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Besondere Bekanntmachungen der Verwais tungs; und Finanzdehörden.

1. Alle diejenigen, weiche nach der vom Herrn Kammerprobator Sciffert im verflossenen Som- * mer b. I. bewirkten Rückstaudsumersuchung noch * rückständige Gelder, sie mögen Namen haben wie * sie wollen, an hiesige Renterei zu bezahlen haben, G werden hierdurch aufgefordert, binnen hier und dem 22. d. M. bei Vermeidung der Erekutiou solche abzuführen. Hanau den 2. Nov. 1826.

Kurfürstl. Renterei Bücherthal. Ludwig.

2. Vermöge Verfügung kurfürstl Finanzkammer vom 3. Okt. 1826 Nr. 6858 d. Pr., sollen nach- benannte Branntweinbrenngeräthschaften gegen gleich baare Zahlung öffentlich meistbietend ver­strichen, und bei, das Taratum erreichenden, Ge­boten der Zuschlag alsbald ertheilt werden. 1) Ein kupferner noch sehr wenig gebrauchter, in gu­tem Zustande sich befindender Branntweinbrenn- kessel zu 1 Ohm 8 Vrtl. 1 Ms. Hanauer Eiche, mit messingenem Kränen, nebst Schlangenrohr und Hut; 2) drei Anstellbütren mit hölzernen Reifen; 3) .ein Kühlfaß mit 3 eisernen Reifen und einem Paff mir Eisen beschlagen; 4) ein Kar­toffelfaß mit hölzernen Reifen und einem Thür- chen; 5) eine Kartoffelmühle; 6) ein Schöpfer mit 2 eisernen Reifen; 7) ein ditto mit hölzernen Reifen; 8) eine Wafferrinne; 9) eine Getränk- rinne; 10) Drei Trubfäßchen, und wird hierzu Termin auf Donnerstag den 23. Nov. 1826, in hiesiger Rentereistube anberaumt, welches zu Je- dennanns Wissenschaft hierdurch bekannt gemacht wird. Steinau den 4. Nov. 1826.

Kurheff. Renterei das. W e i tz e l.

3. Alle diejenigen, welche Zehnten, Martinizins und Wiesenhaferzins, auch Antonitterpacht und andere Abgaben anher zu bezahlen haben, werden hierdurch aufgefordert, solche so gewiß binnen 14 Tagen zu bezahlen, als ausser diesem mit Zwangsmitteln gegen sie vorgeschritten werden muß. Hanau den 7. Nov. 1826.

Aus kurf. Renterei Hanau. G ö b c l.

4. Es werden in der kurfürstlichen Fasanerie bei Hanau nach der herrschaftlichen Tare verkäuflich abgegeben: Goldfasanen 11 fl. Silberfasaneu 9 fl., gemeine Fasanen 2 fl. das Stück, Astraka- nische Gänse 4 fl., welsche Hähne 2 fl., desglei­chen Hühner 1 fl. 30 kr., und englische Zwerghüh- ucr und Hähne 30 kr. das Stück. Fasanerie am

13. Nov. 1826. A. Diersch,

Fasaucnmeistcr.

5. Folgende Nummern von hiesig städtischen Obli­gationen über Kriegsschulden, Nr. 9, 29, 31,

50, 71, 95, 109, 121, 126, 131, 137, 146, 217, 234, 240, 244, 247, 277, 310, 311, 313, 321, 324, 343, 352, 367, 371, 390, 398, 399, 408, 413, 420, 422, 436, 445, 446, 452, 459, 465, 470, 476, 507, 509, 511, 517, 536, 562, 582, 611, 624, 636, 638, 646, 673, 682, 691, 700, 702, 723, sind bei der heute geschehe­nen Ausziehung zur Abzahlung herautzekommen, welches den Inhabern dieser Obligationen mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß sie die Kapi­talbeträge nebst Zinsen bis Ende d. I., gegen Zurückgabe der Obligationen mit allen dazu ausge- gebenen noch nicht verfallenen Zinskoupons, bei der Kasse täglich empfangen, bei unterbleibender Er­hebung aber keine weitere Zinsen, als bis zum Schluß d. I. in Anspruch nehmen können. Des­gleichen können die Inhaber der noch nicht ausge- loosten Obligationen die Zinsen von dem laufen, den Jahre gegen Abgebung der darüber sprechen­den Zinskoupons schon jezt bei der Kasse erhalten. Hanau den 10. Nov. 1826.

Die städtische Kricgsschnldcntilgungskommission. N e u h o f.

6. In dem Althanauer Stadtholzhof, in der Ban- gertsgassc, soll Samstag den 18. d., Nachmittags um 2 Uhr, ein Holzschoppen mit Ziegeln gedeckt, auf den Abbruch öffentlich an die Meistbietenden, gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden. Althanau den 14. Nov. 1826.

Vermöge Auftrags. Tag.

7. Das herrschaftliche Vorwerk, der Wilhelmsbader Hof, eine Viertelstunde von Hanau gelegen, mit den erforderlichen geräumigen Ockonomiegebän- den und Branntweinbrenngerathschaften versehen, und aus 3 Mrgn. 3 Vrtl. 12 Rthn. Hofund Gar­ten, 215 Mrgn. 28 Rthn. Land, 51 Mrgn. 2 Vrtl. 14 Rthn. Wiesen , und 18 Mrgn. 3 Vrtl. 16 Rthn. Teiche, nebst einer Schäfercigerechtig- feit von 100 Stück Schaafen und den dazu gehö­rigen Huten und Triften bestehend, soll auf 9 Jahre, von Petri k. I. an, meistbietend, vorbe, haltlich höherer Genehmigung, verpachtet werden. Es ist zu dem Ende Termin auf Dienstag den 28. Nov., Morgens 10 Uhr, im Lokale der kurfürst­lichen Finanzkammer anberaumt, in welchem die Verpachtungsbedinguugen. bekannt gemacht, und , Geböte von annehmlichen, sich hinsichtlich ihrer Vermögenöverhältnisse und ökonomischen Kennt­nisse genügend ausweisenden Pachtliebhabern an­genommen werden. HWau den 2. Nov. 1826- Kurfirrstl. Hess. Finanzkammer. Echtererh.

vt. Wum.

Gerichtliche Bekanntmachungen.

1. Salmünster. Auf Antrag der Kirchenpro- Vision Salmünster sollen nachbeschricbcue dem Ja-