Nr. 21.
Wochenblatt
f ü r d t e
Provinz Hanau.
Hanau. — Donnerstag, den 22^ Mai 1828.
Kurfürstliche Ernennungen.
Se. königl. Hoheit der Kurfürst habcn dem zum Stiftsprediger an der Neustädter Kirche in Noten- burg präsentirten Metropolitan' Karl Wenderoth -ortselbst, sowie
dem zur erledigten Pfarrei Kleinvach präsentirten Pfarrer in den Sooden bei Allendorf, Heinrich Claus die allergnadigste Bestätigung ertheilt.
Se. königl. Hoheit der Kurfürst haben den Ober, forstmeister der Provinz Oberheffen, Gottlieb Fried- rich Wilhelm v. Buttlar, sowie den bisherigen Oberförster zu Schmalkalden, Ludwig Reck, in den Ruhestand allergnädigst versetzt,
den bisherigen Oberforstmeister der Provinz Ful- da, Friedrich v. Schwcrtzell, nunmehr zum Oberforstmeister der Provinz Oberhessen, unter Mitüber- tragung der Forstinspektion Wetter, allergnädigst ernannt,
dem Forstinspektor der Inspektion Hersfeld, Forstmeister Friedrich v. Osterhausen, unter Beilegung des Prädikats „Oberforstmeister" zugleich die Oberaufsicht über die neu gebildete Forstinspektion Schmal- kalden, sowie '
den bisherigen disponibel« Forstmeister zu Marburg, Georg v. Loren,;, die Forstinspektion Schmal- el’ den von ihm dortselbst zu versehenden Geschäften des Oberförsters, und
dem bisherigen Forstinspektor der Inspektion Wet- ^r, Forstmeister jufhn v. Vulto, nunmehr in gleicher Eigenschaft dre Forstinspektion Fulda alleranä- bigst übertragen; J
den bisherigen Auskultanten bei den Oberforst« meistern der Provinz Riederhessen, Forstjunker Moritz v. Hundekshausen, nunmehr bei dem Oberforstmeister der Provinz Oberheffen als disponibel« Forstmeister allergnädigst versetzt; und
den bisherigen Referendar bei der Oberforstdirektion , August Franz v. Starckloff, zum Auskultanten bei dem Oberforstmeister der JnspeINSirr^R«in- Hardswald, Rinteln und Waldkappel mit dem Prädikat „Forstjunker" allergnädigst ernannt.
Allgemeine Verfügungen und Bekanntmachimr gen der Oberbehörden.
1. Es sollen Samstag den 24ten d. M., Morgens 8 Uhr, aus der hiesigen kurfürstlichen Hofkellerei 5 Ohm 16 Viertel dicke Weinhefe öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden. Die Kauflustigen haben sich daher zur gedachten Stunde in der Hofkellerei ein- zuflnden und sich bei annehmbaren Geboten des Zuschlags zu gewärtigen. Hanau am M. Mai 1828. Aus kurfürstlicher Schloßinspektion.
H olzfö r ste r.
2. In der Nacht vom 26. auf den 27 v. M. ist von der Anlage vor dem Frankfurterthor, ein im Blühen gestandener doppelter Nelkenstock boshafter oder frevelhafter Weise ausgezogen worden, wovon der Thäter bis jetzt noch nicht ausgemittelt werden können, um zur verdienten Strafe gezogen zu werden. Die unterzeichnete Behörde sieht sich hierdurch veranlaßt, zur Verhütung ähnlicher