„W vrauqe keine Misflvn, der Planet kann lange aui Ach marken"
vor Jahren chemisch untersucht und festgestellt, daß cs reine; Wasser sei, doch auch sie wußten nicht an zugeben woher es komme. Die Priester der N'- kolaikirche von Bari stillen Tropfen dieses Wassers, welches das „Manah des heiligen Nikolaus" heißt, in Flaschen und schenken es den gläubigen Betern die kommen, um dem hl. Nikolaus eine Bitte dop zutragen. Und zahlreiche Briefe, die in der Basilika aufgehoben werden, beweisen, daß der Heilige den Bittenden auch geholfen hat. Dasselbe zeigen die vielen und oft sehr rührenden Geschenke an die die Beter deren Bitte erfüllt wurde, in der Krypta gelassen haben: Bilder, Leuchter, Kerzen, Lampen ja selbst Achselstücke von Offizieren, welch-, die Fürbitte des Heiligen vor der mörderischen Kugel bewahrt hat.
Die Schatzkammer der Kirche, die uns jeßt der verwaltende Priester öffnet, birgt herrliche Werke der Kunst und der Goldschmiederei, Kelche, von russischen und deutschen Kaisern gestiftet, — bV unter einen wunderbar geformten Kelch des Mit telalters, eine Nürnberger Arbeit. — sie birgt vor ollem, in einem schönen Religuienschmuck, einen Dorn aus der Dornenkrone des Erlösers, die früher im Kirchenschatz des heiligen Nikolaus ihren Platz gehabt haben soll. Wie von Hunderten von Personen, darunter den Behörden der Stadt Bar', glaubhaft und ehrenwörtlich versichert und notariell bezeugt wurde, hat dieser Dorn am Karfreitag dieses Jahres, als er, wie gewöhnlich, in der Kar- freitagsprozeffion feierlich umgetragen wurde, eine blutrote Färbung angenommen, — und ebenso wie der Ursprung des seltsamen Wassers aus ten Gebeinen des hl. Nikolaus war auch dieser Vorgang „wissenschaftlich" nicht zu erklären. Die Gelehrten sprachen von einem „Phänomen", — die einfachen Leute von Bari aber nennen das „Phänomen" mit einem anderen, und auch wohl richtigeren Namen: Sie nennen es „Wunder" . . .
Ja, die stolze Basilika des hl. Nikolaus in Dari ist voller Wunder und Geheimnisse. Die Geschichte, das Seelen- und Glaubensleben eines Volkes, der Apulier, steht zwischen diesen Mauern ge schrieben-, man muß nur hinschauen, um sie ah= W'esen. Und wenn man durch diese Kirche geht, spürt man zum ersten Mal, daß die Leute von Apulien, de Leute von Bari mehr sind als bloße Geschäftsleute und Seefahrer, — daß sie ein frommes und gläubiges Volk sind, das neben dem Verstand auch Gefühl und ein reiches religiöses Innenleben hat. Und diese Entdeckung ist wohl die schöklste, die man unter den Geheimnissen der Kirche des hl. Nikolaus in Bari machen kann . . .
Eine WschnKchZsboSfchsft
des Stellvertreters Christi.
Aus Rom wird gemeldet, daß der Papst zu Weihnachten eine neue loyale Kundgebung a's Weihnachtsbotichast an die Welt erlassen wird, welche bereits ausqearbeitet sei. Dieselbe weist auf bie Entvölkerung vieler Länder durch die Kinder- lofigkeit der Ehen hin und schildert sie als eine ber größten Gefahren der Gegenwart. Als dis wahrhaft Schuldigen bezeichnet der Papst nicht die unteren Volksklassen. sondern dir besißenden Volksschichten. Denn diele hätten schon seit längerer ^seit dem Volk das schlechte Beispiel freiwilliger Kinderlosigkeit gegeben und sie hätten auch dem Arbeiterstand eine Lohnregelung verweigert, welche den Familien es möglich machen würde, eine größere Zahl von Kindern ohne allzu große Armut und Sorge großzuziehen. Der Papst erhebt hier wieder, wie schon Leo Xiii., öfe Forderung daß ein Arbeiter normaler Weite einen Lohn haben müsse, der es ihm ermögliche, eine Familie zu funden und zu erhalten. — Das Papsttum welches immmer ein Schützer der Menschrechte' war zXugt auch hier wieder, daß gerade die armen Schichten des Volkes in ihm einen selbstlosen freund und einen tapferen Verteidiger haben. Die leniaen. welche der Kirche vorwerfen, daß sie vom Kapitalismus gekauft" und ein .Feind der Armen" sei sagen das Gegenteil von der Wahrheit Die katholischen Arbeiter lösten das erkennen und ihre Kirche gegen die Angriffe religionsfeindlicher Parteien verteidigen.
Es ist manchmal höchst merkwürdig, wie solchen Redensarten die Strafe auf dem Fuße folgt. Der reichste Bauer eines Dorfes war am Sonntag abend mit drei Fechgenoffen im Gasthaus, gerade als die große Gnadenzeit einer Volksmission für die Gemeinde begann. Es suchte einer den anderen damit zu übertrumpfen, daß sie die Unzweckmäßigkeit einer solchen Veranstaltung von ihrem allwissenden Standpunkte aus beweisen wollten. Höhnend und brüllend sagt endlich der wohlhabendste von ihnen, als ob ihm seine Scheunen und Häuser für alle Seelenbelange genügten: „Prost! Der Pfarrer kann für sich selbst Mission halten: mich bringen sie nicht hinein, ich habe keine notwendig!" Als er das Bierseidel an die Lippen setzen wollte, brach er tot zusammen. — Die drei Augenzeugen haben ihren Sinn geändert und bei keiner Predigt gefehlt. Der Tod selbst hatte die erschütterndste Ein- leitungspred'.gt im Gasthof gehalten und für die Beteiligung gesorgt
Inschrift an einem Kruzifix.
Trag dein Kreuz, so trägt es dich Zur besseren Heimat sicherlich! Doch murrest du, so drückt es sehr Und weichet dennoch nimmermehr. W i r f st du e s a b, so glaube mir. Ein neues, schwereres nahet dir!
WastifberitMe.
— Fulda, 3. Dez. Am heutigen Buttermarkt bezahlte man für das Pfund Landbutter durchschnittlich 120 RM., für Eier 13 Pf. pro Stück und für Gänse je Pfund 65 bis 70 Pf.
= Fulda, 3. Dez. Zum heutigen Schweinemarkt waren 167 Ferkel aufgetrieben. Die Preise betrugen für Ferkel bis zu 6 Wochen 5, bis zu 8 Wochen 9 und für solche bis zu 13 Wochen 13 RM. Größere Tiere wurden über Notiz bezahlt.
ND. Frankfurt, 5. Dezember. (Erg. Drahlber.) Es wurden bezahlt für je einen Zentner Lebendgewicht :
- Rinder: Ochsen: Vollst. ausgem. Höchst. Schlachtwert, jüngere 27—30, ältere 23—26, sonst, fleischige, jüngere 22—20.
Bullen: Jüngere vollst. höchst. Schlachtw. 24—27, sonstige vollst, oder ausgem. 20—23.
Kühe: Jüngere vollfl. Höchst- Schlachtw. 23 bis 25, sonstige vollst, oder ausgem. 20—22, flei lchige 17—19, gering genährte 12—16.
Färsen: Vollfl. ausgem. höchst. Schlachtw. 28—30, vollfleischige 24—27, fleischige 20—23.
Kalber: Beste Mast- und Saugkälber 30—33, mittl. Mast- und Saugkälber 26—29, geringe Kälber 19—25. Schweine: vollst Schweine von 240—300 Pfd. 37—40, ooUfl. Schweine von 200—240 Pfd. 36—40, vollfleischige «chweine von 160—200 Pfd. 35—39, vollfl. Schweine oon 120—160 Pfd. 32—35. Auftrieb: Rinder 1390, Ochsen 283, Bullen 125, Kühe 505, Färsen 410, Kälber 670, Schafe 143, Schweine 4320! Marktverkauf: Rinder schleppend, Ueberstand: Kälber und Schafe schleppend, geräumt: Schweine schleppend, geringer Ueber- stand
MW« Gaben
ßn,bl)e*!-3£’fu-Uerein: Burghaun 7.80, Niederorschel Aegidius Heiligenstadt 55.40. Jena 30, Beberstedt l^nmitüau 29.40, Desgl. für ein Heidenkind 21. Kath Lyzeum Kassel 36, Mackenzell 36.72, Neustadt an der Orla 2.50, Struth 95, Wachstedt 20 RM.
Zo;epks-pße«Arg.
(3ur Heranbildung bedürftiger Pliesteramtskandidaten).
Bei der Fuldaer Actien
druckerei gingen ein:
Ungenannt
3. Tr. d. a. Seelen
Fulda amba Stieben Ungenannt
N. d. M.
10-
2.-
5.-
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A.2.-
Dietershausen “
Kerzell 3. E.d. bl. Joi. t.e „._.
Aveldo SL cof. bilt 1-
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Pilgerzell
„3. E. d. hl. So'. z. D. 3- Elchen ell Uw gute Priesters.— U erSberg N. d. Di. 1- Rönehauien „ i -
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N. d. M.
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Rüthemann 3-E.d.bl. Jos. 0.50
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Biargretenhaun N. d. M. 1.-
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Dei Joseph Schmitt ginge- ein:
Dietges Tietges Dietges Detqes Dietges DöUeack Tirtges
N. d. M.
3. E.d. bl. Ant.
N. d. M.
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Briefe in ein Kloster. Bon P. Peter Lippert, S. I. 231 Seiten. Halbleinenband Nm. 4.20, kart. 2.80. Verlag I. Kösel u. Fr. Pustet, München. Peter Lippert, der begnadete Seelenführer und unnachahmliche Psy. chokoge, hat dieses neue Buch zu einem Zeitpunkt herausgegeben, zu dem Tausende, die in den Wirrnissen und Kämpfen bet Gegenwart stehen, abgestoßen von dem chaotischen Ge- be, ihren Blick auf die Klosterzelle richten. Obwohl höchst individuell in der äußeren Sonn, hebt Lippert an jeder persönlichen Frage doch so deutlich auch das allgen-in Gültige hervor, daß sich tiefe Seelenführungsbriefe entlieh an alle jungen Gottsucher unserer Tage rich >.. An dem Schicksal seines Schützlings, der, aus dem Kriege heimgekehrt seine Reifeprüfung ablegt, ins Kloster eintritt, Priester wird und nach einigen Jahren im Dienste Gottes und der ihm anvertrauten Jugend aus dieser Welt geht, zeigt der Verfasser, wie die religiösen Ideale des Mönchtums mit den Anlagen eines echten, liebenswerten Menschentums zu einer abgerundeten Persönlichkeit zusammenklingen.
Geschichten aus der Bibel für die ganz kleinen. Von Dr Elly R e i n i n g e r. (Mit Bildern von Philipp Schumacher und Felix Baumhauer.) 8° (VIII u 44 S.) Freiburg im Breisgau 1932, Herder. Kartoniert 1.40 Mk. Erwachsene können sich wohl darüber unterhalten, ob es denn überhaupt richtig sei, dem Kind, ja vielleicht sogar dem Drei- bis Vierjährigen, die heilige Schrift nahezubringen. Aber die Unterhaltung wird von dem Kind selbst dadurch abgeschnitten, daß es sich über die kleinste Erzählung vom Jesusknaben freut und gern die Ereignisse aus dem Neuen Testament in sich aufnimmt Kein Wunder! Denn die Bildhaftigkeit, Kürze und Lebendigkeit einzelner Abschnitte müssen ja auf das Kind wirken. Als ein kleines Ereignis im Jugendschrifttum darf man nach alldem das Erscheinen des Büchleins „Geschichten aus der Bibel für die ganz Kleinen" ansehen. Geschrieben hat das Büchlein eine Mutter dreier Kinder. Diese zwiefache Eigenschaft der Oesterreicherin Elly Reininger wird in dem Buch auf das schönste deutlich: die „Geschich- :en aus der Bibel" sind ebenso klar im Aufbau und in der Sprache wie einfühlungsstark und mütterlich plaudernd in der Form.
von kleinen Freunden Gottes. Ein Lehr- und Gebetbüchlein für katholische Kinder. Unter Mitwirkung erfahrener Lehrer und Seelsorger herausgegeben von Professor Dr. theol. Ernst Christoph. Kunstleder 1.50. Schulausgabe 1.—. Georg Fischer, Verlag, Wittlich. Dies neue Lehr- und Gebetbüchlein für Kinder will durch Anschauung und Beispiel, in Bild und Wort, in das Leben einer einfachen Familie einführen. Tief religiöse Eltern mit wohlerzogenen Kindern bilden die Grundlage aller Borbilder. Die Vorgänge sollen sich, ohne übertrre- iene Ausschmückung, möglichst nahe an die Wirklichkeit les Alltagslebens halten. Ueberall ist die Verbindung des Religiösen mit dem ganzen Tun und Treiben unaufdringlich angestrebt.
Gottesdienftordnunq»
Sonntag, den 11. Dezember 1932.
Fulda. Dom. Leichtgelegenhelt: Samstag vormittag V6—8 Uhr, nachm. 2- 3 Uhr für die Kinder, s5—7 Uhr und von L,8—P-9 Uhr für Erwachsene. Sonntag vormittag von V 6 Uhr an. Gottesdienste: V26, 6, 737, 7 Uhr hell. Messen. In der Marienkapelle um 7 Uhr hl. Hesse und Kommunion sür den Jungmännerverein. 8 Uhr Pfarramt mit Predigt und hl. Kommunion des 6. Schul- ahres. ’MO Uhr Kaihedralamt mit Bljch. Assistenz und Festpredigt. 3/« 11 Uhr Christenlehre für die Jünglinge. 7412 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. V2 Uhr Advenis- ndacht. 2 Uhr Christenlehre für die Jungfrauen. 4 Uhr irtbigt mit Segen. 6 Uhr Herz -Mariä -Bruderschafts- lndacht mit Segen. 2 Uhr und '75 Uhr Auflegen der Reliquien des hl. Sturmius Bollkomm. Ablaß. Wochentags : '>26, 6, */i7, 7, 718, 9 Uhr hl. Messen, mit Austlg. der hl. Komm. Montag 5 Uhr Advenisandacht mit Segen. — Stadtpfarrkirche. Beichtgelegenheit: Samstag nachm. 3—7, 7*/2—8^2 Uhr,-Sonntag trüb 6—7 Uhr. Sonmags- gottesbienfte: 61« Uhr heilige Messe. 7 Uhr Heilige Messe und Kommunion des Iungmännervereins und der übrigen Jünglinge 8'/« Uhr erster Kindergottesdienst, Predigr.unü Kommunion des 6. Schuljahres. 9‘ - Uhr 'Pfarramt und Predigt. 11 Uhr zweiter Kindeigotlesdienst und Predigt. LV» Uhr Christenlehre der Jungfrauen. 2V» Uhr Bruder- chaft von der Todesangst des Herrn. Die hl. Kommunion Dird von 6—V»8 Uhr jebe halbe Stunde gespendet, außerdem um 8^/4 und 9L< Uhr. Werklagsgottesdienste: 6V», 7, 73 4 und 8* 2 Uhr heilige Meßen. Mittwoch, Freitag und Samsiag sind Quatemberfastlage, des Morgens um 61'» ilhr Beichtgelegenheit. Freltaa nachmittag 51/» Uhr beginnt die übliche Advenisandacht, die jeden Nachmittag zur selben Zeit bis Weihnachten gehalten wird. — 3um hl. Geist. Beichtgelegenheit: Samstag nachmittag 4—6 Uhr. Sonntag früh 6—7*/» Uhr. Gottesdienste: Morgens um 7 ilhr Frühmesse und Ansprache. 8 Uhr Lochamt, feierliche Ausnahme in die Iungmänner- Kongregation: auch Kommunion für das 6. Schuljahr. ^11 Uhr Kindergottesdienst und Ansprache. p?12 Uhr Christenlehre für die Jungfrauen. 5 Uhr Adoenis-Andacht. — St. Joseph. Beichlgelegenheit: Samstag 2—3 Uhr für Kinder, 5—7 Uhr für Erwachsene und Sonntag morgens von Vr7 Uhr ab. Gottesdienste: Vi8 Uhr Austeilung der