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Dienstsuchen-e Personen. .

£. Eine Säugamme, deren Kind 6 Wochen «lt ist, sucht sogleich einen Dienst. Das Otityere ist der Anno Marie Stürmer in Oberrodenbach zu ? erfragen.

Auszuleihm-e Kapitalien.

1 800 fl. liegen gegen hinlänglichen gerichtlichen Versatz in bch Bezirk des hiesigen kurfürstlichen Landgerichts zum Ausleihen bereit. Bei der Er- pedition das Nähere.

Todesanzeigen,

1. Den 28. Dez., Abends 11 Uhr, entschlief, zu einem bessern Leben, im 36. Jahre seines Lebens, und im 7. Jahre unserer glücklichen Ehe, mein mir unvergeßlicher Mann, der Bürger und Schnei­dermeister Jakob Koch. Ich und meine 3 unmün­digen Kinder empfehlen uns unsern Freunden und Bekannten zum ferneren Wohlwollen, mit der Bitte, mir ferner ihr Zutrauen zu schenken, in­dem ich das Geschäft meines seligen Mannes fort# führen werde. Indem ich diesen Sterbfall allen unfern Freunden und Verwandten hiermit be­kannt mache, bitte ich zugleich, uns mit Bei­leidsbezeugungen zu verschonen. Hanau den 28. Dez. 1824. Wittwe Koch,

und deren Kinder.

Vermischte Anzeigen.

1. Die seit den letzten zwei Jahren in meinem Wal­de , Bosquets rc. verübten Holzfrevel, insbeson­dere das Abschneiden oder Abhauen der Fichten- und Tannengipfel, veranlassen mich zu der Be­kanntmachung: „daß ich einem Jede», der mir den Urheber eines solchen Unfugs, sey es an Fich­ten , oder andern Bäumen, Gesträuchen rc. zur weiter» ergiebigen gerichtlichen Verfolgung des­selben erweislich anzeigt, eine Prämie von zw ei K r o n e n t h a l e r n rechtsverbiudl'ch andurch zu- sichere." Emrichsbofen den 27. Dez. 1824.

Graf v. Benzel Sternau, St. M.

2. Da ich im Begriff stebe, nächster Lage von hier weg zu ziehen, so fordere ich hiermit diejeni­gen, welche Forderungen an mich zu haben ver­meinen, auf, solche binnen acht Tagen bei mir . geltend zuhnachen , so wie ich diejenigen , welche noch Zahlungen an mich zu leisten haben, auffor- dere, solche in vbgcdachter-Zeit zu berichtigen. HaNau den 28. Dez. 1824.

Franz Kugler, Mehlhändler.

3. Eine Hypothek von 2000 fl. in hiesiger Stadt, wovon die Zinsen mit 5 pEt. richtig bezahlt wer­den, ist zu cediren. Die Expedition sagt von Wem.

4. Nr. 16162 1r Klasse Frankfurter 67. Lotterie, hat die goldene Repetirtaschcnuhr, und Nr. 8968 hat die goldene Damenuhr gewonnen.

M. A. David.

5. Nr. 16162 hat in der ersten Klasse der 67. Frankfurter Stadtlotterie das Kanapee und Stüh­le gewonnen, Jakob Gans.

6. Am Neujabrstage, Nachmittags, ist in der Ma­rienkirche 1 Schlüssel verloren worden. Der red­liche Finder wird ersucht, solchen in der Erpe- dition gefälligst abzugeben.

7. Das mir von Seiner königl. Hoheit dem Kur­fürsten allergnädigst anvertraute Packbof- und Waa- gcamtslnspektorat und vorläufige andere Bestim­mung meiner Kinder veranlassen mich, meine bis­her geführte Eisenwaarcuhandlung nm heutigen Tage aufzulösen. — Indem ich bei dieser Gele­genheit meinen resp. Handlungsfreunden für das mir bisher geschenkte Zutrauen ergebenst danke, verbinde ich zugleich die Anzeige, daß ich in mei­nem Hause hiesiger Vorstadt' das zu federn Ge­schäft geeignete und vorzüglich eingerichtete Lokale mit Comtoir, 2 a 3 tapezirten Äkansardstubeu, Küche, Keller rc. auf bestimmte Zeit vermiethe. Die näheren Bedingungen deshalb ertheile ich in den Mittagsstunden von 12 bis 2 Uhr täglich. Hanau den 1. Januar 1825.

Inspektor Rainer.

Steckbriefe. - .

1. In der Nacht vom 19. bis zum 20. d. M. sind Räuber in die Wohnung der Wittwe des verstorbenen Ackermanns Johannes Most zu Dber- haun, mittelst Aushebung eines Fensters, über die Hinterthüre deS Hauses eingebrochen, und haben neben tödtlicher Verwundung der gedachten Witt­we, deren 46jährigen Sohn, Wilhelm Most, durch Kopf- und Brustwunden so arg mißhan­delt, daß derselbe 26 Stunden darauf verstorben ist. Die Raubmörder haben blos aus einem un­verschlossenen Küchenschrank einen erzenen Tiegel mit 3 Füssen, davon der rechte derselben mit Ei­sen geflickt gewesen, drei Scheiben ausgelassenes Hammelsfett, zwei Loth Pfeffer, und eine Art mit einem kurzen Stiel, der mit einem Radnagel in derselben statt des Keils befestiget ist, entwen­det. Indem dieser Raubmord zur öffentlichen Kunde hierdurch gebracht wird, werden alle Ju­stiz - und Polizeibehörden sub oblatione ad reci- proca ersucht, die, dieses Raubmordes allenfalls verdächtigen Personen arretiren, und an unter-