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100fl.— 1000 fl., überhaupt 4465 fl. Neu- Hanau den 15. März 1825.

Die Verwalter der Sparkasse.

C. F. Dörr.

C. I. Schlicht.

8. Alle diejenigen, welche von dem verstorbenen Herrn Obergerichtsprokurator Dr. Neustetel Bü­cher entliehen, und noch nicht zurückgegeben ha­ben, werden ersucht, dieselben binnen 14 Tagen an den Unterzeichneten abzuliefern. — Gleicher- gestalt werden diejenigen, welche Bücher an ge­nannten Herrn Dr. verliehen haben sollten, er­sucht, solche in der nämlichen Frist mir anzuzei- gen. — Endlich werden alle, die etwa an densel­ben noch eine Forderung zu haben glauben, aukge- fordert, sich damit vor Ablauf von 14 Tagen bei mir zu melden. Hanau den 14. März 1825.

Kreissekretar Müller, vermöge Auftrags der verwittweten Frau Dr. Neustetel.

9. Es ist unter der Kollonade am Wilhelmsbad ein brauner lederner Tabaksbeutel mit farbigem Stern und einem silbernen Pfeifenraumer liegen geblieben. Der Finder wird ersucht, solchen ge­gen ein Douceur an den in der Erpedition zu erfragenden Eigenthümer abzugeben.

10. Es ist den 6. März dieses Jahrs ein Lom- bartszettel gefunden worden, worauf 2 Stück zu 3 fl. Pfand stehen. Der sich dazu legitimirende Eigenthümer kann sich bei der Erpedition melden.

11. Ein junger Mensch, der den Tag über einige Stunden frei hat, wünscht solche durch Abschrei- ben 2C. auszufüllen. Er verspricht die prompteste Ausfertigung und billigste Behandlung. Nähere Auskunft ertheilt die Erpedition.

12. Vergangenen Donnerstag, den 10. d. M., ist * LooSNo. 3285 der 70. knrhess. Casselschen Lotterie, in einem Brief eingeschlagen, verlorst worden. Der redliche Finder wird gebeten, dieses Loos sammt Brief an Adresse, gegen eine angemessene Belohnung um so mehr abzugeben, als es für denselben, da die geeignete Anzeige bei der be­treffenden Behörde schon gemacht ist, doch gar kei­nen Nutzen sey.» würde.

13. Samstag den 12. März, zwischen zwölf und ein Uhr, wurde von dem Markt bis nach Kesselstadt ein blausammetner Beutel verloren. Er enthielt ein weisses Schnupftuch C. R No. 6 gezeichnet, mit einem schmalen rothen Streifen, ein Beutel- chen mit etwas Geld und zwei Schlüssel an einem Harfenhaken. Der Finder wird ersucht, solchen gsgen ein angemessenes Trinkgeld an die Erpe- ditlon dieses Blatts abzugeben.

14. Verzeichnis! der Vorlesungen, welche im Som­merhalbenjahre 1825 vom 25. April bis zum 17. September auf der Universität zu Marburg ge­halten werden sollen.

I. Allgemeine Wissenschaften.

Hodegetik trägt Professor Nehm Freir. 6 Uhr Abends öffentlich vor. .

II. Philologie.

Encyklopädie und Methodologie der Philologie lehrt Prof. Börsch nach Kochs Grundriß 11 Uhr 2 Stunden wöchentlich.

Philosophische Grammatik trägt Prof. Kühne 9 Uhr vor.

Hebräische Sprache lehrt Prof. Hartmann nach seiner Grammatik 11 Uhr.

Syrische und Caldaische Sprache kehrt derselbe nach Tychsen und Winer 10 Uhr.

Xenophons Denkwürdigkeiten des Sokrates er­klärt Prof. Wagner 6 Uhr Morgens.

Plutos Phadon oder die Vertheidigungsrede des Sokrates erläutert Dr. Amelung.

Die Erklärung der Aphorismen des Hyppokrates setzt Prof. Bartels öffentlich in lateinischer Spra­che fort Freitags 2 Uhr.

Auserwählte Satyren des Horaz erläutert Dr. Amelung.

Terenz Andria erklärt Prof. Börsch öffentlich Mittwoch 4 Uhr.

Tacitus Annalen erläutert^ Professor Wagner 9 Uhr,

Den CelsuS erklärt Prof. Bartels öffentlich Mont. und Donnerstag 2 Uhr in lateinischer Sprache.

Ulpian . . . s. Jurisprudenz.

Anleitung zu lateinischen Stilübungen giebt Prof. Wagner nach seinen Aufsätzen zum Ueber- tragen aus dem Deutschen ins Lateinische Mittw. ii. Sonnab. 4 Uhr, und widmet die übrige Zeit der Erklärung der Lustspiele des Terenz.

Die "Mitglieder des philologischen Seminars läßt Prof. Wagner Mont. 4 Uhr die Eumcni- den des Aeschylus und Donnerst. 4 Uhr Juvenals Satyren in lateinischer Sprache interpretiren. Die Disputirübungen derselben leitet Prof. Platncr 4 Uh r.

Privatissima im Griechischen und Lateinischen geben Prof. Wagner, Prof. Börsch und Dr. Amelung.

Theorie der englischen, französischen, italieni­schen und spanischen Sprachen trägt Prof. Kühne nach seinen Grammatiken 6 Uhr u. folgg. Stund, vor / verbindet damit praktische Anwendungen, für Anfänger nach seinem Uebungsbuche, für "Ge­übtere nach seinem Handbuchs für den Gc- schäftsstil, übt die in der Theorie Erfahrneren im richtigen Sprechen nach seinen Gesprächen und