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Die bekannte Tapetenfabrik des Herrn Kommen zienrarhs Arnolo hiersechst, we che jährlich neue geschmackvolle Verzierungen zur Gewerbuusstcllung liefert, hat diesmal wieder eine gauz neue Arr von Tapeten eignen Erfindung zum grossen Vergnügen der Kunstliebhaber dargeboten. Es üst darin die Steindruckerei auf die Laperendruckerei angewendet worden, indem eine Menge verschiedener schöner lythographwter Bilder, als: Landschaften, Historie scheu Inhalts, Trophäen rc. in sinnreich verteilten Feldern abgedruckt sind, so daß die Tapete eines Zimmers die unterhaltendste Sammlung schöner bild­licher Darstellungen enthält.

Die von Herrn Arnold angelegte Steindruckerei beschäftigt sich ausserdem mit allen niögMieti Aufga­ben in diesem Fach. Es genießt diese mir den übri­gen Steindruckereien hierselbst den Vortheil, daß in der Nähe von Cassel ein Kalkstein entdeckt worden ist, der zu den gewöhnlichen lithographischen Dar­stellungen recht gut geeigenschafter ist.

Eine Urne und zwei Stubenosen von gebranntem Thon, vom Hoftöpfernieister Herrn Georg Thiel hierselbst, zeigten abermals, wie geschmackvoll und sauber diese Gegenstände hierselbst gearbeitet werden, kind Proben von Fayance-, Tisch- und rothen und schwarzen Theegeschirren und Vasen aus der Fabrik des Herrn Nellstein hierselbst, waren um so an­genehmer, da die Geschirre von schwarzem und ro­them Thon recht gut in die Augen fallen und dauer­haft sind, die von weisser Fayance aber — ob zwar von ganz gewöhnlicher Art — doch wegen der sehr geringen Preise recht, ausgebreiteken Absatz finden. Von der ausnehmenden Thätigkeit des Fabrikanten darf man mit Grund noch gute Fortschritte erwarten.

Von einigen Proben Flachsspinnerei erhielten Lob: die von der Tochter des Herrn Rentmeisters R a a b e zu Borken und von der Ehefrau des Jakob Ambrosius zu Hasselbach.

Nach genauer Prüfung der ^ausgestellten Gegen­stände durch die gütige Hülfe mehrerer zu Rathe ge, zogener Sachkenner und nach gründlicher Berathung über die bewiesenen Verdienste. wurden folgende Be­lohnungen zuerkannt: die goldene Ehrenmedaille den Herrn Gebrüdern Dohle zu Eschwege; die silberne Ehrenmedaille dem Instrumentenmacher Herrn Io h. Mollen Hauer zu Fulda, dem Hof- und Univer- sitätsinstrumentenmacher Herrn Schneider und dem Hutmacher Ferrit Papst zu Marburg, den Herrn Gebrüdern Lange zu Helmarshausen, den Herrn Eissel und Glenn zu Mclsunaen und Herrn Christoph Möller zu Hersfeld.

Cassel im Dezember 1823.

Aus kurfürstlichem Handels - und Gewerbs- vereine zu Cassel.

3. Zufolge Verfügung kurfürstl. Geurrälktiegsde- partement, soll das bisher von dem in Saimnu- Per stationirteu Gensbarmen Die. Wirth gerittene Pferd, eine neunjährige Stute, kastanienbraun, fünf Fuß zwei Zoll hoch, wegen Unbranchbarkeit zum Geneda mericdienst, öffentlich meutbietenö gegen gleich baare Bezahlung versteigert weiden. Kanstustige können sich Dienstag den 20. d- 9J?., Vormittags um 10 Uhr, bet kiu fürstlichem Kreis- amt zu Salmunsier eiiifinden, welches hierdurch öffentlich bekannt gemacht wird. Hanau den 12. Januar 1824.

v. Schmied,

Oberstlieutenant und Provinzkommandant.

4. Freitag den 16. und Samstag den 17. d. M., sollen in der Bniauwaidnng 52 Klaftern Buchen« und 215 Alästern Eichcnvbeiholz, sodaiin 7-l Klaf­ter Kiefernschkit < und 5 4 Klaftern ditto Oberdolj auch.6060 Laubholz- und 675 Nadelholzwellen, gegen gleich baare Zahlung, offeni>ich an Meist­bietende versteigert werden, welches mit dem An^ fügen hierdurch bekannt gemacht wird, daß die Sauft liebbaber am bemeldten Tage, jedesmal Morgens 9 Uhr, sich auf dem Wolfsgang emzufindeu, und das Weitere zu gewärtige» haben. Hanau den 12. Jan. 1824.

Kurfürst!. Meuterei Bücherthal. Bode.

Gerichtliche Bekanntmachungen.

1. Ostb «im. Der Gemeinde Ostheim ffetten, ausgeklagter Hypotbekschuld wegen, den 5. Fe­bruar k- I. , Vormittags 11 Uhr, auf dasigem Gemeindehanse nachstehende Immobilien, als: 1) 52 Morgen Hutweide, die Bäckersmauer ge­nant , und 2) 3 Vrtl. 19 Ruth. Wald im Kalk- ofen , neben der Stadt Windecken gelegen, oft feutlich an den Meistbietenden verkauft werden. Windecken den 11. November 1823.

Kurfürstliches Justizamt.

2. Osthei m. Wegen ausgeklagter Hyvotbeksschul- den sollen dem Johannes Forter und dessen Frau zu Ostheim nachstehende Immobilien, als: 1) Eine halbe Hofraitbc, Srallung und Keller zu Ostheim, neben Franz Schmidt gelegen; 2) 2 Morgen 1 Vrtl. 22 z Ruth. Ländereieu, sämmt­lich in Osthenner Gemarkung gelegen, den 5. Februar k. I., Vormittags 9 Uhr, auf dem dasigen Gemeindebanse öffentlich an den Meist­bietenden verkauft werden. Windecken den 14. November 1823.

Kurhesstsches Justizamt.

3. Windecken. Nachdem sich die Unzulänglich« feit des zurückgelassenen Vermögens der verleb­ten Wittwe des gewesenen hiesigen Bürgers und

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