Vermischte Anzeigen.
t Unterzeichneter Hatidie Ehre, hierdurch öffentlich anzuzeigen, daß demselben durch hohe Resolution kurfürstl. Justizministerii vom 23. März d. J. gestattet worden, freiwillige Versteigerungen von Mobilien, auch amtssässiger Personen, halten zu dürfen. Das Zutrauen, welches er bisher genossen, und für welches er schuldigst dankbar ist, wird er nach allen Kräften fernerhin zu erhalten suchen. Sebastian Nickel,
Obergerichtsvergantungsschreiber.
2. Auf die Heilbronner Bleiche nimmt ferner noch Bestellung an Wilhelmine Cotrell, wohnhaft bei Herrn Friedrich Fischbach.
6. Loose zu dem von mir verfertigten Sekretär als Meisterstück, das in der ersten Klasse der leisten Hanauer Landkassenlotterie, so den 14. August b. J. gezogen wird, ausgespielt werden soll, sind bei Karl Sanerwein in der Krenzgasse, 12 kr. das Loos, in grösseren Partien aber mit Verhältniß« massigen Rabatt zu haben.
Valentin Loos, Schreinermeister.
4. Meine Tochter, unter der Leitung des Herrn Organisten Forsch gebildet, wünscht noch in ihren freien Stunden im Klavierfpielen Unterricht zu geben. J. Münch,
6. Ein hiesiger junger Mensch, Mitglied des Ma> rienchvrs, wünscht einige Stunden des Tages dem Unterrichte kleiner Kinder zu widmen. Da derselbe mit einer sehr mäsigen Belohnung zufrieden ist und schon Proben seines Fleisses abgelegt hat, so kann ihn der Unterzeichnet« desto» mehr empfehlen, welcher auch bereit ist, einem Jeden, der es verlangt, die näheren Beding»»» gen bekannt zu machen. Hanau den 24. Mai 1822. Rauch.
5. Herr und Frau Alewyn ersuchen auf ihren Namen nichts ohne baare Zahlung verabfolgen zu lassen.
7. Die ehemalige Behausung des Herrn $ijontc< riefabrikautens Wunderly an der französtsche» Allee, Nro. 411, habe ich als mein Eigenthum bezogen; ich bringe solches hiermit zur Kenntniß und wiederhole meine sichere Empfehlung im Gemmen / und Wappensteinschneiden ebensowohl im Merallstecheu.
C. Lieber, Hofgraveur.
8. Es wird eine noch gut konditionirte, mit starkem Schloß und Spangen versehene eiserne Kiste, von mittlerer Grösse, zu kaufen gesucht. Die Expedition sagt von Wem-
9. Ein blauer Regenschirm ist in meinem Haus stehen geblieben. Der Eigenthümer kann ihn bei mir abholen. J. Kasp. Wagner.
10. Sonntag den 3. Juni hat ein armer Dienstbote vor dem Stciuheimerthor ein braunes Halstuch verloren. Der redliche Finder wird gebeten, solches ßeße» ein Trinkgeld zurück zu geben.
11. Friedrich Karl Weis empfiehlt seine neu errichtete Ausschnilthandlnng in Tuch und dahin eine schlagenden Artikeln.
12. Es ist ein ginn seidener Regenschirm, oben am Stiele mit einem ^bezeichnet, verwechselt worden. Der jetzige Besitzer kcsselben wird gebeten, ihn gegen den ihm rugehörigen auszutauschen. Die Expedition dieses Blattes giebt nähere Auskunft.
13. Einem geehrten Publikum mache ich hiermit bekannt, daß ich mit dem 1. Jnlr L I. im Nähen, Sticken, Schlingen, und überhaupt in vorzüglichschöner Handarbeit, Unterricht zu ertheilen gesonnen bin; »»ermüdeter Fleiß wird stets dies Vorhaben begleiten. Auch nehme ich fortwährend Bestellung im Schöusticken so wie im Spitzenflü cke» an. Hanau am 3- Juni 1822.
Juliane, verehelichte Rudolph, wohnhaft bei Herrn Jung gegenüber dem goldenen Hammer.
14- Unterzeichnete hat die Ehre bekannt zu machen, daß bereits die Badezeit ihren Anfang genommen, und zu jeder Zeit Bäder zubercirek werden können. Wilhelmsbad den 1. Jnni 1822.
Wittwe Schweickhardt-
15. Auf dem Weg von Wilhelmsbad, der Chanssee vach Hochsradr, oder durch den Wald nach Dör» nigheim, ist ein ziemlich starkes spanisches Rohr mit Elfenbeinknopf und einem hellblauen Band- chen mit Silber durchwirkt verloren worden. Den redlichen Finder ersuche ich, denselben mir gegen einen kleinen Thaler cder den Werth des Stockes rinzuhändigen- Wittwe Schweickhardt, am Wilhelmsbad.
Besondere Bekanntmachung.
1. Die zur Ermunterung des einländifchen Kunst» steisses geordnete jährliche Gewerbarisstellnug wird in diesem Jahre zur Zeit der hiesigen Herbstmesse (den 19. August) statt haben, und ist ei» Preis, bestehend in einer silbernen Medaille und vier Wilhelmsd or, oder nach Befinde», in ei per goldenen Medaille für das voruiglichste Stück von jeder der hier folgenden Arbeiten ausgesetzt: 1) mittelfeine meinte und andere Tücher, welche sich durch Bereitung und innere Eure auszeichnen, auch mit den ausländischen P:eis halten. 2iFeine Leinwand. 3) Lederne Handschuhe. 4) Schreib» und Druckpapier, auch gefärbtes Papier. 5) Sohlen - oder Oberleder, nach englischer und Lirm» cher Art gegerbt. 6) Eisen - und Stahlmbette», auch Gußeisenwaaien, die sich durch Fleiss, geschmackvolle Arbeit und besondere Zweckmässigkeit auszeichnen, und welche im acmciuen Leben hau, fig gebraucht werden. 7) Kämme aus Scbils, kröte, Horn, Knochen und Elfenbein. 8) Pferdegeschirr und Reitzeug. — Die Stücke, womit die Der fertiger sich um die ausgesetzten Prämien bewerben, müssen, insofern sie nicht ein des nbe» res Fabrikzeichen führen, mit dem Namen des