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Den 11. Off. Philipp Braun, gew. Soldat, alt 56 J.

Den 13. Off. Frau Henriekte Katharine, weil. Kornelius Ohl, gew. Bürgers und Metzger- meisters in der Altstadt, nachgel. Wittwe, geb. Braungard, all 27 J.

3» der ev. Gem. der Johanneskirche.

Den 9. Oft. Frau Anne Regiue, Johaim Peter Christian Bock, Bürgers und Fuhrmanns in der Altstadt, Ehefrau, geb. Lidmann, alt 51 I. 9 M-

Den 13. Oft. Katharine Marie Louise, Herrn Friedrich Wolfgang Ziegler, Bürgers, Kauf- und Handelsmanns in der Neustadt, T-, alt 6 J. 7 M-

In der französischen Gemeinde:

Den 9. Ost- Frau Charlotte Guillaumine, des Herrn Esaye Colin, Bijouteriefabrikanten da- hier, Ehegattin, geb. Souchay, alt 36 I.

Angekommene und Abgereisete.

Kin zig drücke. Den 9. Off. Se. Hoheit, Prinz Emil von Hessen, k. v. Darmstadt, g. n. Ro, tenburg. Den 11. Hr. Lieutenant v. Busek, in großherzogl. bad. D., k. v. Frankfurt g. n. Fulda. Den 11. Ein lonigl. franz. Kuiier k. v. Paris g. n. Petersburg. Den 11. Hr. Oberst v. Hilsa, in königl. preuss. D., k. v. Mainz g. n. Berlin. Den 11. Ihre königl. Hoheit, dieKurfürstin von Hessen nebst höchstderen beiden Prinzessinnen Töch­tern H H. u Suite, g. n. Cassel. Den 12. Hr. Lient. v. Trott, im 2. kurhess. Linieninfanterieregiment, g. anfUrlaub n. Halsdorf. Den 12. Hr. Geheime- rath Wedekind, in großherzogl. Hess. D-, g. n. Darmstadt.

Nürnbergerthor. Den 9. Hr. Oberst Mar, chansky, in kaiserl. russ D., k. v. Warschau g. ii. Paris. Den 10. Hr. Kapitän Pascheusky, in königl. preuss. D., k. v. Berlin g. n. Mainz. Den lo. Hr. Amtsrath Dunker, in kurhess. D., f. v. SchwarzeufelS. Den 12. Hr° Ober- landesgerichtspräsioent v. Kaisenberg in königl. xreuss. D-, k. v. Halberstadt I. im Niesen. Den 13- Hr. General Phul, in königl. preuss. D , k. v. Aschaffenbnrg g. n. Coblenz.________________

Gemeinnützige Nachrichten.

Dom Beschneiden der Bäume (Fortsetzung.)

Wir wollen jetzt noch einige allgemeine Sätze vor, tragen, welche als Anfangsgründe des Schnitts der Bäume anzusehen sind, und die jeder zu beobach­

ten hat, der diese Operation mit erwünschtem Nuz- zen machen will.

Erster Satz. Die Zweige und Wurzeln stehen in einem gewissen Verhältniß mit einander. Beide befördern das gegenseitige Wachsthum und Stärke, und beide leiden, wenn etwas von ihnen wegge­schnitten wird. Wenn man bei dem Schnitt die starken Zweige eines muntern Baumes zu lang läßt, so stärken sich seine Wurzeln immer mehr; die star­ken Zweige vermehren sich, und der Baum wächst ins Holz, trägt aber keine Früchte. Schneidet man sie zu kurz, und nimmt noch dazu die kleinen Zweige am Baum weg, so hören die Wurzeln auf, zu wirken, und der Baum fängt an, zu schmachten. Man muß also bei dem Schnitt einem muntern Baum an seinen Zweigen die gehörige Länge lassen, um dieses Verhältniß und Art von Gleichgewicht zwischen seinen Zweigen und Wurzeln zu unterhalb ten. Wenn im Gegentheil ein Baum schwach treibt, so zeigt dieses an, baß seine Wurzeln schmacht ten. Man muß daher durch den Schnitt den Baum entladen, und die besten Zweige kurz schneiden, damit sie sich selbst und hierdurch auch die Wurzeln stärken.

Zweiter Satz. Ein starker Zweig setzt sich auf einer Seite des Baumes nur deswegen an, weil daselbst eine Ursache vorhanden ist, welche den Saft antreibt, sich mehr gegen diese Seite als gegen irgend eine andere zu begeben. Aber eben diese Ursache wird machen, daß auf derselben Seite mehrere Wurzeln entstehen, oder sie sind wirklich schon da. Diese Wurzeln aber stärken den Zweig immer mehr, wo­durch derselbe ausserordentlich treibt, und seinen Nachbarn Nachtheil bringt. Sobald sich nun solche Zweige zeigen, welche beträchtlich stärker sind, als die andern, muß man sie unterdrücken oder massi­gen, um den schlimmen Wirkungen auf die ande­ren Zweige zuvorzukommen.

D r i t t e r S a tz. Nach der natürlichen Ordnung begiebt sich der durch eine Wurzel eingesaugte Saft hauptsächlich in die Zweige von derselben Seite, wo die Wurzel steht. Wenn eine Seite des Bau­mes viel stärker wächst, als die andere, ohne daß der Schnitt solches verhindern kann, so ist der Grund dieses übermässigen Wachsthums unstreitig in den korrespondirenden, auf dieser Seite stehenden Wur­zeln zu suchen. Man muß also aufgraben, und einige der stärksten Wurzeln bei ihrem Ursprung wegnehmen. Doch muß man dieses gewaltsame Mittel mit der größten Vorsicht und nur im äusser­sten Nothfall gebrauchen, denn durch Schränkung der Wurzeln können diese auch auf der entgegenste­henden Seite sich befinden. (Beschluß folgt.)

Gedruckt und verlegt in der Campeschen Waiseuhansbuchdruckerei.