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Todesanzeige.

-K- Heute Abend, um 9 Ubr, entschlief sanft zu ei­nem bessern Leben, mein innigst geliebter Mann, der hiesige Bürger und Sattlermrister, Wilhelm Koch, an den Folgen einer Entkräftung und ei­nem Alter von 48 Jahren. Ich mache diesen für mich und meine 3 Kinder schmerzlichen Verlust, meinen Freunden und Gönnern unter Verbncuug, Mich mit Beileidsbezeugungen zu verschonen, er- gebcust bekannt, und verbinde zugleich die Anzei­ge, daß ich das Geschäft meines seligen Mannes durch meinen ältesten wohlunterrichteten Sohn fortführen werde. Ich bitte, ferner mir das bis­herige Zutrauen zu schenken, und empfehle mich mit meinen 3 Kindern zu fernerem Wohlwollen und Freundschaft.

. Susanne Koch, geborne Henß, aus Flörsbach-

Vermischte Anzeigen.

1. Vor ungefähr 3 Wochen ist vom Lossowschen Hause bis zum Nenstädter Rathhause ein ganz neues Schrotseil verloren worden. Der redliche Finder wird ersucht, solches an den in der Expe­dition zu erfragenden Eigenthümer gegen eine an­gemessene Belohnung abzugeben-

2?Nach langerBemtihung bin ich nun im Besitz einer DekacisiMaschine, die ausser Paris nur in we- üiäen Stabilen bis jetzt bekannt ist, und durch ihre grossen Vortheile gerVi^ einige AaskMMEne verdient. Durch die genannte Maschine bin ich in den Stand gesetzt, den Tüchern einen solchen dauerhaften Glanz zu geben, daß die davon ge­fertigten Kleidungsstücke auch nach Jahren noch ganz das Ansehen des Neuen haben. Der beson­dere Vortheil der Dekali sage besteht aber haupt­sächlich darin, daß die innere Güte des Tuchs nicht allein bedeutend verbessert wird, sondern daß man auch, »da durch das seither übliche Netzen jede Waare immer an Ansehen verliert,« durch die Dekatisage allein im Stande ist, einer jeden Qualität ein ganz feiner Ansehen zu geben. Die Hauptursache, warum sich die in Pa­ris gepreßten und verfertigten Kleidungsstücke so sehr vortheilhaft vor allen andern auszeichnen. Obschon die Dekatisage der Tücher mit grossen Unkosten für müh verknüpft ist, so werde ich dennoch das Zu bereiten. feiner und mittclfei- ner Waare, und zwar abwärts, bis zum Preis von 6 st. der Staab, meinen geehrten Abueh- " mern ünentaetdüch besorgen. Bei dem Verkäufe geringerer Tücher aber, bei denen,die,Kosten der Dekatisage meinen Nutzen erreichen, oder gar überstetgen, werde ich." wenn man solche dekati- sirr zu haben wünscht, eine Vergütung von 24 kr. für den Staub in Anspruch nehmen. Vor­läufig , um durch das öftere Ansetzen der Presse

nicht in zu grosse Kosten zu kommen, werde ich wöchentlich nur einmal dekatisiren. Proben von der vorzüglichen Güte dieser Presse können bei mir stündlich eingesehen werden, und ich bin überzeugt, daß ich allen Ansprüchen, die nur im­mer gemacht werden können, so vollkommen Ge­nüge zu leisten im Stande bin, daß meinen ge­ehrten Abnehmern nichts zu wünschen übrig bleibt. Hanan, den 12. Dezember 1822.

Frledrl ch Carl Weis.

3. Ein Hans am Eingang in hiesiger Indenstrasse, ist unter billigen Bedingnissen zu verkaufen oder zu »ermfetben. Bei der Expedition das Nähere.

4. Es hat sich vor ungefähr 10 Tagen eine dreijäh­rige schwarze Katze verlaufen, welche unter dem Halse einen weißen Flecken hat. Bitte solche gei­gen 36 kr. Douceur an den in der Expedition zu erfragenden Eigenthümer abzugeben.

5. Zu erster Abtheilung der Zeitschriften, welche mit dem Januar 1823 ausgegeben werden, kön­nen noch einige Mitglieder beitreten.

C. J. Edler.

6. Den 8. oder 10. k. M- fährt eine Chaise von hier nach Cassel, worin noch einige Personen Platz finden können. Das Nähere in der Expedition-

7. Dem hiesigen Herrn Thierarzt Kimmel will ich für die völlige Wiederherstellung meines sehr lahm und krank gewesenen Pferdes meinen Dank hier­mit öffentlich abstatten. Hanan im Dez. 1822.

Philipp Jakob Dieß.

t! SOrc.^907 -bAt-ÜM» ^tmwMW^.wefif? -gaifo Pettschaften und Schlüsseln gewonnen, und ist nach Frankfurt gekommen.

Michael Abraham David.

9. Das durch mich in der 63ften Frankfurter Stadt­lotterie , welche den. Dez. gezogen wurde, aus- gespielte Frauenzimmer Necessaire, hat Nro. 907 gewonnen, welches ich ergebenst bekannt mache.;

Jakob Gans. "

10. Einem geehrten Publikum in Hanan empfehle ich mich hiermit als Bücherantiquar, sowohl in An­schaffung von Werken aus allen Fächern der Li­teratur, als Besorgung von Aufträgen in hiesi­gen Bücherversteigerungen aufs Beste. Frankfurt a- M. den 12. Dez. 1822.

Joseph Bär, Steingasse Nr. 83.

11. Am Donnerstag voriger Woche ist von der Post bis in die Hamgasse ein blauer Oberrock verloren worden. Der redliche Finder wird höf­lichst ersucht, solchen in der Redaktion gegen ein Douceur abzugeben.

12. Am 20. dieses M, hat sich ein junger Hund ver­laufen. Derselbe ist weiblichen Geschlechts, hat ei­nen glänzend schwarzen Rücken, rehbraunen Leib, lange braune Pfoten, lange Ohren und Schwanz. Wer denselben au den in der Expedition zu er­fragenden Eigenthümer zurück bringt, oder Aus, kunst geben kann, erhält ein angemessenes Douceur.