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Rthlr. «16. Hür.

Dagegen sol la^n e i n g e h e n:

1) Das für das Jahr 1823 aus- acschriebeneBrandsteuersimpluM mit . 12,248 22 9

2) Die Zinsen von den noch nicht völlig abgelegten Kapita­lien mit . . . . 25 — — 3) Die in dem Jahr 1824 einge­gangene Einschreibgelder mit 1,471 23 — 4) An Agiogewinn . . . 35 29 — 5) Hierzu der Verrath nach dem vorjährigen Ansschreiben mit 7,830 29 5 Summa aller Einnahmen 21,612' 8 2

Mithin bleiben von der Sozie­tät noch zu ersetzen 10,502 18 5

Da nun noch mehrere Brände, welche bis jetzt noch nicht instruirt sind, zu entschädigen blei­ben, so haben Wir zu deren Bestreitung sowohl, als der im Laufe des künftigen Jahres vorfallcn- den weiteren, Entschädigungen die Erhebung eines Dre ifachen Beitrags, nämlich von 10 Rthlr. — 3 Heller auf das jetzt in 49 Millionen 311,880 Rtllr. beseelende Affekurationskapital für nöthig gefunden. — Sämmtliche Interessenten werden daher ersucht, diese Beiträge sofort an die Orts- erheber einzuzahlen, indem Hierbei durchaus keine Liquidation statt findet. Cassel am 28. Dez. 1824. Kurhess. Generalbrandassekurationskommission. v. Wille.

In Gemäsiheit der vorstehenden Bekanntmachung werden alle resp. Interessenten aufgefordert, ihre Beiträge alebald an Unterzeichnete zu entrichten.

Tag. Göbel.

9. Die diesjährige öffentliche Ausstellung von Ge­genständen des vaterländischen Gewerbfleisses hat ' zwei angenehme Erscheinungen dargeboten, aber­mals den — selbst für den Laien augenfälligen — Beweis des steten Fortschreitens der Äcwcrbans- bildung und — ein zunehmendes Interesse unserer Mitbürger an dieser, für daS Gemeinwohl so sehr wichtigen Angelegenheit.

Man darf nach den bisherigen Erfahrungen — bei der Aufklärung der Gewerbtreibenden, über ihre Pflichten gegen sich selbst und gegen ihre Mit­bürger, und bei der einträchtigen Einwirkung al­ler Staatsbehörde» der ununterbrochenen Vervoll- kommnung der Gewerbe für die Zukunft, gewiß seyn und sich deshalb.der angenehmen Hoffnung hingeben, daß auch die eingetretene allgemeinere Theilnahme nicht stille steheu, sondern thätig zu­nehmen wird. Man wird erkennen, daß da, wo nicht sehr grosse Geldmittel in den Händen der Gewerbtrelbenden sind, und wo die Kapitalisten nicht gewohnt sind, ihre Mittel — die leider jetzt

fast allgemein viel unsicherer angelegt werden — in die Gewerbe zu verwenden, die Gewerbsun- tcrnehmungen, zur Ueberwindung ihres allezeit schwierigen Anfangs oder Fortschreitens, anders­artige Hülfe erhalten müssen, welche, »ertheilt aus der Gesammtheit der Mitbürger kommend, kei­nem Einzelnen schwer wird, und welche durch Rückwirkung demnächst allen wieder zufließt, in den meisten Fällen aber nichts kostet, als die Ab- legung eines Vorurtheils.

Wieviel ein solcher allgemeiner Schutz vermag, das wird demjenigen nicht entgehen, welcher die jährlichen Gewerbausstellungen bei uns mit Auf­merksamkeit verfolgt, und die früheren Leistungen der Gewerbe mit den dcrmaligen verglichen hat. Ein solcher kann die auffallende Vervollkommnung, wie sie früher wohl nicht geahnet worden ist, nicht ablanguen. Vor zehn Jahren werden Wenige darauf gerechnet haben, welche schöne, dauerhaf­te und wohlfeile Tücher aller Art aus den vater­ländischen Manufakturen wir dermalen tragen.

Die Manufakturen der Herren Kommerzienrath Job. Braun jun. zu Herofeld, Wilhelm Klep­per hierselbst, und Georg Heinrich Kaß und Hebbinghausen in Messungen hatten aber­mals eine schöne Auswahl von feinen und mittel- feinen schwarze», blauen, grünen, weitsten und modefarbigen Tüchern von vorzüglicher äusserer und innerer Beschaffenheit und in sehr billigen Preisen ausgelegt. Besonders angenehm war es, aus letzterer Manufaktur viele mittelfeine Tücher zu sehen, auch zuerst catirte. Alle drei Manu­fakturen sind dermalen mit Catirmaschinen verse­hen, und zeigen hierdurch, daß sie sehr eifrig be­müht sind, die Wünsche ihrer Mitbürger auf jede Weise zu befriedigen.

Die Manufaktur von Herrn Reinecke n. Komp. zu Schmalkalden, welche zum zweiten Male seit ihrer Entstehung feine und mittelfeine Tücher aus- stellte, hat unverkennbare Fortschritte bewiesen, und die Herren Eißel und ©leim zu Melfun- gen, welche ihr vorher kleineres Geschäft jetzt zu einer grösseren Manufaktur ausgcdebnt haben, lieferten mittelfeine Tücher in Schwarz, Blau, Grün und Modefarben, welche alle Erwartung übertrafen, besonders in allen denjenigen Eigen­schaften, welchx dem Handclsstande so angenehm sind. Von den Herren Heinemann und Döb­le zu Eschwege waren recht lobenswertbe mittel- ferne Tücher vorhanden, und von den Herren Christoph Möller und Wilhelm Sauer zu Hers- fcld dauerhafte derselben Art.

Die Biber von Herrn Ludwig Waßmuth zu Homberg fand man recht gut und preiswürdig, und man hofft, daß derselbe sein Geschäft mög­lichst ausdehnen wird, da es zu den besten Hoff­nungen berechtigt.

An der Verfertigung guter ^wollener Decken in