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seinem Leben, in seinem 58ten Jahre ein Ende. Unersetzlich ist dieser Verlust für mich und dessen nun vaterlosen zähen Kinder, und wir allesind vom Schmerz tief niedergebeugt. Der Theilnahme überzeugt, mache ich diesen Todesfall allen unsern Freunden und Verwandten, mit der ergebensten Bitte hierdurch bekannt, uns mit ihren Beileids­bezeugungen zu verschonen, und uns ferner mit ihrer Gewogenheit und Wohlwollen zu begütigen. Hanau den 27. Dezember 1824.

Margarethe Mengcr, geb. Kampf, für sich und ihre sämmtlichen Kinder..

Vermischte Anzeigen.

1. Die seit den letzten zwei Jahren in meinem Wal­de, Boöqucts rc. verübten Holzfrevel, insbeson­dere das Abschneiden oder Abhauen der Fichten- imb Tannengipfel, veranlassen mich zu der Be­kanntmachung: „daß ich einem Jeden, der mir den Urheber eines solchen Unfugs, sey es an Fich­ten, oder andern Bäumen, Gesträuchen rc. zur weiter» ergiebigen gerichtlichen Verfolgung des­selben erweislich anzeigt, eine Prämie von zwei Kronenthalern rechtsverbindlich andurch zu- sichere." Emrichshofen den 27. Dez. 1824.

Graf v. Benzel Sternau, St. M.

2. Da ich im Begriff stehe, nächster Tage von hier weg zu ziehen, so fordere ich hiermit diejeni­gen, welche Forderungen an mich zu haben ver­meinen, auf, solche binnen acht Tagen bei mir geltend zusmachen, so wie ich diejenigen , welche noch. Zahlungen an mich zu leisten haben, auffor- dere, solche in obgedachter Zeit zu berichtigen. Hanau den 28. Dez. 1824.

Franz Kngler, Mchlhändlcr. s. Eine Hypothek von 2000 fL in hiesiger Stadt, wovon die Zinsen mit 5 pCt. richtig bezahlt wer­den, ist zu cediren. Die Erpedition sagt von Wem. 2> Das mir von Seiner königl. Hoheit dem Kur­fürsten allergnadigst anvcrtraüte Packbof- und Waa- geamtsinspektorat -und voEäusige andere Bestim­mung meiner Kinder- veranlassen mich, meine bis­her gefm-rte Eisenwaarenhandlung am heutigen Tageaufzulosen.— Indem ich bei dieser Gcle- genheit meinen resp. Handlungsfreunden für das nur bisher geschenkte Zutrauen ergebenst danke, verbinde ich zugleich die Anzeige, daß ich in utei# nein Hause hiesiger Vorstadt das zu jedem Ge­schäft geeignete und vorzüglich eingerichtete Lokale Mit Comtoir, 2 a 3 tapezirten Mansardstnbcn, Küche, Keller rc. auf bestimmte Zeit vermicthe. Die näheren Bedingungen deshalb ertheile ich in den Mittagsstunden von 12 bis 2 Uhr täglich. Hanau den 1. Januar 1825.

Inspektor Rainer.

5. Alle Eigenthümer der mir zur Reparatur über- gebenen Uhren, benachrichtige ichHiermit, daß ich dieselben wegen anhaltender Kränklichkeit und heranrückendem Alter zu repariren nicht im Stan­de bin. Ich fordere desfalls die Eigenthümer die­ser Uhren auf, sich binnen 14 Tagen bei mir zu melden, indem ich später für entstehende allen- fallsige Nachtheile nicht verantwortlich seyn kann. Schlächtern den 5. Jan. 1825.

J. Freund, Uhrmacher.

6. 3 Vrtl 21 Rthn., 3 Vrtl. 124 Rthn., 1 Vrtl.

3 Rthn Ackerland, sind aus der Hand zu verkau­fen oder auf ein Jahr zu verzinsen bei

I. S ch r ö p p el, Hafncrmeistcr.

S t e ck b r i e f e.

1. In der Nacht vom 19. bis zum 20. d. M. sind Räuber in die Wohnung der Wittwe des verstorbenen Ackermanns Jobannes Most zu Ober- haun, mittelst Aushebung eines Fensters, über die Hintcrtbürc des Hauses eingebrochen, und haben neben tödtlicher Verwundung der gedachten Witt­we,. deren 40jährkgen Sohn, Wilhelm Most, durch Kopf- und Brustwunden so arg mißhan­delt, daß derselbe 26 Stunden darauf verstorben ist. Die Raubmörder haben blos aus einem un­verschlossenen Küchenschrank einen erzenen Tiegel mit 3 Füssen, davon der rechte derselben mit Ei­sen geflickt gewesen, drei Scheiben ausgelassenes Hammelsfeit, zwei Loth Pfeffer, und eine Art mit einem kurzen Stiel, der mit einem Radnagel in derselben statf des Keils befestiget ist, entwen­det» Indem dieser Raubmord zur öffentlichen Kunde hierdurch gebracht wird, werden alle Ju­stiz- und Polizeibehörden sub oblatione ad reci- proca ersucht, die, dieses Raubmordes allenfalls verdächtigen Personen arretiren, und an unter­zeichnetes Gericht abliefern zu lassen. Hersfeld am 21. Dez. 1824.

Kurheff. Landgericht.

Gcise, Landgerichtsaffcssor.

2. In der Nacht vom 25ten auf den 26teil d. M. ist der Glaser Martin Eichler von Buchenau aus hiesigem Gefängnisse entsprungen. ,Derselbe^ ist nicht nur Theilnehmer vieler durch Schatzgrabe- rei begangener Betrügereien, sondern auch des in der Nacht vom 19ten auf den 20. Dezember t:t Oberhaut, hiesigen Landgerichts begangenen Mord- raubs und in jeder Hinsicht einer der refabnich- sten Verbrecher. —^Sämmtliche Civil- und Ml- litairbehörden werden hierdurch ersucht, auf den