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Kurfürstliche Ernennungen.

Dem Diakonus Deichmann in Grebenstein ist die erledigte Stelle des ersten Predigers und Metropo- litans in Spangenberg allergnadigst ü6ei tragen worden. __________

Der Wundarzt Wilhelm Rotte in Schmalkalden ist zum Amtswuudarzte für den Bezirk des Iustiz- dtuteS Steinbach allergnadigst bestellt, der Amts- Wundarzt Engler in Raboldshausen aber nach Brot- terode als Ämtswundarzt für dieses Amt versetzt worden.

Allgemeine Verfügungen der Oberbehörden. "

1. In dem hiesigen Polizeilokale in dem Schirnge« bände ist eine Polizeiwacbtstube errichtet worden, worin zur Nachtzeit ein Polizeisergegut die Nacht­wache hat. Es wird dieses den hiesigen Einwoh­nern mit dem Anhänge bekannt gemacht, daß sie sich, im Fall sie zur Nachtzeit polizeilicher Hülfe bedürfen, an den die Wache haltenden Polizeiser- geanten zu wenden haben. Hanau am! 19- März 1824. Aus kurfürstl. Polizeibicektion.

N e u h o f.

Erledigung von Pfarrer- und Schullehrer- stellen.

1. Zu Marköbel soll ein Schulgehülfe angestellt werden, zu welcher Anstellung geeigenschaftele Be­

werber des Inlandes sich bei kurfürstlichem Kreis­amte dahier und dem Herrn Pfarrer zu Markö­bel melden können. Hanau den 10. März 1824.

Der Kreisrath

Cöster.

2. Die evangelische Pfarrei zu Oberkallbach im Krei­se Schlächtern, ist durch die Versetzung des bis­herigen Pfarrers erledigt. Mit dieser Stelle ist nach der Angabe des abgegäugenen Pfarrers an Diensteinkommen, ausser freier Wohnung ver­bunden:

1) an Geld 47 st.

2) an sackfallenden Früchten

a) neun Malter sechs Maas Kokn,

b) zwei Malter Gerste,

c) dreizehn Malter Hafer, Fuldaer Masses.

3) Der Bezug eines Zehnten, welcher ausser dem Stroh ungefähr erträgt

a) sechszehn Malter Korn,

b) vier Malter Weizen,

c) acht Maller Gerste,

d) vierzehn Malter Hafer,

e) drei Malter 2 Maas Erbsen und ander'« Schotenfrüchte,

f) Flachs und Lein, werth ungefähr 40 fl.

4) Ein Zehntlamm.

5) Zwölf Klaftern Holz, welches frei auf den Hof geliefert werden muß.

6) Die Benutzung von ungefähr ij Mrgn. Acker und Gartenland, und von 14^ Mrgn. Wiesen, welche letztere zum grossen Theil von schlechter Lage sind, wovon jedoch das Gras von der Pfarrgemeinde gemährt und