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Preis zu verkaufen. Bei der Expedition das Nä­here.

6. Die Casselsche Allgemeine Zeitung hat in verschick neu Zeiten bei dem Publikum ein Interesse ge­funden und sich erhalten, wodurch jeder andere Beweggrund, den Erwartungen ihrer Leser zu entsprechen, noch zur besondern Verbindlichkeit erhoben wird. Unter den Auspizien eines Für- sien und seiner Regierung, welche die Wahrheit nicht für feindlich, und Schrift und Rede und die Leichtigkeit ihrer Kommunikationen, mir Ver­nunft und Urtheil gebraucht, für keine Uebel hal­ten, konnten wir auch im Laufe des nun ab- tanfeuden Jahrs auf bie Erhaltung des wesent­lichsten unserm Blatte oft so allgemein zugespro­chenen Karakters: Vollständigkeit der Mittheilung alles dessen, was die Zeit und ihre Geschichte bereifst, Be­dacht nehmen, und die zunehmende Zahl der Abon­nenten ist uns auch ein Maßstab gewesen für den Werth sowohl unserer Ansichten bei der Re­daktion, als für den Erfolg unserer Vcmühuu- gen.

Wir werden im künftigen Jahre unserm stets Vorgesetzten Ziel mit Sorgfalt zn entsprechen su­chen. Die Casselsche allgemeine Zeitung soll alle Nachrichten über Weltbegebcnheitcn, Politik, Verfassung, Staatsverwaltung, Gesetzgebung, Handel und Gewerbe, und überhaupt alles, was Beziehung auf den heutigen Zustand und das Be­dürfniß der Menschen hat, vereinigen. Um hier ordnende Uebersicht zu geben, wird sie, wie alle Zeit, die Aufmerksamkeit eines Theils stätig machen, in bett jedesmal sich ergebenden Bren tu p unkte n eines grösseru , anhaltender!! Interesse, durch ununterbrochene Ordnung und Folge der betreffenden Mittheilungen; dann aber auch al­les , was sonst näher oder ferner, mehr oder weniger dem Augenblick ungehörig, ein allgemei­nes Interesse reizt, nach Maßgabe der iuwoh- nenden Bedeutung, in seinem Vorn Hergang bneichucu.

Vor allem soll mitgetheilt werden, was unser Vaterland betrifft. Nächst allen Ernennungen oder Beförderungen, unb den wichtigsten Mo­menten der vaterländischen Gesetzgebung (der Ge­setze Verordnungen rc.), werden wir auch, was sonst unsere näheren Bepthungen (Cassel, Hes­sen rc., dann unsere Nachbarländer rc.) betrifft, mit Fleiß sammeln, und Mittheilungen, die man uns deshalb über Ereignisse oder über gemeitu unhige Gegenstände, Vorschläge rc. zusenden woll­te , gern und mit Beeifcrnug benutzen.

Der Lauf der politischen Begeben­heiten in allen Ländern wird schnell, treu und so vollständig als möglich berichtet werden. Die Der Handlungen in den repräsentativen S t a a r s v e r sa m m l u ug e u sollen mit demsel­

ben unausgesetzten Streben nach Vollendung und Zusammenhang geliefert werden, die man in un­serm Blatte vorzugsweise gewohnt war. Die gegenwärtige Session in Frankreich bietet dazu bereits Materialien und die im nächsten Jahre eröffnet werdende Sitzung des englischen Parla­ments, welche um so denkwürdiger seyn wird, als sie für jedes Zeitintcresse bestimmte Richtun­gen andenren muß, wird im entsprechendem Maaße unser Augenmerk erhalten. Die Ange­legenheiten des Orients, der mit einem Male mit einer tiefempfundenen Bewegung sein ver­wandtes aber bisher weniger geahntes Daseyn in dem Lebeussystem des Abendlandes verkündigt hat, werden wir mit Vollständigkeit mist feilen , und hier vor Allem durch Erläuterung und Angabe erläuternder Notitzen, die Thatsachen in Erken­nung und zur Beurtheilung zu bringen suchen. Die Geschichte der d e n r o p ä i sch e u Bewe­gung seit 1820 (in Spanien, Portugal, Nea­pel rc.) und die Begebenheiten in den grossen transatlantischen Reichen (Nord-und Süd­amerika ) , die zu entstehen und zu erwachsen be­ginnen, werden mit dem Interesse mitgetheilt werden, welches sie für uns, als Zeitgenossen so merkwürdiger Erscheinungen haben müssen. Aber nicht nach Politik und Ländcrabtheilungeu blos mißt sich das Interesse; Alles, worin die Menschen eine höhere Gemeinsamkeit vereint; auch geistliche-, wissenschaftliche und Kunstanstal- ten haben ihren Platz. In den Maunigfal- tigkeircn für Litteratur, Knust und Sitten werden wir fernerhin vereinigen, was wir aus der Litteratur (auch der politischen), voff Reisen, Entdeckungen, Vermehrung der Länder« und Völckerkuude, über Alterthümer, Künste und Sitten mitzutheilen haben, um die Zeit, und was sich in ihr begiebt, um so vielfacher abspie­geln zu können. Auch über Handel und Gewer­be (besonders mechanische Künste) treiben wir alle interessanteren Notitzen sammeln, und etwa an uns eingesandte gern aufnehmen. Vorschläge, Erörterungen zum Gemeinbesten, Aufforderun­gen zu löblichen Zwecken sollen uns immer will­kommen seyn. Das Blatt soll so oft als es nur thunlich, Beilagen erhalten, und man wird kein Opfer scheuen, auch durch dieses Mittel seinen Inhalt angemessen zu ergänzen.

Handelsberichte, Geld- und Wech­sel k n r se, nebst den'dahin einschlagenden fi­nanziellen Verordnungen der verschie­denen Staaten, desgleichen Anzeigen und Nachrichten über diesen Gegenstand werden eben­falls , nicht nur vollständig, sondern mit jener Schnelligkeit mitgetheilt, welche das Blatt auch für das handelnde Publikum nützlich machen kön­nen.