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Wochenblatt

f ü r die

Hanau. Donnerstag, den 8^ Juli 1824.

Gesetzgebung.

Uebereinkunft mit dem Herzogthume Sachfen- Meiningen,

wegen gegenseitiger Uebernahme der Landstreicher und anderen Ausgewie, se n e n.

In dieser Uebereinkunft abgeschlossen zwischen dem kurfürstlichen Ministerium der auswärtigen An, gelegenheiten und dem herzoglich sachsen-meiningi- schen Geheimen-Ministerium, datirt vom 6. März d. J. sind gleiche Bestimmungen, wie in der (durch die Gesetzsammlung vom Jahre 18'20, S. 80 bis, 62 mitgetheilten) Uebereinkunft mit dem Kö­nigreiche Preussen wegen desselben Gegenstandes, ent­halten , nur unter- der Abänderung, daß

1) zum Schlüsse des §. 5 zugesetzt ist:

Auch soll den Wittwen, ingleichen den ge, schie denen oder von ihren Ehemännern v er, l a s se n e» E h e w e i b e r n, die Rückkehr in ihren auswärtigen GeburtS- oder vorherigen Aufenthaltsort dann vorbehalten bleiben, wenn die Ehe innerhalb der ersten fünf Jahre nach deren Schliessung wieder getrennt worden oder kinderlos geblieben ist."

2), der H. 6 am Ende den Zusatz erhalten hat: Diejenigen Kinder einer heimathlosen Fami, lie, welche 14 Jahr und darüber alt sind, und bei ihren Eltern keinen Unterhalt finden, ge­hören, sofern nicht ein näherer Anspruch auf

ihre anderweite Aufnahme begründet ist, in den Ort ihrer Geburt."

5) un §. 8 nach dem Worte:Dienstboten" eingeschaltet ist:

Schäfer und andere Hirten."

und am Ende sich noch bestimmt findet:

Z e i t p ä ch t e r find den vorbenannten Jndivir duen nur dann gleich zu achten, wenn sie nicht für ihre Person oder nicht mit ihrem Haus­hunde und Vermögen sich an den Ort derPach, ,,tung hinbegeben haben."

4) in §.9 nach den Worten:Eintritt in sein Gebiet" bcigcfngt ist:

oder den A u fe n that t in demselben" und

. 5) zu Ue ber n a hmeorten diesseits die Stadt S ch m a l k a l d e n und das Dorf B a r ch fe i d, hingegen auf dem herzoglich meiningischen Gebie, te die Städte Wasung e n und Salzu ng e n festgesetzt sind.

Uebereinkunft mit dem Großherzogthume Sach­sen - Weimar ,

wegen gegenseitiger Uebernahme der Landstreicher und anderen A u sg c w i e se­it c n.

Diese Uebereinkuuft abgeschlossen zwischen dem kurfürstlichen Ministerium der auswärtigen Angele­genheiten und dem großherzoglich-sächsischen Staats- ministerium zu Weimar, unterzeichnet jenseits am 13. Febr. und diesseits am 15. März d. J. eno