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Beilage z u N k. 7. (i4.Febr.iL2?->
des Provinztal - Wochenblatts.
10. Zwei sehr schöne Kommoden von Nußbaumholz stehen billig zu verkaufen, bei dem Schreinermei- ster Schönan in der Fischergasse.
11 Da ich in meiner Plattirsabrike meine Druck, oder Preßmaschinen nunmehr zu jedem Gebrauche vollkommen eingerichtet habe, und sowohl Hohl - als Massivstucke von einer wie von beiden Seiten, je nachdem mir die Stampfen dazu gegeben wer, den, auf das feinste ausgeprägt werden können; so mache ich solches allen Freunden, unter der Versicherung der besten Bedienung und der billig« sten Preise zu halten, hiermit auf das Freundschaftlichste bekannt. Hanau am 6. Febr. 1822.
Anton Ott.
12. Frisch gewässerte Lapperdan 12 kr. pr. Pfund und neue Sardellen 32 kr. pr. Pfund bei
L u d w. H a u se n.
13. Es ist ein Flug schöner Tauben circa 10 Paar, wovon jedoch auch einzelne Paare abgegeben wer- den, zu verkaufen. Wo? sagt die Expedition.
14. Ein gut erhaltenes Fortepiano in Flügelform, noch wenig gebraucht, ist zu verkaufen. Bei der Expedition das Nähere.
15. Der bekannte Konversationslexikon, in 10 Bänden , nebst Supplementband, sämmtliche 11 Bände sehr gut gehalten, und baldfranz gebunden, ist billigen Preises abzugeben und Näheres bei mir zu erfahren. Fr. Hopf.
16. Bei Adolph Nietsch am Frankfurterthor sind ausser den gewöhnlichen Spezereiwaaren verschiedene sehr gute Weine in Faß, ganzen und halben Douteillen zu bekommen, nämlich weiffe und rothe Weine die Douteille zu 24 bis 36 kr., Muskatwein zu 48 und 56 kr., bester alter Mallaga zu 1 p. 20 kr. bis 2 fl., und ächter Madera zu 2 fl. 30 kr. die Douteille.
Vermischte Anzeigen.
1. Nachdem unterm 12. Dez. v. I. von kursiirstl. Ministerium des Innern unter andern die Gebühren für Inserate in das Provinzial- Wochenblatt dergestalt vorgeschrieben worden sind, daß von einer Spaltzeile gewöhnlicher Schrift für das erstemal nicht mehr als 2 kr., für das zweite- mal 1 kr. und für das drittemal ebenfalls 1 kr. erhoben werden sollen, so wird solches hiermit öffentlich bekannt gemacht. Damit nun auch bei der nunmehrige» Einrichtung die Ausgabe dieses
Blatts zur gewöhnlichen Zeit künftig geschehen könne, so sieht man sich genöthigt, den Termin zur Eingabe der Inserate statt auf Dienstag, nunmehr jedesmal bis zum Montag, Mittags 12 Uhr, zu bestimmen. Später eiulaufeude Jn- serate können alsdann erst im nächsten Blakte eine Stelle finden. Hanau den 13. Febr. 1822.
Die Expedition des Provinzial« Wochenblatts. Weiß.
2. Wegen der mir allerhöchst übertragenen Führung der hiesigen Landesschuldentilgungskasse mai che ich Folgendes bekannt: daß alle bisherige (Entrichtungen für die Einlösung der fälligen Obligationen und Zinscoupons bleiben, ausser daß künftighin die Kasse des Montags und Donnerstags von 11 — 12 Uhr, statt bisher Dienstags und Freitags, geöffnet ist. Hanan den 11. Febr. 1822. Kümmell, Regierungssekretar.
3. Hiermit benachrichtige ich Jedermann, daß die diesjährige Tüchersammlung für die Heilbronner Bleiche ihren Anfang nimmt. Die erste Versendung geschieht Anfangs März «nd wird von 14 Tage zu 14 Tage, bis Ende Juli, damit fortgefahren. Wilhelmine Cotrell, wohnhaft bei Hrn. Friedrich Fischbach, an der franz. Allee.
4. Auf das Handbuch des kurhessischen Militär-, Hof, und Civilsiaats für das Jahr 1822 nehmen wir noch Bestellung an. Hanau am 29. Jan. 1822. Waisenhausbuchhandlung.
5. Es werden alle diejenige, welche Ansprüche an die Stengelsche Masse zu machen haben, hiermit ersucht, ihre Forderung binnen hier und vier Wochen einzureichen, indem nach Verlauf dieser Frist sie mit ihrer Forderung zurückgewiesen werden. Zugleich werden diejenige, welche noch Zahlungen an diese Masse zu leisten haben, höflichst gebeten, dieselbe in oben angegebener Frist an Metzger meister Füll zu entrichten, indem sonst nach Ablauf dieser Zeit gegen die Ausbleibeude gerichtlich verfahren werde» wird. Hanau den 4. Februar 1822.
6 Sollte Jemand an den verstorbenen Handelsmann Michael Ganß noch Forderungen zu machen sich berechtigt glauben, so hat er solche bin, neu 14 Tagen bei einem der Unterzeichneten an, zuzeigen, und nach Richtigbefinden Befriedigung entgegen zu sehen. Hanau den 5 Febr. 1822.
Samuel Haust. Esaias Gruß.