— 300
ich überzeugt bin, und welchen diesen Todesfall hierdurch anzuzeigen ich mich beehre, mir und meiner guten Frau eine Thräne zu weihen geneigen, und mich mit ihrem ferneren Wohlwollen beglücken. Neuhanau den 14. Juni 1825.
Der Holzmesser Heinrich Petri.
Vermischte Anzeigen.
1. Es wird eine Partie noch im gutem Stande befindliche Mehl - und Fruchtsäcke zu kaufen gesucht. Bei der'Erpedition das Nähere.
2. Da ich meine Wohnung in der Windmühle verlassen habe, und nun meine eigene Behausung, gegenüber dem Spiegel, in dcrKirchenftrasse hiesiger Neustadt bezogen habe, so bringe ich solches hiermit zur allgemeinen Kenntniß.
I. G. Busch, Schneidermeister.
_ 3 Einem geehrten Publikum zeige ich ergebenstan, däß ich meine Wohnung verändert habe, und gegenwärtig bei Herrn Strohl in der Sterngasse anzutreffeu bin. Philipp Fuchs.
4. Einem verehrlichen Publikum beehre ich mich die ergebenste Anzeige zu machen, daß ich in meiner Behausung, in hiesiger Sterngasse, ein Spezerei- geschäft mit allen dahin einschlagenden Artikeln etablirt und bereits eröffnet habe, bitte um geneigten Zuspruch, unter der Versicherung, daß es stets mein eifrigstes Bemühen seyn wird, durch gute Waare, billige und reelle Bedicnnng die Zufriedenheit meiner Abnehmer zu erhalten.
Ludw. Meinh o ld.
5. Am 12. Juni sst im Lamboiwald eine silberne Uhr, mittelmässiger Grösse, mit einem dünnen schwarzen Bündchen, woran ein goldnetz Schlüsselchen mit 2 Kanonen befindlich, verloren worden. Der redliche Finder wird ersucht, solche an den in der Erpedition zu erfragenden Eigenthümer gegen eine angemessene Belohnung abzugeben.
6. Samstag Heu 18. Juni ist Prciskegelschier den, bei Wilhelm Scblingloff in der Stadt Frankfurt.
Steckbriefe.
1. Der Kanonier Matthäus Bittorf von der Haud- werkerkompagnie des Artillerieregiments, seines Gewerbes ein Schlosser und Büchsenmacher, welcher früher bereits eine Eisenstrafe verbüßt bat und sich wegen später verübter gesetzlich ausgezeichneter Diebstähle und anderer grober Verbrechen im hiesigen Eastel verhaftet,befand, bat sich in der Nacht vom Uten auf den 12ten d. M., nachdem
er das eiserne Gitter seines Gefängnisses zerschnitten , daraus entfernt.
Da nun äusserst viel daran gelegen ist, daß dieser höchst gefährliche Verbrecher wieder cingezo- gen werde; so werden alle und jede Bebördcn,^ unter dem Erbieten zu gleicher Rechtswillfährig- kcit, ersucht, auf den hierunter sigvalisirten Bittorf ein genaues Augenmerk zu haben, und denselben, im Betretungsfalle, gefälligst verhaften und sicher anher abliefern zu lassen.
S i g n a l e m e n t.
Matthäus Bittorf ist aus Steinbach - Hallen- berg, Kreises Schmalkalden, gebürtig, 25 Jahre alt, mittlerer Grösse und mager, hat hellbraunes Haar, dunkle dünne Augenbraunen, hohe Stirn, graue Augen, gewöhnliche Nase, kleinen Mund, rundes Kinn, längliches und blasses Gesicht. Besondere Kennzeichen sind: Blatternarben und schiefe, mit den Knien einwärts geböge n e B e i n e.
Bekleidet war derselbe bei seiner Entweichung mit einer geflickten Ermelweste von grünem Tuche, mit einer Reihe Knöpfe, einer geflickten weiten Hofe von grauem Tuche oder einer neuen weiten Hofe von weissem Leinen, alten Schuhen , welche erst neu befoylt und mit Nägeln beschlagen sind, Kamaschen von schwarzem Tuch mit ledernen Knöpfen und einer militärischen Mütze von grünem Tuche mit schwarzer Einfassung und rothen Nütben.
Eassel am 13. Juni 1825.
Das Kriegsgericht des Artillerieregiments.
Köler, F. Schirmcr, Oberst und Kommandeur. Garnisonsauditeur.
Verehelichte, Geborne und- Gestor- l' e il e i n h i c fi g e r S t a d t.
Verche! i ch t e.
In der ev. Gemeinde der Marienkirche.
Den 12. Juni. Herr Wilhelm Giessel, Lizentvisita- tor datier, weil. Christian Giessel , gew. Lci- nenwebermeiferS in Wolfsanger, Kreis Caffel, nachgel. elel. Sohn , und Jungfer Anne Marie, weil. Philipp Haftier, Bürgers und Schuhma- chermeisters in Schlächtern, nachgel. ehcl. Tochter-
G e l' o r n c.
Inder evangel. Gem. der Marienkirche
Den 17. Mai. Henriette Tberese, Herrn Johann Bälde, kurfürstl. Hess. FiNanzkammerraths va- Hier, T.
(Mit Beilage.)