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George Nather aus Geislitz, Jakob Schilling und Peter Hofmann aus Somborn, George Adam Wallner auS Hörbuch, Johann Kaspar Haas, Christoph Schmidt, Wilhelm Schultheiß, Konrad Köhler, und Johannes Christanz aus Gelnhausen, werden, in (UmHhcit hohen Auftrags kurfürstli­chen Generalauditorats zu Cassel hiermit edilta- liter vorgeladen, sich binnen sechs Monaten a dato dahier zu stellen, und ihrer Militärpflicht Genüge zu leisten, oder zu gewärtigen, daß'sie ihres Vermögens verlustig erklärt, und weiter gesetzlich gegen sie verfahren werde. Gelnhausen den 9. Aug. 1826.

Der Kreisrath das.

K l i n g e l h p f e r.

4. Die zum herrschaftlichen Frohndhof zu Hanau gehörigen Gebäude und Grundstücke sollen in vier Abtheilungen öffentlich verkauft werden. Die 1. Abtheilung besteht in der bisherigen Frohudkassi- rerwohnung, und zwar, einem zwei Stockwerk hohen, 92 Fuß langen und,35 Fuß tiefen, größ- tentheits von Stein erbauten Hause, welches im untern Stockwerk zu Pfcrdeställeu, im obern aber zu Wohnungen eingerichtet ist, und sich in gutem, baulichen Stande befindet; nebst dem dahinter befindlichen, bisher als Miststätte benutzten dispo­niblen Raum von 20 Fuß Breite und in gleicher Flucht mit beiden Giebelsciten. Zur 2. Abthei­lung gehört die ehemalige Wagcnmcisterwohnung nebstjder bisherigen Hofküferei, ein zwei Stock-, Werk hohes, 105 Fuß langes, und 35 Fuß tiefes Gebäude, mit einem rechtwinklicht daran > stossen- den, ebenfalls zweistöckigen Flügelbau von 55 Fuß Länge und 23 Fuß Tiefe. Diese Gebäude sind auf der Hintern Seite größtentheils massiv, übrigens aber von Holz erbauet, in gutem bau­lichen Stande, und enthalten im untern Stock Stallung, Remise, eine Küche und sechs wohnba- re Piecen, über deren einer sich ein Entresol be­findet; das obere Stockwerk ist durchgängig in bewohnbarem Zustande Als dazu gehörig wird mit verkauft: a) ein einstöckiges Stallgebände, b) ein kleiner Hofraum mit Schweineställen, c) ein Holzschoppen oder eine Remise, d) ein kleines eingeschlossenes Gartchen, e) der seither vom Frohndkassirer benutzte Garten, f) der kleine Gar­ten, welcher früherhin verpachtet war, g) eine Remise oberhalb der Zehutscheuer, und h) der seither als Hofraum benutzte leere Platz zwischen jenen einzelnen Parzellen und der Zehutscheuer bis an den in gleicher Flucht mit der untern Gic- belseite des sub II. gedachten Gebäudes befindli­chen Thorweg. Die 3. Abtheilung der Verkaufs­gegenstände ist die Zehutscheuer, ein 1 Stock­werk hohes Gebäude von 68 Fuß Länge und 32 Ruß Tiefe, welches sich in dauerhaftem Zustande befindet. Die 4. Abtheilung besteht in der vor­maligen Hofwascherei; dazu gehört: a) ein 95

Fuß langes, 23 Fuß tiefes, 1 Stockwerk hohes Gebäude, worin sich das mit den nöthigen Feue- rungsanlagen versehene Waschlokal, 2 wohnbare Piecen und eine Holzremise befindet; b) ein an vorbedachtes Gebäude anstoßender kleiner Anbau, worin die Wächterstube eingerichtet ist; und c) der zur Wäscherei gehörige Bleichplatz. Zum Verkauf sämmtlicher vorbeschriebenen Gegenstände ist, da bei der ersten Versteigerung kcrne annehmbaren Gebote geschehen sind, weiterer Termin auf Mon­tag den 28. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in dem Frohndhofe zu Hanau anberaumt worden, und werden daher Käufliebhaber hiervon in Kenntniß gesetzt, um, nach vorgängiger Vernehmung der Verkaufsbedingungen, welche auch schon vor dem Termin bei der dasigen kurfürstlichen Schloßin- spektion zu erfahren sind, ihre Gebote zu Proto­koll geben zu können. Uebrigens dient zur Nach­richt, daß nur solche Kaufiiebhaber zum Bieten zugelassen werden, deren Zahlungsfähigkeit bereits hinreichend bekannt ist, oder vor Eröffnung der Lizitation genügend dargelhau wird. Cassel am 2. Aug. 1826.

Kurfürstl. Oberhofmarschallamt.

5. Das herrschaftliche Vorwerk zu Schwarzenfels soll, in Auftrag des kurfürstlichen Finanzministe­riums, von Petri 1827 an, bis dahin 1831, wei­ter auf Gefahr und Kosten des jetzigen Pachters verpachtet werden. Dasselbe besteht neben den er­forderlichen Wohn - und Ockonomiegebäuden aus 404 Morgen 24? Rthn. Ackerland, 151 Mrgn.

1 Vrtl 10 Rthn. Wiesen nebst Garten und her­kömmlichen Huten, ans einer Bierbrauerei, mit dem nöthigen Inventar an Braugerathschaften, sowie aus der Schäfereigerechtigkeit auf 1600 Stück, einschließlich der Beitricbsschaafe von Schwarzenfels, Oberzell und Heubach. Pacht- liebhaber können sich in dem, Montag den 4. Sept (. I., Morgens 10 Uhr, im Lokal der hie­sigen Finanzkamr^r abzuhaltenden öffentlichen Termin cinfinden, und nachdem sie sich hinsichtlich ihrer Qualifikation und Vermögensumstände ge­hörig ausgewiesen haben, ihre Gebote abgeben. Die PachthedinKmaen werden vorher in der Re­gistratur kurfürstlicher Finanzkammer, sowie bei der Meuterei Schwarzenfels, auf Verlangen zur Einsicht vorgelegt werden. Hanau den 8. August 1826. Kurfürstliche Hinanzkammer.

Sch lere th.

vt. König.

6. Auf hohen Befehl sollen 2 Wiesenstücke hinter dem Fischerhof, wovon die grössere 2 Mrgu, 36 Rthn., die kleinere aber 2 Vrtl. 20 Rthn. hält, und die mit Ablauf d. J. leihefallig werden, auf weitere 6 Jahre mit Vorbehalt höherer Genehmi­gung uochmalen öffentlich an den Meistbietenden verpachtet werden, wozu Termin in hiesiger Ren-