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Beilage z u N t. 6» (6. Abr. EL)
des P r o v i n z i a l - W o ch e n b l a t t s.
7. Eine Wohnung, bestehend in einer tapezirten Stube, Kammer, Küche, Keller, Holzplatz, Wasser im Hause, und kann den 1. Mai bezogen werden bei Philipp Heybt, hinter dem Rathhause.
8. Im goldnen Schwanen eine Wohnung, hinten hinaus, bestehend in einer Stube, Kammer, Küche, Holzplatz und Wasser im Haus, den I.Mä'rz zu beziehen.
9. Eine neu tapezirte Stube mit Möbeln, sogleich. Das Nähere bei her Expedition.
10. Eine bequeme Wohnung für eine stille Haus» Haltung in Nr. 601, ohnweit der Aepfelpumpe ist zu besehen, und kaun den 1. März bezogen werden.
Personen, welche zu einem Dienst gesucht werden.
1. Es wird ein Mädchen, das schon in Wirthshäm fern in der Küche gedient, und mit guten Zeugnissen versehen ist, gesucht. Bei der Expedition das Nähere.
2. Es wird auf Petri eine gute und brave Köchin, die auch mit Hausarbeit umgehen muß, für guten Lohn verlangt. Bei der Expedition das Nähere.
3. Es wird eine brave Magd gesucht, welche gut kochen kann, und mit allen häuslichen Arbeiten umzugehen weiß. Bei der Expedition das Nähere.
Dienstsuchende Personen.
1. Ein Mädchen vom Lande, das kochen, waschen, spinnen und gute Zeugnisse beibriugeu kann, wünscht zu Petritag eine Dienstelle zu erhalten. Das Nähere bei der Expedition.
2. Eine Säugamme, mit guter Milch versehen, von hier. Bei der Redaktion das Nähere.
3. Es wünscht ein Küfergesell unterzukommeu, entweder als Küfer oder zur Aushülfe zum Lagerbiermachen. Bei der Expedition das Nähere.
4. Unterzeichnete wünscht gerne Beschäftigung in häuslicher Arbeit zu erhalten.
Wittwe Aner, wohnhaft bei Mehlhändler Keller am goldnen Hammer.
Vermischte Anzeigen.
1. Ph. Keinath, Fraucuschuhmachermeister, gegenüber der Hoheit Schule, in Nr. 110 wohnhaft,
macht die Anzeige, daß er ohnläugst aus Franko reich zurück gekommen, und ferner seine Arbeit, sowohl in Seide als Zeugen und Leder, ganz schön, gut und nach der modernsten französi» schen Art, wie er allenthalben dafür bekannt ist, verfertigen wird.
Todesanzeige.
£ Unsere vielgeliebte ewig unvergeßliche älteste Schwester, Marie Koch, starb am 28. Jan. d. I., nach einer achtzeheumonatlichen Brust- krankheit, gerade an dem Nachmittage zwischen 3 und 4 Uhr, als sie vor einem Jahre krank bei uns ankam, in ihrem 57. Jahre, zu unserer allergrößten Betrübniß. Wir machen diesen Todesfall unsern sämmtlichen Verwandten, Gönnern und Freunden, mit der ganz ergebensten Bitte bekannt, uns mit jeden Beileidsbezeugungen zu verschonen und ihrer ferneren Wohlgewc» genheit zu würdigen. Hanau den 3. Febr. 1823.
Die sämmtlichen Geschwister und Schwäger der Verstorbenen.
Nachruf
an unsere geliebte Schwester
Marie Koch,
als Denkmal unserer grossen Liebe, Treue und Dankbarkeit für die Selige.
So wandelst du nun auch, Geliebte, nach den Fernen, Wo deiner Väter, deiner Mütter Geister ruh'n ! Dorthin, wo in dem Allmachtumfang über Sternen Weit, weit, die Gottheit lohnt, der Menschen Erdenthun,
Gut, seelengut, du Treue! warst du hier im Kreise Der Deinen, die du überschwenglich hoch geacht. Dank ewig dir l Am Grabe sagen wir uns leise: Sie ist nicht mehr, sie hat in ihrem Gott vollbracht.
Jetzt weinen wir um sie; umsonst ist alles Flehen, Sie birgt ein unergründlich höh'res Seyn.
Sie schläft, die Schwester, frei von allen ird'schen Wehen, Den Schlaf, dem Gute sich schon diesseits weihn. Bergelter, laß in deinen seel'gen Himmelsthronen
Die Schwester, bis auch einst wir kommen, glücklich wohnen.