Todesanzeigen.
1. Am 29. Januar, Vormittags gegen 12 Uhr, entschlief zu einem bessern Leben an den Folgen eines Slickflnsses mein vielgeliebter Gatte, der hiesige Bürger und Schuhmachermeister Johann Martin Heydt, in einem Alter von 53 Jahren seines sehr thätigen Lebens. Diesen für mich und meine Kinder so hart getroffenen Verlust zeige . ich allen meinen Freunden und Bekannten, statt des gewöhnlichen Leidanlagens, hierdurch an, mit der Bitte, uns mit Beileidsbezeugungen gib tigst zu verschonen, welche unsern gerechten Schmerz nur noch vergrößern würden. — Zugleich mache ich die Bemerkung, daß ich meines stetig entschlafenen Mannes Geschäft durch meu neu ältestei^Svhn, nach wie vor, fortfübre, und bitte, des Zutrauen, welches sie dem Verblichenen schenkten, auf mich und meine Kinder über- gehen zu lassen, indem ich sicherlich hoffe, meiner bisherigen Gönner Wohlwollen und Zufriedenheit zu erhalten.
Die Hinterbliebene Wittwe, im Namen ihrer, ihrer vier Kinder u. Schwager.
2. Allen unsern Freunden und Bekannten zeigen wir im Gefühle des größten Schmerzes den am 2. Februar erfolgten Tod meiner geliebten mir unvergeßlich bleibenden Ehegattin und resp. Tochter , Benediktine, geb. Becke von Brüssel, nach einer glücklichen Ehe von 1 Jahr 1 Monat an. Von ihrer Theilnahme an unserm Schmerze überzeugt , verbitten wir uns alle BeUeidsbejeugnn- gen, welche unfern Schmerz nur vermehren würden, und empfehlen uns zu fernerer Gewogenheit und Freundschaft. Hanau am 3. Febr. 1824.
Christoph Ger lach,
Musikmeister im kurhess. 2ten Linkem Infanterieregiment, Ehegatte der Verstorbenen.
FranziskL Becke, Mutter der Verblichenen.
F. Das heute erfolgte Hinscheiden meines geliebten Mannes und guten Vaters, des Goldarbci- ters Gottfried Himmler, nach erlebten 69 Jahren , zeigen wir hiermit allen unsern Verwandten und Freunden schuldigst an, mit der Bitte, uns mit Beileidsbezeugungen zu verscho- nen, und empfehlen uns zu fernerem Wohlwollen. Hanau den 31. Jan. 1824-
Petronelle Himmler, geb. Flügel.
Susanne Schleig, geb. Himmler- Christian Himmler.
R o s e n st ö ck ch e n,
auf das Grab des seligen Herrn
A. Ludwig Hörne r,
von seinem treuen Berehver gepflanzt.
Ruhe sanft in dem ersehnten Grabe •
Das ein Ende deinen Schmerzen macht;
Und empfang der Leiden susse Gabe
In dem Reich, das ewig Dich anlacht.
Viel gelitten hast, im Thränenthale, Du in Deiner Blüthenzeit am Bein; Leertest, bis zum Grund die Schmerzensschaale, 3»nncr tiefer drang das Uebel ein.
Und vermodert lag auf schwarzer Bahre
Deine Hülle abgenaget jetzt;
Sieben, voll des Schmerzes trüben Jahre, Wurden Dir als Leidenszcic gesetzt. —
O! wie füg muß nach so langem Leiden, Sel'ger Dir die Grabesruhe seyn!
Und wie labend jene Himmelsfreudm, Deren Dich die Engel führten ein.;
An der Schaar von Millionen Sternen Schlüpft Dein Geist sich durch des Himmels Saum Thronet in dem Haine lichter Fernen;
Sicht die Handvoll Staub, die Erde kaum;
Sieht der Gottheit Lichtgchcimniß glänzen, Sauget durstig an dem Lebensquell;
Sicht, wie Engel winden Lorbeerkränze
Alles, alles strahlt ihm silberhell.
Doch der Gläube Jesu in dem Herzen,
Der dein Geist im Leiden Nahrung reicht,
Ucberwandt der Wunde bittre Schmerzen, Bis die Hülle sich zum Grabe neigt.
Gottes Engel, fern von Harm und Leiden , Singen Dir zu Deiner sanften Ruh;
Führten Dich, nach Deinem Erdenscheiden, Jubelnd höhren Seligkeiten zu.
Vermischte Anzeigen.
1. Meine Ballgarberobe, welche schon früherhür bekannt ist, empfehle ich auf bevoistehende Mas, kenbälle bestens, und bemerke zugleich, daß solche um annehmbare Preise verliehen wird.
Johann Christian Kreiß, Schneidermeister.
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