P r o H tu H a ti 111.
anau. — Donners tag,
den 17^ Oktober 1822.
Kurfürstliche Ernennungen.
Bei dem Landschullehrerseminar zu Cassel sind der Schulamtskandidat Vogt aus Weimar zum er, sien Lehrer, mit dem Prädikate „Seminarinspektor" und
der ausserordentliche Pfarr^ Aschenbach von Lippoldsberg zum zweiten Lehrer allergnädigst br- stellt.
Dem Kandidaten der Theologie, Wiegand von Mörshausen, ist die erledigte Predigerstelle zu Ne- tra ertheilt.
Der bisher bei dem Landgerichte in Marburg gestandene Auskultant Nippoldt ist. zum Oberer richtsanwalte daselbst, und
der Goldarbeiter Legorju zu Cassel zum Hof- goldarbeiter ernannt.worden.
Durch allethöchste Ordre, d. d. Wilhelmshöhe den 4. Okt. d. Z., ist der Kommandant zu Schmal» kalben, Hauptmann Wagehals, zum Major im Armeekorps ernannt, sodann aber der Sekoudlieu- teuant Graf zu Casiel, vom ersten Husarenrcgiment, in dieser Eigenschaft und nach seiner bisherigen Au- ciennetat, zur Garde du Corps allergnädigst traus- ferirt worden.
Der Oberjäger Sander von Gudensberg ist zum reitenden Förster in Oberzell allergnädigst ernannt.
Besondere Bekanntmachungen der Verwal- tungs - und Finanzbehördm.
1. Nachdem auf Verordnung kurfürstlicher Regierung von nun an alle Erklärungen hinsichtlich der SrbHMig nur bei unterzeichneter Behörde zu Protokoll bewirkt werden sollen, nicht aber wie bisher bei de>n Stadtrentmeister; so wird solches zur Nachachtung hiermit bekannt gemacht. Neu- hänan den 21. Sept. 1822.
Aus dem Stadtrath. Carl.
2. Wegen anderweiter Verpachtung des in hiesiger Stadtlerminei gelegenen, kurfürstlichen Vor, werks Neuhof, soll Montag den 16. Dez. b. I., Morgens 10 Uhr, auf hiesiger kurfürstlicher Fu nauzkammer ein zweiter Steigernngstermin ab* gehalten werden. Dasselbe besteht aus einer Hofraithe von 2 Morgen 1 Vrtl. 21 Rthn., die Mit einem Pachtorhanse, einem Schäferhanse und den tuforderlichen (Stauungen und Scheuern besetzt ist, sodann aber aus 13 Mrgn. 14 Rthn. Garten, 521 Mrgn. 3 Vril. 21 Rthn. 9 Schuh stellbarer Landerei, 208 Mrgn. 1 Vrtl. 1 Rthn.
6 Schuh Wiesen und,5 Mrgn. 26 Rthn. Hur- weiden. Auch gehören zu diesem Vorwerke die Koppelhute für das Rindvieh und die Schweine in den Hutungsrevieren der Altstadt Hauau, im Heegwald und jenseits der Kinzig, wie dieselbe bisher ausgeübt worden, die Schäferei- weidgangsgercchtigkeit für 300 Stück Schaafe und ein Vieh- und Geräthschaftsinventarium.