in Berkersheim gehörige Immobilien, als: 1)27 1 R Haus und Hofraithe, nebst halben Scheuer und Stallung an der gemeinen Gasse, neben 9iiL Heiden höher und Konrad Hamburger;

2) 27 4 Ruth. Haus und Hofraithe nebst einer Schmiede, sammt halben Scheuer und Stallung an der gemeinen Gasse, neben Valentin Ham­burger ;V) 3 V. 29 R Becker im Steafeld'; 4) 27 R. Wiesen;ä) 1 M. 2 V. 9 N. Baum- und Grasgärten, sollen zu Bezahlung einer ausge- klagten- Hypolhekschuld den 29. April d. I., Vor­mittags 11 Uhr, in der Wohnung der Wittwe des Wirthe Lötzbeier dortselbst öffentlich meistbic- tend verkauft werden. Bergen am 6. Februar 1829.

, Kurheff. Justizamt.

Iungcurt.

27. Sarroth. Nachdem Nikolaus Stein von Sar- roth, im Amte Salmünster, dahier vorgestellt, daß ihm von seinem zu Sarroth verstorbenen Vater Gerhard Stein eine Aulehnsforderung von 550 ft. wclchc derselbe an Katharine, Adam "Kluge Witt­we zu Wahlcrt zu fordern gehabt und die deren Tochtermann Joseph Lauer von da, nach einem Protokoll des hiesigen Gerichts vom 31. Mai 1805 zu bezahlen übernommen habe, als elterli­cher Vermögenstheil abgetreten worden, er jetzt aber von seinen zerstreut wohnenden Geschwistern und Geschwister Kinder die zu seiner Legitima­tion erforderlichen Bescheinigungen genügend bei- zubringen, nicht im Stande sehe und gebeten hat, diejenigen, welche an die Forderung irgend einen Anspruch zu haben glaubten, zu dessen An - und Ausführung unter dem Rechtsnachtheil des Aus­schlusses vorzuladen, diesem Ansuchen auch will«