Einzelbild herunterladen
 
  

495

s wohl an diesem Tage, als auch den darauf folgen- r den Montag, Dienstag und Mittwoch Tanzmusik dahier anzutreffen. Kesselstadt den 18. Okt. 1825.

8. Ein Wallstück, ohngefähr einen Morgen hal­tend , zwischen Gärtner Stroh und Obickers Gar­ten gelegen, ist zu vcrmiethen oder käuflich abzn- geben. Bei der Erpedition das Nähere.

9. Sonntag den 23. Oft. ist Vauphall im Riesen. Wittwe Eber m aye r.

10. Unterricht in der Kunst zu Stricken ohne Na­deln. Diese sehr vortheilhafte und nützliche Strickerei für Damen ist bei mir in 4 bis 5 Wo­chen gründlich zn erlernen. Diese Strickarbeit besteht in Westen, Damen- und Kinderkleidern, Schleiern, Spitzen, Hauben, Handschuhen, Tauf­becken, Nachtmützen, Licht- und Fensterschirme», Frangen , Geld - und Tabaksbeuteln, Kissenüber­zügen, Ridicüls, Jäckchen für Kinder, Kragen, Strümpfen, Uhrbändern, Hosenträgern, Hals­tüchern Schmisetten, und ist in allen Farben mit den schönsten und neuesten Mustern, in Seide, Baumwolle und Wolle zu arbeiten. Diese Strik- kerei ist nicht nur viel schöner, sondern auch weit schneller als die gewöhnliche Art zu stricken, weil" sich gleich zwei Theile zugleich verfertigen; man kann in 24 Stunden ohne Anstrengung der Augen und Nerven die feinsten und grösten Damen- strümpfe darauf verfertigen. Der tägliche Unter­richt von 2 bis 4 Uhr in meiner Wohnung kostet jede Woche 40 kr. Privatstunden ausser dem Hau­se, woran4SchülerinnenTheil nehmen müssen, jede Woche 1 fl. 12 kr., im Hans 1 fl. Das Muster­buch , welches eine jede Dame, die es zu erlernen wünscht, erhalt, kostet 30 kr Auch nehme ich fortwährend noch alle Bestellungen im Schöu- sticken, Nähen, Spitzenflicken, Stopfen aller Art, an und empfehle mich bestens.

Juliane R u d o l p b, wohnhaft neben Hrn. Stein amKynalthor.

11. Um den vielen gegen mich in Umlauf gebrach­ten nachtheiligen Gerüchten zu begegnen, und denselben ein Ende zu machen, glaube ich, es ei­nem verehrten Publikum und mir selbst schuldig zu seyn, folgende Erklärung zu meiner Rechtfer- Ugung öffentlich bekannt zu machen. Mein jetziger ganzer Biervorrath ist Anfangs April d. I., also vor sc ch s Monaten, gebraut, und von dicserZeit bis zum heutigen Tage ist in meinem Hause weder ein anderes Bier gemacht, noch verzapft wor­den, und wird solches auch fürs erste noch uid;t der Fall seyn. Mein diesjähriger Aepfelwein ist ebensowohl ausser meinem Hause gekeltert wor­den. Um aber auch für die Zukunft alle Bedenk- "chkeiten zu heben, lasse ich einen neuen Brun- uen graben und mit einer neuen Pumpe ver-

^^" die Anstalten schon getroffen worden, und so darf ich hoffen, meine geschützten Freunde

und Gönner mit ihrer Gewogenheit unverändert an meiner Seite 311 behalten.

Jakob Fischbach,; im goldnen Hammer.

12. Ein verehrungswürdicseS Publikum beehre ich mich zu benachrichtigen, daß ick zu besserer Auf­nahme meiner seit mehreren Jahren sich des besten Rufs erfreuenden Speiseanstalt, einen gelernten Koch angenommen habe, wodurch ich nunmehr im Stande bin, jeden Wunsch meiner Gönner be­friedigen zu können. Ich verbinde damit die An­zeige, daß, sowohl Nachmittags als Abends / in und ausser dem Hause, Speisen ausgegeben wer­den, stets alle Arten Gelees, Braten, Geflügelte, zu haben sind; daß ich besonders Bestellung auf feine Speisen, einzelne Schüsseln, alle Sorten von Backwerk, kalte und warme Pasteten re. an- nehme, und daß auch vom 1. November d. I. an, Nachmittags und Abends, sowohl portionenweise als aitd; die vollständige Kost in meinem dazu ein­gerichteten Lokale abgegeben wird. Durch gute und möglichst billige Bedienung werde ich das mir geschenkt werdende Zutrauen zu rechtferti­gen suchen. Kittsteiner.

13. Den 18. d. M., Abends, haben sich 2 Gänse verlaufen. Wer hierüber Auskunft geben kann, beliebe sich bei der Erpedition zu melden.

Verehelichte, Geborne und Gestor» bene in hiesiger Stadt.

Verehelichte.

In der evangel. Gem. der Marienkirche.

Den 17. Okt. Herr Johann Georg Thebes, Staabs- haurboist im kurhess. 2ten Llnieninfanterieregi- ment dahier, weil. Johannes Thebes, gewese­nen Unterthanen und Leinenwebers zu Huben- rode in Niederhessen, Kreis Witzenhausen, nachgel. ehcl. Sohn, und Jungfer Anne Mar­garethe , Heinrich Hellwig, Bürgers und Schnei­dermeisters in der Neustadt, ehel. Tochter.

Geborne.

In der ev a ng el. Gem. der Marienkirche.

Den 1. Okt. Hans Guido, Herrn Johann Kas­par Zimmermann, Privatlehrers dahier, S.

Den 1. Okt. Margarethe Louise, Wilhelm Stephan, Bürgers und Weißbindermeisters in der Alt­stadt, T.

Den 2. Okt. Philippine Wilhelmine Katharine,Karl Abraham Menger, Bürgers und Schreiner­meisters in der Neustadt, T.

Den 9. Dkt. Bernhard, Bernhard Hildebrand, Bürgers und Fuhrmanns in der Neustadt, S.