Seife 16 / Nummer 51.
ohne daß es andererseits zu einem pilz- oder in- sekttötendsn Bekämpfungsmittel wirü AIs Zu- sah kommi nach Ansicht von Prof. Dr. ßubmiqs allenfalls Wasserglas in Frage. Man gibt Kg. Wasserglas auf 100 Liter Kalkmilch, wodurch ihre Haftbarkeit erhöht wird. Die Kalkmilch foO etwa lOpro^ntig sein. ö. h., in 100 Liter Wasser werden 10 Kg. gebrannter Kalk gelöst. Die Bäume, die im ganzen mit einem Kalküberzug versehen werden, zeigen ein freudiges, gesundes Wachstum. Ihr Laub ist prächtig grün gefärbt und behält bis in den gerbst hinein feine gesunde Farbe.
Sachgemätzer Bogel'djufi im Minier.
Mit dem Eintritt der rauhen Jahreszeit beginnen für unsere Vögel, soweit sie nicht in wärmere, futterreiche Gegenden gezogen sind, die Schwierigkeiten in der Nahrungsbeschaffung. Von den im Winter bei uns bleibenden Vögeln sind vor allem die Meisen zu erwähnen, die in der Schädlingsbekämpfung im Wald-, Obst- und Gartenbau eine ganz hervorragende Rolle spielen. Solange noch nicht Schnee den Boden bedeckt und Rauhreif die Rinde der Bäume mit einer festen Eiskruste überzieht, finden die Vögel noch überall Nahrung. Besonders im Winter werden die Eier und Larven der schädlichen Insekten aus ihren Verstecken hervorgeholt. Bei Raureif und Schnee sind auch diese Futterauellen verschlossen. Die überaus beweglichen Vögel sind gegen Hunger sehr wenig widerstandsfähig. Die im Winter aufae- fundenen toten Vögel sind in der Mehrzahl aller Fälle nicht erfroren. sondern verhungert. Es ist nachgewiesen, daß Meisen nach 16stündigem Hungern zugrunde gehen müssen Da es im Winter bereits um 5 Uhr abends dunkel und früh vor 7 Uhr nicht Tag wird, können die Vögel allein durch die ungünstigen Lichtverhältnisse 14 Stunden keine Nahrung aufnehmen. Finden sie dann noch in den nächsten zwei Stunden infolge von Schnee oder Rauhreif kein Futter, müssen sie den Hungertod sterben. Da aber die Vögel, besonders die Meisen, unsere besten Helfer in der Schädlinqsbekämp funa sind, ist es unsere Pflicht, ihnen in der Zeu der Not beizustehen, indem wir ihnen Futter reichen. Im allgemeinen wird aber gerade in der Winzer- fütterung mehr Schaden als Nutzen anqerichtet. Ganz ungeeignet sind Futterstoffe wie Brot, das gefroren oder sauer den Tod der Vögel herbeiführen kann Ebenso verhält es sich mit den Kuchen- abfällen. Besonders hingegen geeignet sind Son- nenblumenkerne, Hanf und ungesalzener Speck. Doch muß Körnerfutter geschäht vor Witterungseinflüssen gereicht werden, am besten in wetterharten Futterapparaten, und darf nie frei auf den feuchten Boden gelegt werden, wo es leicht vom Schnee verdeckt wird.
Wichtig ist auch seßt die Beschaffung und das frühzeitige Aufhängen von Nistgelegenheiten Die jetzt aufgehängten Höhlen werden von den Höhlenbrütern im Winter als Schlafplätze aufgesucht. Es wunde schon beobachtet, daß in einer kalten Nacht sich 8 bis 10 Meisen in einer solchen Höhle zusammenfanden. Die so im Winter benutzten Schlafhöhlen werden im Frühjahr besonders gerne zum Nestbau angenommen.
Rasieren — aber mit Verstand.
Auch beim Rasieren sann man sich von Gesichtspunkten leiten lassen, die ihre Begründung in gesundheitlichen Erkenntnissen haben. Zunächst einige ganz allgemeine Gedanken: Jede Rasur verursacht kleinste, bei Ungeschicklichkeit aber auch größere Risse in der Haut. Durch diese können natürlich Krankheitserreger eindringen. In Betracht kommen von solchen hauptsächlich diejenigen, welche die einfachen Eiterkrankheiten hervorrufen. So könnte Furunkeleiter übertragen werden, oder es kann Wundrose herbeigeführt werden und dergleichen mehr. Das kann man aber leicht vermeiden, indem man stets das eigene Rasierzeug benutzt und sich vor dem Rasieren sorgfältig die Hände wäscht. Einer weiteren Ueberlegüsslg ist die Seifenfrage wert, dazu die Frage, wie das Haar am besten für die Rasur vorbereitet wird. Zwei Stoffe sind da wesentlich: das Wasser und die laugigen Bestandteile der Seife (Natron- oder Kalilauge). Das Horn des Haares quillt durch das Wasser, und ibie Seife bewirkt seine weitere Erweichung. Auf den Schaum selbst kommt es gar nicht so sehr an; er hat nur den Zweck, das schnelle Eintrocknen während des Resierens zu verhindern. Man kann sich davon überzeugen, indem man sich das Haar nur mit Waschseife, Wasser und der flachen Hand vorbereitet. Es wird dann ebenso weich, trocknet aber sehr schnell wieder ein, da kein bleibender Schaum entsteht, wie dies bei der Verwendung von Rasierseife der Fall ist. Was die Waschseife ifelbft anbetrifft, so ist sie zur Vorbereitung der sRasur ganz vorzüglich, wenn sie auch nicht stark lschüumt. Sehr zweckmäßig ist es daher, wenn man Ifid) vor dem Rasieren mit solcher Seife wäscht. Wichtig ist überdies warmes, sogar möglichst heißes Wasser; denn es beschleunigt die Erweichung des Haares außerordentlich. Was noch den Pinsel an belangt, so dient er hauptsächlich nur zur Schaumerzeugung; eine besondere Aufgabe aber hat er nicht. An das Messer oder die Klinge sind vom hygienischen Standpunkt keine wesentlichen Anforderungen zu stellen, als daß sie sauber sein müssen. Zur Stillung von Blutungen nach dem Rasieren wird nun allgemein Alaunstein verwendet, der die Eigenschaft hat, die Gerinnung zu fördern. Unbedingt nötig ist er aber nicht; denn diese kleinen Blutungen kommen sehr schnell von selbst zum Stehen. Man braucht nur eine Zeitlang ein Taschentuch dagegen zu halten. Das Blut dauernd abzutupfen, ist nicht zweckmäßig; dadurch wich das verschließende Blutgerinnsel immer wieder weggewischt, und die Blutung hält län
ger an. Als Nachbehandlung für die Haut wird das Pudern sowie auch Waschen mit alkoholhaltigen Flüssigkeiten, insbesondere Kölnischem Wasser viel angewendet. Puder wie auch alkoholische Flüssigkeit haben den Vorteil, der Haut Wasser zu entziehen. Dieselbe ist nämlich durch Einpinseln sehr wasserreich geworden, und in diesem Zustande ist sie für das Eindringen von Krankheitskeimen besonders empfänglich.
Verschiedenes.
Kirchgeld. Neben der Kirchensteuer können die Kirchengemeinden noch das sogenannte Kirchgeld erheben von allen Mitgliedern der Kirchengemeinden (also auch von den Mitgliedern, die Kirchensteuern zahlen), die bei Beginn des Rechnungsjahres 18 Jahre alt sind und eigenes Einkommen oder eigenes steuerpflichtiges Vermögen haben. Unterhalt bei Tätigkeit im Haushalt oder im Betrieb desjenigen, der den Unterhalt gewährt, gilt als eignes Einkommen, z. B. bei Haussöhnen und Haustöchtern.
llnterhallsanspruch. Durch die Annahme an Kindesstatt hat das uneheliche Kind die rechtliche Stellung eines ehelichen Kindes erlangt und es ist dadurch genau so wie ein eheliches Kind verpflichtet, die Adoptiveltern im Notfalls zu unterhalten, sofern es dazu nach seinen Einkommens- und Vermögensverhältnissen ohne Gefährdung seines eigenen standesmäßigen Unterhalts imstande ist. Der Ehemann des Adoptivkindes ist aber zum Unterhalt seiner Schwiegereltern nicht verpflichtet.
Gemeinschaftliches Testament. Eheleute können ein gemeinschaftliches Testament in folgender Weise errichten. Einer der Ehegatten schreibt eigenhändig: „Testa- ment. Wir, die Eheleute . . . (Vor- und Hausname des Mannes) und . . . (Vor- und Geburtsname der Frau) setzen uns gegenseitig zu Erben unseres gesamten Nachlasses ein. Ort, Datum und Unterschrift des Ehegatten, der dies geschrieben hat." Der andere Ehegatte schreibt eigenhändig darunter: „Ich, .... erkläre, daß das vor- stehende Testament auch als mein eigenes gelten soll. Ort, Datum und Unterschrift des anderen Ehegatten." Das Testament können die Eheleute selbst aufbewahren, es aber auch beim Amtsgericht hinterlegen.
Heilkraft des Zwiebelsaftes. Um das Ausfallen der Haare zu hemmen, reibt man die gelichteten Stellen der Kopfhaut mit einer durchschnittenen Zwiebel ein, eder besser noch mit einer Abkochung von Franzbranntwein, Klettenwurzeln und Zwiebelsaft. Auch gegen Nasenblu- ten hilft Zwiebelsaft mit Essig gemischt, sowie bei Insektenstichen als Linderungsmittel. Auch als Desinfektionsmittel hat sich die Zwiebel bewährt. Hände und Lippen mit frischem Zwiebelsaft eingerieben, schützen die Krankenpflegerin vor Ansteckung. Durchschnittene Zwiebeln im Krankenzimmer verteilt, desinfizieren dasselbe genügend, wenn keine ansteckende Krankheit vorhanden ist. Bei dieser ist stets die vorgeschriebene amtliche Desinfektion vorzunehmen.
Wenn der Schuh drückt. Drückende Schuhe sind immer eine reichlich unangenehme Sache, besonders, wenn der an den Fersen anliegende Teil des Schuhes besonders hart ist. Ein Helfer ersteht uns hier in feuchtem Zeitungspapier, mit dem mehrere Stunden vor dem Anziehen der Schuhe der Ferfentcil fest ausgestopft wird, Auf diese Weise werden die harten Lederteile weich und passen sich dem Fuß ohne Beschwerden an.
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