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Kurfürstliche Ernennungen.

Dem Justizbeamten Wagner in Ziegenhain ist dasPrädikat „Rath" allergnädigstbeigelegt worden.

Zufolge allerhöchster Ordre d. d. Wilhelmshö­he den 20. d. M-, sind in der Jägergarde die bei­den Portepeefähnriche Karl Henkel, vom dritten Linieninfanterieregiment, und von Loßberg, des Gardejägerbataillons, zu Sekondlieutenaurs aller­gnädigst ernannt worden.

Der vormalige großherzogl. Hessische Justizamt­mann Schmidt zu Wenings ist zum Aktuar bei dem Amte Oberaula ernannt worden.

Dem bisher im Gardejägerbataillon gestande­nen Sekondlieutenant von Kichell ist die erledigte Renterei Bieder allergnädigst übertragen worden.

Allgemeine Verfügungen der Oberbchördm.

1. Die häufigen Waldbrände, welche seit einiger Zeit an vielen Orten entstanden sind, geben An­laß zu vermuthen, daß die in dieser Hinsicht ge­setzlich bestimmten Vorsichtsmaßregeln nicht an- gewendet werden. — Wiederholt wird daher hier­durch in Erinnerung gebracht, daß es verboten ist, in einem Wald Taback zu rauchen, wenn nicht die Tabackspfeife mit einem Deckel versehen wor­den, und daß Niemand in einem Walde oder in

dessen Nähe Feuer anmachen darf, ohne hierzu vom Nevierforstbeamten ausdrücklich die Erlaub­niß erhalten zu haben. — Die Uebertretung die­ser Vorschriften soll nach den Gesetzen mit Geld oder Gefängnißstrafe, dem Befinden nach auch mit Zuchthaus- oder Eisenstrafe gerügt werden, und es wird daher hiervor gewarnt; die Forst- und PolizeibcamKn, auch Ortsvorstände aber werden mit vorzüglicher Aufmerksamkeit dahin wirken, daß jene Vorsichtsmaßregeln beobachtet und die Uebertreter ohne Nachsicht zur gebührenden Be­strafung angezeigt werden. Hanau den 6. Au­gust 1822. Kurhessische Regierung daselbst.

Besondere Bekanntmachungen der Venral- tungs - und Finanzbehörden.

1. Das furfürfM. Vorwerk zu Kilianstädten, Er- hebungsbezirks Bücherthal, wird den 1. Mai k. I- pachtlos, und soll daher Donnerstag den 5- k. M-, Vormittags um 10 Uhr, auf hiesiger Fü uanzkammer in öffentlicher Steigerung auf an­derweite zwölf Jahre an den Meistbietenden ver­pachtet werden. Dasselbe besieht aus einer Hof- raithe zu Kilianstädten, welche mit einem Pach­terhaufe, einem Schäferhause und den erforderli­chen Stallungen und Scheunen besetzt ist, sodann aus 4 Mrgn. 1 Vrtl. 4 Rthn Garten, 82 Mrgn. 11 Rthn. Wiesen, 481 Mrgn. 1 Vrtl. 31 Rthn. Ackerland, und der Waidgangsgercchtigkeit für 500 Stück Schaafe, wie auch einem Vieh-, Schiss-, und Geschirr - und Geräthschaftsinventarinm.