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ping. Die rührige Vereinskapelle umrahmte den Abend mit musikalischen Darbietungen. Um die Aufführung des Stückes hat sich der Vizepräsident, Hauptlehrer Strecker, besonders verdient gemacht.

Leineselde. Für die feelsorgliche Betreuung der hie­sigen höheren Schüler wurde eine Gruppe gegründet, die dem Neudeutschen Verbände angeglüdert ist. 23 junge Menschen scharten sich um die Wimpel, sie in einer feierlichen Andacht geweiht wurden. Erhebend war es für alle Teilnehmer zu sehen, wie die Jungen zwei und zwei den Eid auf ihr Bannerze chen leisteten.

Niederorschel. Zu Gunsten eines Orgelbaufonds führte der Kirchenchor das fünfaktige Volksstück „Die Lieder des Musikanten" auf.

Uder. Am Feste der Unbefleckten Empfängnis wur­den 22 Jungfrauen in unsere Kongregation ausgenom­men. Den Festtag beschloß eine abendliche Feier­stunde, in der durch die Au'sührung eines vieraktigen Schauspiels der Schutz der Mädchenehre in anziehender Weise dargestellt wurde.

Worbis. Sein 91. Lebensjahr vollendete der in der ganzen Umgegend bekannte Landwirt Heinrich Seeland.

Gelnhausen. Die zweite diesjährige Tagung des Windthor stbund-Gaues Hanau am Sonntag, den 11. Dez., in Gelnhausen war eine verheißungsvolle Fortsetzung des ersten Gauvertreter-Treffens. Eine große Anzahl Orte hatte politisch interessierte Jungmän­ne rentsandt, und eine überaus lebhafte Besprechung über die künftige Arbeit und die Zentrumsgrundsätze ließ eine ungeahnte Bereitschaft der Zentrumsjugend zur Aktivität erkennen. Die versammelten Jungmannen wurden sich klar darüber, daß steter politischer Eiser, gründliche Betrachtung der heutigen zeitaufwühlenden Ideen — des Marxismus sowie des Faschismus — und die nach den gewonnenen Einsichten radikal zu folgernde christliche Tat ihre politische Losung der Zukunft sein muß. Daß dabei unverrückbarer Leitstern die christliche Sozialtradition ist, ist selbstverständlich. Bevor jedoch an die Bearbeitung der brennenden Gegenwartsprobleme herangegangen werden soll, hat es ein erfahrenes Mit­glied der Zentrumspartei übernommen, in der nächsten Zusammenkunft — am 15. oder 22. Januar 1933 — die Jugend durch einen gründlichen Dortrag über die Zentrumsgeschichte und Zentrumstradition auf ihre wei­teren Arbeiten vorzubereiten. Nicht unvermerkt soll blei­ben die für eine politische Versammlung fast paradox wirkende einmütige Ansicht der Versammlungsteilnehmer darüber, daß Politik nicht das Leben auszufüllen ver­mag, daß vielmehr eine religiöse Verbindung mit allen Lebensbezirken erst den Menschen instandsetzt, auch ein guter Politiker zu sein. Mit dieser Einstellung soll es vermieden bleiben, das Leben der religiösen Vereine an den einzelnen Orten durch eine unsinnige Politisierung zu stören; vielmehr sollen von jedem Orte nur einige Jungmänner an dem jeweiligen Gautrefsen teilnehmen, auf die aber dann ganzer Verlaß ist. Die Versammel­ten trennten sich in dem Gedanken, der in der Eröff­nungsansprache durchgeklungen ist und der in diesen Kampfzeiten besonderen Sinn hat: daß bereitsein heute alles ist. Vorläufige Gauanschrift: Karl Nessel, Hanau, Hafenplatz 5.

Oberrodenbach (Krs. Hanau). Am dritten Advents­sonntag veranstalteten der katholische Jungmänner- und der Jungfrauenverein einen Theaterabend, der bei Be­rücksichtigung der Not der Zeit gut besucht war. Nach einem Schwank und einem Dolksmärchenfpiel kam zur Aufführung „Memento", ein Totentanz unserer Zeit von Korad Maria Krug.

Warburg a. £. Zur Erinnerung an die 700jährige Wiederkehr des Heimgangstages der hl. Elisabeth ist un­serer Stadt, besonders aber den Kranken in Stadt und Land die neue all^n Anforderungen der neuzeitlichen Heilkunde gerecht werdende Klinik St. Elisabeth gegeben worden. Ganz im Geiste unserer großen, sich an alle Kranken verschenkenden Helferin, ist Vorsorge ge­troffen, daß auch die von Krankenkassen betreuten Kran­ken in der neuen Klinik Aufnahme finden können, und wo ganz große Not, da wird, soweit die Möglichkeit dies zuläßt, die Pforte der Klinik auch nicht verschlossen sein. Durch die Einrichtung dieser Klinik ist nunmehr Das vor­dere Haus der Barmherzigen Schwestern, hier, Bahn­hofstraße 19, frei geworden. Dieses soll künftig eben­falls sozialen Aufgaben dienen: es soll nämlich ein Heim werden für alle, die allein stehen und sich ein ruhiges und angenehmes Unterkommen in Wohnung und Unter­halt, notfalls auch mit PUege sichern wollen. Gewiß werden da wohl meist ältere Personen in Betracht kom­men, aber das Schicksal zwingt ja oft genug auch jün­gere, gesunde Menschen so, daß sie dauernd oder auf län­gere Zeit hin auf Hilfe und Pflege angewiesen sind. Auch diesen will und soll das Heim St. Elisabeth eine Heimat werden.

Warburg a. £. Nach der neuesten Feststellung be­trägt die Einwohnerzahl der Stadt Marburg am 1. De- ?ember 28 582. Sie verteilt sich auf die einzelnen Kon­essionen wie folgt: Evangelische 24 730, Katholiken 3167, Juden 294, andere 391.

Eisenach. Die am Mittwoch, den 14. Dezember, stattgefundene Wochenversammlung der Jungmannschaft war zu einem musikalischen Abend ausgestattet worden: galt es doch, unsern neuen Herrn Pfarrer Hilden offiziell

in unsern Verein einzuführen. Zahlreich waren die Mitglieder erschienen. - Ausgesuchte Musikvorträge, ge­meinsamer Gesang, Vorlesungen und Ansprachen wech­selten miteinander ab. Einen wichtigen Punkt in der Programmfolge bildete die Uebernahme der Sturmschar- Jungmannschaft in den Jungm.-Verein, was sich in feier­licher Weise vollzog. Besonderen Beifall fanden die Worte unseres hochw. Herrn Pfarrers, welcher seiner Freude über das Wollen und Wirken unserer Pfarr­jugend Ausduck verlieh.

Heringen. Die hiesige kathol. St. Wigbertgemeinde hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens eifrig Anhänger um sich geschart. Unter den 40 Katholiken sind aller­dings nur 6 vollständig kntholi'che Familien, während die andern Katholiken in Mischehen leben. Aber auch letztere sind zuin größten Teil eifrige Kirchenbesucher. Von Gottesdienst zu Gottesdienst sind in der Kapellen­einrichtung Fortschritte zu verzeichnen. Als letzte Ver­besserung ist ein Ofen aufgestellt worden. Aber wichti­ger als die Einrichtung ist das christliche Bestreben zu bewerten. Konnte doch jetzt die zweite Taufe in der Kapelle vollzogen werden, an der die ganze Gemeinde leilnahin. Unser Hochw. Herr Pfarrer Herbert, Hers- feld, wies eingangs auf die Bedeutung des hl. Sakra­mentes der Taufe hin und hat wohl richtig gesagt, daß ein großer Teil der Anwesenden, diesem feierlichen Vor­gang beizuwohnen, noch wenig Glegenheit hatte. Groß ist die Freude, daß es unser Pfarrer Herbert möglich machen will, Weihnachten die Christmette hier abzuhal­ten. Für den 8. Januar ist eine Weihnachtsfeier vor­gesehen mit Kindervorträgen und Aufführung des Theaterstückes „Geben ist seliger als nehmen".

Aus dem Dekanat Erfurt. Vorweihnachtliche Stim­mung lag in letzter Woche über den katholischen Gemein­den des Dekanats. In den Jugendvereinen und Kongre­gationen fanden fast überall schlichte Adventsfeiern statt. So trafen sich am Mittwoch die Mitglieder der St. Lo­renz-Kongregation und beim milden Scheine der Adventskerzen sprach Herr Pfarrer Wand von der Be­deutung des Adventslichtes für unsere Notzeit. Vorlesun­gen und Musikstücke schufen die rechte Stimmung und ein Zwiegespräch zwischen Maria und Elisabeth brachte den Gedanken der unbefleckten Empfängnis sehr fein zum Ausdruck. Einen Höhepunkt brachte der Advents- abend des Katholischen Frauenbundes. Der große Saal der Villa hatte ein Feiertagsgewand an­gelegt, als gemeinsame Lieder den Abend einleiteten. Die Mitglieder des Jugendbundes unterhielten dann durch ein Weihnachtsspiel in Schattenbildern. Dann fand eine Ver­losung der selbstgefertigten Handarbeiten statt, dessen Er­lös für die Weihnachtsbescherung in den Horten und Kindergärten bestimmt wurde. In der katholisch en Volksschule III vereinigte sich am 18. 12. die Schul­gemeinde zu einer sehr eindrucksvollen Weihnachts­feier. Weihnachtslieder aller Klaffen umrahmten die scenenreiche Darstellung des Weihnachtsevangeliums. Höhepunkte bildeten die graziösen Reigen der Englein vor der Krippe und die sehr wirkungsvollen Bühnen­bilder. An die liturgische Feier schlossen sich noch einige muntere Aufführungen, die die deutsche Weihnacht zur Darstellung bringen sollten. — In derUnitas sprach in der letzten Versammlung Dr. Fleckner über die Wege zur berufsständischen Ordnung. — Im Katholischen Lehrerverein sanden sich fast alle Mitglieder zur Monatsversammlung zusammen. Vorsitzender Rektor Nolte bat zunächst den Obmann der Krankenkasse, Lehrer Mühr, zum Bericht über die Generalversammlung der Kasse in Berlin. — Den zweiten Teil des Nachmittags bildete ein sehr geistreicher Dortrag des Taubstummen- lehrers Rittmeyer-Erfurt über die Bedeutung der Lehrer­persönlichkeit für den Lehrer selbst, für die Schule und für das Elternhaus. Möchten doch feine auf tiefstem Stu­dium und reichster Lebenserfahrung fußenden Ausfüh­rungen den breitesten Schichten der Lehrerschaft und der gesamten verantwortlichen Oeffentlichkeit zugänglich ge­macht werden.

Bus der Ha«h>ag|gfoaft

Dackenheim. Neupriester Atzert feierte am vorigen Sonntag hier seine Primiz. Er ist ein Sohn des hie­sigen Oberpostinspektors Atzert, der aus Fulda stammt. Im Fuldaer Priesterseminar hat der jetzt Geweihte auch einen Teil seiner philosophisch-theologischen Studien ge­macht. Die beiden kleinen Schwestern des Primizianten empfingen während der Primiz aus der Hand ihres Bruders die erste hl. Kommunion.

St VomfakmskSssSer, Hünfeld»

Von den Hochwürdigsten Herren Bischöfen un­serer Genossenschaft, die im September dieses Jah­res zu Rom am Generalkapitel teilnahmen, ha­ben mehrere auch dem St. Bonifatiusklofter in Hünfeld einen Besuch abgestattet. Noch in den letz­ten Tagen weilten Bischof Breynat, aus dem Apostolischen Vikariat Mackenzie und Bischof Gotthardt, aus dem Apostolischen Vikariat Windhoek in unserer Mitte.

Das Apostolische Vikariat Mackenzie gehört zu den Ersmissionsgebieten Nordamerikas unb damit zu den schwersten Missionsgebieten der Erde. Vier-

Hä Jahre schon arbeitet Bischof Breynat in dieser Eiswüste am Heile der unsterblichen Seelen Un­ter seinen Missionaren sind auch drei deutsche Laienbrüder, von denen einer, Bruder Wilhelm Beckschäfer, schon neununddreißig Jahre in den Eismissionen tätig ist. In dieser langen Zeit ist der tapfere Bruder noch kein einziges Mal wieder in seiner alten Heimat gewesen. Er schrieb uns einmal, daß er für Spazierfahrten nach Europa keine Zeit habe.

Bischof Gotthardt hat sein Mifsionsgebiet im ehemaligen Südwestafrika. Während Bischof Brey­nat uns vom ewigen E:s und Schnee erzählte, konnte uns Bischof Gotthardt von anhaltender Dürre und Hiße berichten. In seiner Festpredigt, die er am achten Dezember, dem Ehrentage un= serer Unbefleckten Patronin, zu Hünfeld in der St. Bonifatiuskirche hielt, wies er darauf hin, daß es in weiten Gebieten seines Missionsbezirkes ein­undzwanzig Monate nicht geregnet habe, und daß damit die bereits überall auf der Welt herrschende Not gerade in seinem Mifsionsgebiete ins Niesen- hafte gesteigert werde. Eindringlich bat der Hock>- würdigste Herr die Gläubigen, doch in dieser Not die Missionen nicht im Stich zu lassen.

Klebte Wedel. Ilathridrteti

England. Die Grundsteinlegung der Ch'rift-Königs- Kathedrale zu Liverpool, die nach der Peterskirche das größte Gotteshaus der Welt zu werden verspricht, soll am 5. Juni 1933, dem Feste des hl. Bonifatius, voll­zogen werden. Die vorbildliche Freigebigkeit der Ka­tholiken dieser Erzdiözese ermöglichte bisher die Besei- ngung aller, selbst der größten Hindernisse.

Norwegen. Der neue Apostolische Vikar von Nor­wegen, Msgr. Mangers, ein Luxemburger, hielt seinen feierlichen Einzug in die St. Olaf-Kathedrale zu Oslo. Die nichtkatholische Presse berichtete mit wirklichem Wohlwollen über die Zeremonien und Empfänge. Am Tage nach der Inthronisation wurde Msgr. Mangers vom König von Norwegen empfangen.

Chicago. Der Ozeanflieger William S. Brock, der in Chicago an Krebs gestorben ist, wurde auf feinem Sterbebett in die katholische Kirche ausgenommen.

Amerika. An der Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten nahmen unter dem Vorsitz des Kardinal O'Con­nell von Boston 67 Erzbischöfe und Bischöfe teil Haupt­beratungsgegenstand waren die Maßnahmen, um den von der wirtschaftlichen Not Betroffenen zu Hilfe zu kommen. Ueber das Wirken der in fünf Hauptgruppen zusammengefaßten katholischen Organisationen auf ihren zuständigen Gebieten berichteten die mit ihrer Führung betrauten Oberhirten, wobei u. a. Bischof Schrembs den großen Erfolg der katholischen Radio-Stunde hervor­hob.

Indien. Der Jesuitenpater Paul Dent wurde jüngst in einer zu Allahabad (Indien) erscheinenden führenden Hinduzeitschrift („Sarasvati") wegen seiner Verdienste um die Entwicklung der Hindusprache, speziell der Hindi- Prosa gefeiert. Es handelt sich um einen erst vor ei­nem Jahr geweihten Jesuiten der Patna-Mission. Bei dieser Gelegenheit fällt die Zeitschrift das bemerkens­werte Urteil: „Es muß zugegeben werden, daß die Hindi-Prosa . . . ihren Ursprung den ersten christlichen Missionaren des Auslandes verdankt. Sie schufen für die Prosa der Hindi-Sprache die Form".

Japan. Die katholische Universität Tokio wird zur Zeit von über 700 Studenten besucht. Die Hochschule kann sich in jeder Hinsicht mit ihren Schwesterinstituten in Japans Hauptstadt messen, in ihrer Einrichtung übertrifft sie viele. Das neue herrliche vierstöckige Ge­bäude liegt im vornehmsten Viertel der Stadt, in der Nähe eines großen Verkehrsknotenpunktes, und be­herrscht die ganze Umgebung. Der Neubau bietet Platz für 1500 Hörer. Es ist nur noch eine Frage von Jah­ren, bis man zur vollen Ausnutzung der Räume gelangt.

China. Pater Rutten, der ehemalige Generalobere der Scheutvelder Genossenschaft, hat in Nordchina mit einem neuen Serum große Erfolge erzielt. Bei der jüngsten Epidemie, so wird aus Siwantze (Chagnr, Nordchina) berichtet, hat der Pater, der selbst früher Arzt war, auf einer 14tägigen Autotour, die über eine Entfernung von fast 1300 Kilometer führte, alle Mis­sionare und Christenfamilien des Bezirkes geimpft. Während die Krankheit sich in den heidnischen Ortschaf­ten ausbreitete, hatte die Mission und die christliche Be­völkerung nur einen Sterbefall zu verzeichnen.

China. Die katholischen Mädchenschulen Hongkong- werden von 1700 Katholikinnen und von 2800 nicht ka­tholischen Schülerinnen besucht.