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Todesanzeigen.
1. Dem Gebieter über Leben und Tod gefiel es, heute Morgen um 4 Uhr, unsere innigst geliebte Tochter und Schwester, Elisabeth Wilhelmine, nach einem Krankenlager von 6 Monaten und in einem Alter von 16 Jahren 7 Monaten und 9 Tagen, aus diesem Zeitlichen in jene frohe Ewigkeit abzu- rufen. Geduldig ertrug sie ihr schweres Leiden. Unter Verbittung aller Beileidsbezeugungen, wel- che unsern Schmerz nur vergrößern würden, machen wir dieses allen unsern Verwandten und Freunden hiermit bekannt, und empfehlen uns zu deren fernerem Andenken und Freundschaft. Ha- nau den 24. April 1825.
Peter Albert, Vater. Elisabeth Albert, Mutter. Christian Albert, Theodor Albert, Henriette Albert, Heinrich Albert, Geschwister.
2. Daß unser guter Vater resp. Schwiegervater, SSerr Johann Peter Hauchar, gestern Nacht 11 'und ein halb Uhr, im 80teit Lebensjahre an Alterschwäche , treu seinem Gott ergeben, verschieden ' ist, machen wir unsern Verwandten und Freunden hiermit bekannt. Alle, die den Seeligen kannten , werden ihm, mit uns den Verlust fühlend, eine Thräne der Erinnerung weihen, und wir bitten um fernere Freundschaft^und Wohlgewogenheit. Hanau am 26. April 1825.
Die hinterlassenen Söhne und Schwiegertöchter.
Vermischte Anzeigen.
1. Allen meinen Freunden und Gönnern mache ich hiermit bekannt, daß ich mich etablirt habe, und nun mein Geschäft für mich betreibe. Diejenigen, welche nur das Zutrauen schenken, werden sich durch gute und billige Bedienung zufrieden finden. Bernhard Heinemann, Schneidermeister.
wohnhaft bei Herrn Kroll am Steinheimerthor.
2. Unterrichtsanzeige. — In meinem kaufmännischen Lehrinstitut werden vom künftigen Dienstag den 3. Mai an, die Unterrichtsstunden, täglich von Morgens 7 bis 12, Nachmittags von 1 bis 4, und Abends von 8 bis 9 Uhr, ertheilt. Konrad George Schlingloff, im Thiergarten.
3. Einem geehrten Publikum mache ich die ergebenste Anzeige, daß bis Sonntag den 1. Mai, Kreuzerfindung, und Sonntag den 8. Mai Kirch- weihe ist, und bitte um geneigten Zuspruch.
Rousselle in Kleinsteinheim.
4. Sonntag den 24. April ist auf einem Spayier- gange um die Thore, durch die Neustadt bis an das Komödienhaus, ein Armband von dunkelblonden Haaren mit einem goldnen Schloß verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, solches gegen eine Belohnung an den bei der Erpr- dition zu erfragenden Eigenthümer abzugeben.
5. Auf Mittwoch den 4. Mai, von Morgens 8 bis 12, und Nachmittags 2 bis 6 Uhr, zur öffentlichen Prüfung seiner Zöglinge, ladet Unterzeichneter die Eltern, sowie alle Freunde des Lehr- und Erziehungswesens, hierdurch geziemend ein. Hiermit verbinde ich die Anzeige, daß Tags darauf, Donnerstag den 5. Mai, das gewöhnliche Deklamatorium von Nachmittag 2 bis 5 Uhr statt haben wird. Hanau den 24. April 1825? Dr. G. Presset.
6. Meinen verehrungswürdigen Gönnern mache ich hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich, ausser Strohhute von allen Sorten, Seidenzeug, Shawls, Federn, Spitzen rc., auch Sammet von jeder Farbe, sowie auch goldene und silberne Borden wasche. Auch mache ich Flecken, sie mögen Namen haben wie sie wollen, aus allen Zeugen.
M. Lucan, wohnhaft bei Herrn Ruth, gegenüber dem Zuckerhut, an der französischen Allee.
7. Unterzeichnete empfiehlt sich einem geehrten Publikum im Schönwaschen von Shawls, Seidenzeug, Spitzen, Strohhüten und Federn, wie auch Kräuseln. Sie bittet um geneigten Zuspruch, und verspricht billige und prompte Bedienung.
Völcker, geb. Hartmann, wohnhaft bei dem Schuhmachermeister Nahrung Sir. 651 am Ballplatz.
8. Die beste Gelegenheit zum Vergnügen, wie es im Frühjahre und Sommer gewünscht wird, bietet gewiß meine , wiederum vollendete Wirth« schaftseinrichtung dar, indem ich nicht allein meinen Garten sehr schön eingerichtet, sondern auch meinen neuen Bau vollendet habe. Ich mache auch in diesem Jahre meine ergebenste Einladung mit der Versicherung, daß ich mich der besten Bc« dicnung befleißigen, und nichts unterlassen werde, meinen geehrten Gästen den Aufenthalt so angenehm und anständig als möglich zu machen, und daß Montags und Mittwochs im Garten gute Musik zur genußreichen Unterhaltung, Sonntags aber auch zuweilen, nach ausgewirkter Polizeier- sgubniß, Tanzmusik anzutreffen ist.
Johannes Renling, auf dem Sandhof.
(Mit 2ter Beilage.)