Hanau. — Donnerstag, den 20^ Januar 1825.
Kurfürstliche Ernennungen.
Dem Doktor Karl Schreiber zu Allendorf in den Sooden ist die Erlaubniß zur Ausübung der Arznei- wissenschaft, der Entbiudlmgskunst und der Wund- heilkunde in Gelnhausen allergnädigst ertheilt worden.
Seine königliche Hoheit der Kurfürst haben dem bisherigen Pfarrer in Lippoldsberg, Wilhelm Boclo, die erledigte Pfarrerstelle zu Albungen, in der Klasse Allendorf, und
dem Musikus Ernst in Fulda die dasige Bibliothekdienerstelle allergnädigst übertragen.
Der vormalige probstciliche Jäger, Peter Sippel, ist zum Wildpretsverwieger in Fulda allerguadigst ernannt worden.
Dem Rechtskandidaten Philipp Grabe zu Rrnteln ist die Advokatur bei den Untergerichten der Gras- schaft Schaumburg mit dem Wohnsitze in Rütteln allergnädigst zugestanden worden.
Allgemeine Verfügungen der Oberbehörden.
1. Da durch hohen Beschluß deS knrfürstl. Staats- ministeriums vom 29. Dez. v. J. verordnet worden , daß 1) das preussische Silbcrgeld bis einschließlich der 4 gGr. Stücken, und diejenigen
hessischen Silbermünzen, welche nicht nach dem Konventionsfusse ausgeprägt sind, bis zu den 1 Albusstücken herab, von den landesherrlichen Kassen zu dem Fusse von 1 fL 43 kr., (einhundert und drei Kreuzer) für den Thaler eingenommen und ausgegeben, auch 2) daß die in den neuen Tarifen für die indirekten Abgaben und sonst gesetzlich bestimmten Beträge von Thalern, guten Groschen und Hellern bei den landesherrlichen Kassen der hiesigen Provinz, nach dem für die Berechnung überhaupt angenommenen Konventionsfusse, von 1 fl. 48 kr. für den Thaler berechnet werden sollen, so wird dieses zur allgemeinen Kenntniß und Nachachtung bekannt gemacht. Hanau den 7. Jan. 1825.
Knrfürstl. Finanzkammer der Provinz Hanau. S ch ö n h a l s.
vr. König.
2. Es sind in dem Oberfürstenthum Marburg falsche königlich preussische Thaler mit der Jahrzahl 1816, und dem Münzbuchstaben A zum Vorschein gekommen, die, nach der damit angestellten . Probe keine Spur von Silber enthalten, sondern aus einem sehr spröden unedeln Metalle bestehen, dadurch aber sich von den ächten Thalern gedachten Jahres unterscheiden, daß 1) jedes Stück dieser falschen Thaler um ^ Loth zu leicht im Gewichte, dabei aber etwas kleiner und dicker; 2) das königliche Brustbild gar keine Aehnlichkeit mit den ächten Stücken, auch ein viel jugendlicheres Ansehen hat; Z)dieBuch- staben der Umschrift picht eingesenket, sondern in dem Stempel geschnitten, dadurch aber nicht