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hinreichender Menge, ist sehr gelegen, und sie Wb tnr die Unternehmer cineinträglichesGeschäft abgeben. Sehr angenehm war daher die Erschei­nung solcher recht gut gerathener und sehr preis- würdiger Decken vom Tuchmacher Herrn Schüß- ler zu Hersfeld.

Durch die von den Herren Jakob Gerlach, Friedrich und Johann Werner und Wihelm Kä- berrch zu Eschwege eingelieferten feinen, mittel- feinen und geringen Flanelle aller Art, in Güte und Billigkeit der Preise gleich ausgezeichnet, hat, man die Ueberzeugung bekommen, daß man dem Aus- lande in diesem Gewerbe nicht Nachsicht und — da auch eine grosse Menge dieser Waare an jenem Orte, erzeugt wird — Die fremde Zufuhr entbehren sann,

Ausgezeichnet gut, schön und billig fand man die' gewebten, sehr feinen schwarzen wollenen Frauen- und Herrenstrümpfe »om Herrn Wiu- zeuricd zu Lieblos, dessen Manufaktur die Firma Martin Trautmann u. Komp. führt.

■ Die Baumwollenzeuge von Herrn Christian Schmidt zu Fulda behaupteten ihr altes Lob und die fortwährende ansehnliche Vergrößerung der Manufaktur zeugt eben so sehr für den festen Stand dieses Geschäfts, als sie zum Dank der Mitbür­ger gegen Herrn Schmidt verpflichtet. Auch die Herren Ludwig Pitel und Karl Emde aus Cassel, hatten von ihren — besonders wegen Aechtheit der Farhe und Haltbarkeit dahier s-hr beliebten — Baumwollenzeugen ausgestellt, welche sehr so# beuSwerth befunden worden. Neue Erscheinungen waren mittelfeiner Barchcnd von Herrn Christian Schmidt, und feiner, sowohl blau- als rothge­streifter Barchend', desgleichen Banmwollcndrell von Herrn Ludwig Pitel, welche für recht gut erkannt wurden. Eine angenehme Bemerkung ist es, wie diese Baumwollenwebereien hier und in der Wilhelmshöher Vorstadt, welche mit sehr un­bedeutenden Mitteln begonnen worden sind, mit jedem Jahre eine grössere Ausdehnung erhalten.

Unter den Erzeugnissen der Leinewebern fielen zwei sehr geschmackvolle und billige Damasttafel- gedecke uub eine grosse Kaffeeserviettc vom Da- mastwcbcr Abel dahier sehr in die Augen, und se-w preiswürdig waren ein dergleichen Tafelge- deck und ein Stück feineLeinewand vom Herrn Karl Gütberlet zu Breitenbach um Herzberge. Diese Gewebe waren ungebleicht; allein nach der Aus­stellung wurde noch ein feines Damasttafelgedeck, vom Damastweber Abel gewebt und in der auf holländische Art eingerichteten grossen Bleichan- stalr des Herrn Jakob Götze bierselbst geblescht, eingereichft dessen blendende Weisse und schöne Ap­pretur ungern eiltet Lob verdient.

Der Herr KreiSsekretar Heller zu Hünfeld hatte ein recht gut gearbeites Damasttafclgedcck vingpseudet, welches derselbe von. George Döll

zu Wetzlos hat weben lassen und wozu das Garn vom Einwohner George Hofmann und dessen Schwester zu Wehrde gesponnen worden ist. . We­ber und Spinner.verdienen eben so sehr Lob, . als es angenehm ist, daß Herr Heller sich für diesen Industriezweig lebhaft interessirt. Der von Martin Jordan und Johannes Wagner zu Nic- dermeißcr eingefenbete Leinondrell zeigte von gu­tem Bestreben.

Allgemeine Aufmerksamkeit erregten die feinen Filzhute aus der bekannten bedeutenden Hutfa- brik des Herrn Karl Rößler zu Hanau. Ein hoher Grad von äusserer Schönheit, Güte des Filzes und sehr billige Preise zeichnen diese Hüte aus, und lassen nichts zu wünschen übrig. Auch Herr Papst zu Marburg zeigte seinen fortdauernden Fleiß durch ' mehrere schöne, dauerhafte und billige Hüte.

Kurfürstlicher L a n d w i r t h sch a ft s v e r e i n bierselbst hatte die Gefälligkeit, mehrere rohe Stoffe zu Geweben aus dem Lande zur Ausstel­lung mitzutheilen, welche deutlich zeigen, wie sehr sich die Bemühungen dieser Bebörde belohnen. Eine Musterkarte von neunzehn Wolleproben aus verschiedenen Theilen des Landes,und mehrere Vließe Wolle von den Oekonomien der Herren Hage­dorn zu Wilhelmshöhe und Robrecht zu Wolfs- ' enger bezeugten die auffallenden Fortschritte in der Veredelung der Schaafracen im Lande. Pro­ben von den, auf dem Versuchsfelde kurfürstlichen Lan d w i rthschnftsv er e ins gezogenen Kar­den (Leberdisteln) und von kurfürstlichem Kreis- amte zu HerSfeld eingesendete, in Hersfeld ge­zogene Karden, geben zu der Hoffnung Veran­lassung, daß man die, zu der Tuchbereitung im Landein so grosser Menge erforderlichen Karden in Zukunft nicht mehr aus dem Auslande wird beziehen müssen.

Die vierzehn Fuß langen Hanfstengel von dem Versuchsfelde kurfürstlichen L a n d w i r t h sch a f£# Vereins - zogen die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich.

Ein - besonderes erfreuliches Resultat lieferte die Untersuchung der ausgestellten mauuichfaltigen Lebersorten. So wie sich auf der vorigjährigeu Ausstellung die Güte der grösseren Sohllederger- bereit» zu E schw eg c bewährt hatte, so zeigte diesmal Herr Peter Gustiue zu Hanau durch eingelieferte Proben von Sohllcdcr aus einer hie­sigen Haut, von schwarzem und braunem, auch eingesitztem Kalblcder, Schmalhäuten, schwar­zen und braunen Vaschetten und einer schwarzen Zenghant, die sehr vollendete Arbeit seiner Ger­bereien , welche von allen Sachkennern einstimmig anerkannt wurde und wofür demselben grosses Lob gebührt. Als ein besonderes Kunststück gefiel ein von demselben emgeliefertcs Paar sehr zierlicher Mannsstiefeln ohne Rath.

s Der durch die frühern Ausstellungen bereits be-