Wochenölatt
f ü r die
Ha'nam — Donnerstag, den 16^ August 1827t
Kurfürstliche Ernennungen.
Seine königl. Hoheit der Kurfürst haben dem Professor der Anatomie auf der LandeSuniversttät Marburg, Dr. Christian Heinrich Bänger, das Prädikat „Hofrath", sowie
dem der Forstwissenschaft beflissenen Hermann Ludwig Moritz von Schenk zu Schweinsberg das Prädikat „Forstjunker" allergnädigst ertheilt;
den bisherigen Auskultanten bei dem Stadtgerichte zu Cassel, George August Werner, nunmehr dabei zum ausserordeutlichen Assessor; ,
den Auskultanten beim Justizamte in Spangenberg, Karl Franz Waltber, zum Assistenten des dortigen Amtsaktuariats;'
, den bisherigen Prcmicrlicutcuant im zweiten Li- meninfanterieregimente, Johannes Hengsberger, zum Salzmagazinsverwalter allhier, und
den bisherigen reitenden Förster zu Bieder, Karl Seidler, zum Oberförster für die Oberförsterei Hersfeld allergnädigst ernannt;
den bisherigen Pfarrer in Reichenbach, Lorenz Brandau, die erledigte Pfarrstelle zu Harmuthsach- sen , Klasse Waldkappel, verliehen;
dem zu der erledigten katholischen Pfarrei Mar- bach in der Provinz Fulda vorgeschlagenen Kaplan Bernhard Mehler von Fulda, und
der erledigten Pfarrei Niedernurff, Klasse ^^"lcntixten Kandidaten der Theologie, gung ertheil?" 3weficlt' die allergnadigste Bestäti-
Der Mobelpolirer August Niefeld ist zum Aufwärter im Museun» und der Bibliothek allergnädigst ernannt.
Se. komgl. Hoheit der Kurfürst" haben die bei dem Hoftheater erledigte Stelle des Tbeatcrarztes dem Mediziualrath Dr. Harnier allergnLRgtrrwvrt^g«x,
Allgemeine Verfügungen und Bekanntmachungen der Oberbehörden.
1. Das am Altstädter Marktplatz, zwischen dem Rathhause und der Marienkirchgässe und dem Gast- Hause zum Stockholm gelegene, mit Nr. 50 bezeichnete , und sowohl seiner Lage nach als auch wegen seiner baulichen Einrichtung zu jedem bürgerlichen Geschäft geeignete, bisherige Nenterei- gebäude, soll nebst den dazu gehörigen Hintergebäuden, dein Hofraum und dem kleinen' Garten öffentlich versteigert werden, und ist hierzu Ter, nun auf Montag den 20. August d. I., Nachmittags 2 Uhr, in besagtem Rentereigebände zu Ha- nau anberaumt worden. Das Hauptgebäude enthält einen grossen gewölbten Keller mit mehreren Lattenverschlägen, im untern Stockwerk 4 wohn- bare Piecen, eine geräumige Küche mit einem Sparherd und einem kleinen Dorrathsbehälter, in der Beletage 4, und in der zweiten Etage 3 wohnbare Pieccn. Der Bodenraum ist durchgängig gedielt, und auf demselben auch das Kehlge- balke mit einer Bretterverschalung versehen. Der geräumige Hof ist mit einem besondern Einfahrts-