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Extrablatt zu Nro. 43

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Kurfürstlich - Hessischen Landwirthschaftsvereins über die

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Ost schon sind Feldmäuse zur Landplage geworden; leider richten auch in diesem Jahre diese Feinde der Feldfrüchte und der Saaten in manchen Provinzen wieder Unheil und Verheerung an.

Diesem bald Grenzen zu setzen, ist zur Sicherung derkünftigen Erndtendringeuves Bedürfniß, und beei­len Wir Uns daher, durch einen hochverehrlichen Bei Wust kurfürstlichen Ministeriums des'Innern anf- aefordert, die bewährtesten Verfahrruigsakten zur Wertilgnng der Feldmäuse zur allgemeinen Konnt- Nist zu bringen. "

Drei Gattnugen des Mäusegeschlechts sind es hauptsächlich, welche schon oft durch ihre Ucbermetu ge grossen,Schaden in ,den Feldmarken ang«richtet ha­ben, und eben, auch jetzt wieder die Plage des Land- manns sind, .die seines Fleisses Früchte zerstören und seiner Erndten Hoffnungen schmälern, nämlich die kleine und grosse Feldmaus, so wie die Brandmaus. Die häufigste und schlinruH» von ihnen ist die erste, Linno's Mus .gregariue (Mus arvajis Pali.., le Campagnol BufsJ. Sonst führt sie auch noch die Namen Heerdmaus, kleine Rost-- kleineReitmaus, Sch.a rr,, Erd-, Ackermaus. Die sie unterscheidenden Merkmale sind der rothbraune Körper „ der ein Zoll lange Schwanz, die aus den Haarey nur wenig .hervor­ragenden Ohren, und die kaum bemeDären Dau­men an den Vorderfüssen. Sie ist mit einem Wort,

dem Aenssern nach, eine Wasserratte im Kleinen. Ihre Behendigkeit ist so groß, als ihre Geschicklich« seit im Graben ausgezeichnet. Ihre Verbreitung ist sehr ausgedehnt, und hält damit ihre Vermehr rang gleichen Schritt. Diese hat vom Frühling an bis zum späten Herbste Statt, und bringt alSdann das Weibchen alle fünf Wochen fünf, meistens acht, seltener aber zehn bis zwölf Junge, welche schon im zweiten Monat sich wieder fortpsianzeu. So kann eine Mutter es bis zu hundert Nachkommen bringen, was bei taulend schon ein Heer von hunderttausend macht: daher denn auch ihre ungeheureVermehrung und ihr leichtes Anwachsen bis zum Uebermaaß, was besonders in trocknen Sommern, wie der diesjäh­rige war, der Fall ist. Auch trockne Winter sind ihnen günstig, desto weniger aber nasse, und Ueber- schwemmungen ihr Tod.

Wälder, Aecker und Wiesen dienen ihnen zu Au­fenthaltsorte, mit welchen sie nach den Jahreszeiten wechseln. Im Herbst ziehen sie den Schnittern nach, aus dem Winter- ins Sommerfeld; am liebsten sind thuen die H a fe r a ck e r, auf welchen man sie auch den Winter über am meisten findet. Ausserdem ziehen sich über und unter der Erde,, der Wintersaat nach, graben sich da ihre Wohnungen, in welchen sie bis zur folgen« den Erndte verweisen, um sich dann Im ganzen Felde zu verbreiten. Lieblingsaufenthalte und Schutzorte gewähren ihnen Feldrains, Ackergestranch und Stein- yanftn. Ihr Bau ist künstlich, mit einer Ein-nur