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19. In der Sterngasse eine schöne Wohnung von 2 tüpezirten Zimmern, nebst Kabinet, Kammer und Küche, mit Möbeln.

20. Eine Giebelstube mit Möbeln, am Kaualplatz, bei Kna ben sch u H.

21. 5 Morgen Accker in zwei Stücken , stur zu ver­kaufen oder zu vermielheu. Das Nähere bei H e r ä u s.

Personen, welche zu einem Dienst gesucht werden.

1. Es wird eine brave Magd gesucht, welche gut kochen kann, und mit allen häuslichen Arbeiten . nmzugehen weiß. Bei der Expedition das Nähere.

2. Ein braver Mensch, welcher zugleich die Schnei­derei versteht, wird als Bedienter gesucht. Zu erfragen ,n No. 264 am Kanalthor.

3. Eine Person, die gut kochen kann, und in son­stigen häuslichen Arbeiten erfahren, und mit gu­ten Zeugnissen versehen ist, kann auf Petri in Dienst kommen, wo sie auf gute Behandlung und guten Lohn rechnen kann. Bei der Expedi­tion daS Nähere.

4. Es wird eine reinliche Weibsperson zu Besorgung häuslicher Geschäfte und zum Auslaufen gegen einen Wochenlohn gesucht. Von Wem? sagt die Expedition.

5. Ein Mädchen yom Lgnde, welches waschen und spinnen kann , zur Arbeit willig ist, auch ein Zeugniß ihres Wohlverbaltens aufzeigen kann, auf Petri. Bei t« Expedition das Nähere.

Dienstsuchende Personen.

1. Ein Mann wünscht gern für mehrere Herren gegen eine billige Bezahlung die Stiefeln und Kleider zu reinigen. Bei der Expedition das Nähere.

Auszuleihendc Kapitalien.

1. £00 fl. Kuratelgelder liegen zu 5 pEt. gegen doppeltes Unterpfand liegender Güter in das Amt Bücherthal zu verleihen, bei

J. Krebs.

2. fl. 260. Kuratelgelder, gegen gerichtliche Hy­pothek, bei - Philipp Gaus.

Todesanzeige.

1, . Meinen Verwandten und Freunden zeige ich mit tiefem Schmerzgefühl den am 12. dieses an einem Ne venschlage im 56sten Jahre sei,res Al­ters erfolgten Tod meines mir unvergesi- . sich bleibenden Ehegatten, des gewesenen Gärt­ners Martin Kayser, an. Von Ihrer Theilnah­

me an meinem harten Verlust überzeugt, bitte ich, mich mit Beileidsbezeugungen zu verschonen, und empfehle mich zu fernerem geneigten Anden­ken. Marie Kayser, geborne Frey.

2. NacE einer 1Mäßigen Nervenkrankheit, endigte unser guter Bruder^ der Lotteriedirektionskanzel- list Franz Heinruch Kegelmanu, nach seinem erst vor wenigen Monaten zurückgelegten 24sten Lebensjahre, am 13. d. M. um 7 Uhr des Abends sein Lebensziel, in den höchsten Lei­den und Schmerzen. Um ihn weinen nicht nur zwei Geschwister, font er n auch eine nun t-eftze- bengur Braut, deren zeitliches Glück an ihrem Geliebten Hieng. Wir machen diesen traurigen Fall allen unsern und den Freunden und Gön­nern unsers verewigten Bruders mit der Bitte. um Beüeidsverschonung hiermit ganz ergeben^

- bekannt, und empfehlen uns Ihrer ferneren Wohlgewcgenheit. Hanau den 17. Febr. 1823. >

Lou ise und Marie Kegelman.n,

C y p r e s s e

an der Todesgruft

des Herrn Lotteriedirektionskanzellisten

Franz Heinrich Kegelmann, gepflanzt von seinen Lieben im Februar 1823.

Nicht hier, Gcliebtcr, weilst du mehr, Gefilden

Bist du nun anvcrrrauc, wo dir ein neues Leben winkt, Wo Gottes Strahlenglanz auf beut verklärten Geiste blinkt, Und Engel einen Kreis um dich nun bilden.

Hier warbst du uns zum treuen Freund beschicken, Zum Hochgeliebten und zum guten Bruder unS bestimmt; Dort, wo die Allmacht ihre Guten schirmend zu sich nimmt: Da findest du, Verehrter, deinen Frieden. - .

Erst aufgebläht, welkt schon die junge Rose,

Die kaum an dieses Lebens sußumkränzrcm Kelch genippt; Im Stande, wo der Mensch den Menschen erst recht innig liebt, Und Wonne findet in der Freundschaft Schooße.

Verlassen^ weinen wir am Grab des Frommen,

Das viel zu früh.den Bruder und den Allgcliebten deckt, Erwartend, daß, wenn einstens Gottes Ruf ihn wieder weckt, Wir auch dann zu dem Freund, zum Bruder kommen.

Erwache nicht aus deinem süßen Schlummer:

Du wurdest nur des höchsten Schmerzens Jammerthränen fcbtn

Dort ws du bist, in jenen lichtumstoß'ncn HiunuelShdh'n, Da necket dich kein böses Leid, kein Kummer.

Schlaf wohl j Geliebter,, denn mit Hoffnung wiegen Die Lieben dich in deiner stillen Ruhestätte ein.

Und winden dufr'ge Blumenkränze, daß im Todverein

Du ruhig schlafen kannst, und sanft auch liegen.

(Mit Beilage.)