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Seite S / Hummer 50.

Italien die Freimaurerei auf bas strengste ver­boten ist. Der Widerspruch ist sehr interessant. In Italien wird man von dieser 9la$chi^ jedenfalls nicht erfreut sein. Die vor einiger Zeit aufge­tauchte Information, daß man in Italien eine Ab­art der englischen Freimauererei zugelassen habe, hat sich nicht bestätigt, und es ist daher der Vorfall von Sofia jedenfalls als sehr eigenartig zu be­zeichnen.

Amerika.

Der neue Bürgermeister von Newyork Mc Kee, hat eine aufsehenerregende Aktion gegen Schmutz und Schund unternommen. Er hat in Newyork die Schließung zweier Theater, die ausschließlich anstößige Bühnenstücke, sogenannte „Burslesken", zur Aufführung brachten, angeordnet. Er begrün­dete sein Vorgehen damit, daß er nicht als „Re­former" des Theaters auftreten will, sondern daß seine Verordnung lediglich einem elementaren Ge­bot öffentlicher Ordnung und öffentlichen Anstands entspricht. Die große Masse des Volks nimmt an solchen Vorführungen Anstoß. Diese mögen zwar einem beschränkten Kreis der modernen Generation gefallen, aber sie bedeuten eine Gefahr für die all­gemeine sittliche Wertung. Der Geschmack dieser Kreise dringt nicht bis in die Tiefe des allgemei­nen sittlichen Empfindens. Er bewegt sich aus einem Niveau der Schamlosigkeit und Unzucht, wie es bisher noch zu keiner Zeit der menschlichen Ge­schichte öffentlich geduldet worden ist. Es darf auch jetzt nicht geduldet werden, wenn überhaupt noch irgendwelche Normen der Marol und des Anstandes aufrecht gehalten werden sollen.

Argentinien.

Der Kapitelsvikar der Erzdiözese Buenos Ai­res, Mfgr. Santiago Luis Copello, hat in einem Hirtenfchrerben offiziell angekündigt, daß „mit Got­tes Willen der 32. internationale eucharistische Kongreß im Oktober 1934 in Buenos Aires statt­finden wird." Mfgr. Copello weist darauf hin, daß Argentinien den ersten internationalen eucharisti­schen Kongreß in Südamerika beherbergen wird; zugleich ernennt er die vorläufigen Komitees zur Vorbereitung des Kongresses. Der Sekretärad­junkt des Permanenten Komitees der internatio­nalen eucharistischen Kongresse, P. Boubè, der bei seinem Besuche von Santa Fe, Parana, Rosario und Cordoba von Senator Thoma R. Cullen be­gleitet worden war, hielt von der mätigen Station Pplendid, L. R. 5, aus eine Radioansprache über die Ziele des Kongresses. Eine Vortragsreihe wird auch Senator Cullen, der frühere Unterrichts­minister und nunmehrige Rektor des Nationalkol­legs in Buenos Aires, veranstalten.

Der Kongreß ist auf den 14.—16. Oktober 1934 als der geeignetsten Jahreszeit angesetzt. Vorgesehen sind u. a.: ein Kindertag, an dem über 50 000 Kinder die heilige Kommunion emp­fangen werden; ein Sodalentag mit einer Pilger­fahrt zum Nationalheiligtum unserer L. Frau von Lujan; die Schlußprozession vier Kilometer lang

Menschen kaum Zweckmäßigeres und also auch Billige­res schenken können als ein solches Nachschlagewerk Das Lexikon der Pädagogik der Gegen­wart ist in diesem Jahre vollständig geworden. Es umfaßt zwei Bände (60.80 Mk.). Neben den drei Hautthemen: Religionspädagogik, Kunstpädagogik, Mo- ralpädagogit werden darin alle erzieherischen Randge­biete, Hilfswissenschaften, pädagogischen Faktoren des heutigen öffentlichen Lebens behandelt. Das Staats­lexikon (je 31.50 Mk.) ist durch den fünften Band nun auch komplett. Ueber die Aufgabe des Nachschlage­buchs hinaus ist es Berater im gesamten Bezirk des Staatswesens und des Sozialen. Das Lexikon für Theologie und Kirche ist bis zum vierten Band vorgerückt (Band I unb II je 27 Mk., III 30 Mark, IV 30 Mk.). Man darf auch von ihm „einzigartig!" sagen insofern, als es keine zweite Enzyklopädie katho­lischer Theologie gibt, die gleich dieser alles auf Reli­gionswissenschaft oder Kirche Bezügliche umfaßt und alle Teildisziplinen und Grenzgebiete einbezieht. Und dann Der Große Herder! Die Erardellung die­ses „neuen Lexikontyps" steht gegenwärtig im Mittel- punkt des Herderschen Verlagsschajfens. Begonnen wurde mit der Herausgabe um die Jahresmitie 1931 — jetzt sind schon die ersten drei Textbände (je 34,50 Mark in Halbleder) und der Atlas erschienen. Um die Bekanntmachung dieses wirklich zc^ - " zeitgercchten Allgemein-Lexikons haben r^.r u^ j^n

durch die großen Verkehrsadern der argentinischen Hauptstadt. Die bürgerlichen Behörden haben je­de Unterstützung zugesagt.

Oie Lage der katholischen Kirche in Schweden.

Die Schwierigkeiten, mit denen die katholische Kirche in Schweden zu rechnen hat. sind außerordentlich groß. Auf eine Bevölkerung von fast 6 Millionen Einwohnern entfallen ungefähr 4000 Katholiken, die im ganzen Lande zerstreut wohnen und von 10 Stationen aus durch 18 Priester versorgt werden. Die Errichtung neuer Stationen in diesem Lande, wo die bestehenden Statio­nen meist schon einige hundert Kilometer voreinander entfernt liegen, ist dringend notwendig. Schweden ist ein katholisches Diasporagebiet im strengsten Sinne des Wortes. Die paar bescheidenen kleinen Schulden, mit denen ein ganz einfaches Internat besonders für die­jenigen Kinder verbunden ist, deren katholische Erzie­hung gefährdet ist, sind durchaus ungenügend und be­finden sich zum größten Teil in einem unwürdigen Zu­stande. An eine Schule mit erweitertem Elementar- oder Mittelschulunterricht für Knaben und Mädchen kann infolge Mangels an Geldmitteln überhaupt noch nicht gedacht werden. Die 4 Pfarr'chulen sind so arm­selig eingerichtet, daß katholische Eltern wegen ihrer gesellschaftlichen Stellung sich oft gezwungen glauben, ihre Kinder in die vorzüglich ausgebauten Staatsschulen zu schicken, während sie nur für den Religionsunterricht in die Pfarrschule kommen. In einem Lande, das eine so hochstehende Kultur hat wie Schweden, ist es aber auch notwendig, würdige Gotteshäuser zu bauen sowie Schulen mit einem Internat zu errichten, wo die Jugend nach katholischen Grundsätzen zu tüchtigen Christen erzogen wird. Das eine wie das andere ist für die Entwicklung der katholischen Kirche in Schwe­den durchaus notwendig. In Gotenburg, der zweit­größten Stadt Schwedens und der größten Handelsstadt des sLandes, sich die augenblickliche kleine Kirche, die, von Lagerplötzen und Fabriken umringt, im Hafenquar­tier liegt, das Pfarrhaus, die Pfarrschule und die Woh­nung der Schwestern mit dem kleinen Kinderinternat ganz baufällig geworden, und man ist durch die Stadt lerpflichtet worden, binnen drei Jahren alles neu zu rauen. Wegen der hohen Baukosten in Schweden be­deutet das ein fast übermenschliches Werk.

Jesus.

Der berühmte protestantische Geschichtsforscher Leopold von Ranke faqt über Jesus: „Unschuldi- geres und Gewaltigeres, Erhabeneres und Heili­geres hat es auf Erden nicht gegeben als seinen Wandel, sein Leben und sein Sterben: in jedem einer Sprüche weht der lautere Eottesodem; es ind Worte, wie Petrus sich ausdrückt, des ewigen Lebens, das Menschengeschlecht hat keine Erinne­rung, meldjer diese nur von ferne zu vergleichen wäre." — Und selbst ein Mann wie Napoleon I. Dar so hingerissen von der Persönlichkeit Christi, laß er begeistert sprach: „Das geringste Wort von ihm trägt das Siegel einer Einfalt und Tiefe, welche den Unwissenden und den Weisen einneh- sten, sofern sie nur darauf achten. Nirgends sonst indet man eine solche Reihe schöner Gedanken, schöner sittlicher Grundsätze; sie defilieren wie die Bataillone himmlischer Heerscharen und erwecken in unserer Seele dasselbe Gefühl, das man bei der Betrachtung des unendlichen glänzenden Sternen- folche Mühe gegeben, daß es für hier genügt, kurz zu lagen: Dem christlichen, vor allem dem katholischen Menjchen wird da an Stelle des bloß auskunfterteilen- den „Ponverfations"- ein wirkliches Bildung s- ^^kikon gegeben, das im Geistigen wie in der praktischen Wirklichkeit keinem Besitzer tüchtiger und weitschauender macht. Wenn wir auf unsere Einlei­tungssatze zurücksehen, uns an das Motto „Schenkt nicht

Praktisch ° Wirklichen, sondern auch dem Geiitig-Seelischen im Menschen!" erinnern — dann fin« oen wir, daß dieser „Große Herder" wohl das Univer- u fist den katholischen Menschen in diesem in konnte. Wer aber aus Geldgründen nicht aufs Ganze zu gehen vermag, der sei auf die Einzel- ausgabe des Welt- und W irtfcha fts a tl as (Halbleder 42,50 M.) zum „Herder" verwiesen, der ein in sich geschlossener Band ist. Es ist dies ein praktisches Handbuch zur Weltpolitik und Weltwirtschaft, das die politischen und ökonomischen Zusammenhänge zwischen Staaten und Kontinenten so einfach wie genau zeigt. Nirgendwo sonst ist heute das Bild der Erde und der Beziehungen jeglicher Art zwischen ihren Bewohnern so scharf, übersichtlich, umfassend zu finden.

Mach mein herz bereif! Adventbüchlein. Zehn bunte Biwer mit handgeschriebenen Verslein von J. Bohatta- 7-mi-^ Muf h^.»^- m Karton gedruckt. Ge- i^-uraw-pattuuz Mark 1—0. Aerlag Joseph Müller,

Himmels in einer schönen Nacht empfindet* » Als in Gegenwart des Königs Friedrich II. ein Gelehrter an Jesu Bergpredigt mäkelte, da sagte der König: „Mein Lieber, hätte Christus nur bas eine Wort gesprochen: Alles, was ihr wollt, das euch die Menschen tun sollen, das sollt auch ihr ihnen tun, — er würde damit mehr gesagt haben als ihr mit eurer ganzen Philosophie!"

Eine edSe Frau.

Vor etwa drei Wochen v rde in Köln ein Geld- briefträger auf seinem Die tgang ermordet. Die Nachricht von der rohen Tat, die nicht nur ein Menschenleben vernichtete, sondern auch eine Fa­milie ihres Ernährers betraute, erregte gewaltiges Aufsehen und allgemeine Empörung gegen den Verbrecher.

Eine schlichte Frau aus dem Volke, der offen­bar das Schicksal des Postboten besonders zu Her- 3en ging, erschien am Tage nach dem Bekanntwer- den der Tat an der Pforte eines Kölner Klosters, brachte ein Opfer von 3 Mark und bat, man möge eine heilige Messe für den ermordeten Geldbrief- träger halten. Die näheren Erkundigungen erga­ben, daß die Frau den so jäh aus dem Leben Ge­schiedenen nur von seinen Dienstgängen her kannte und als einen leutseligen, gewissenhaften Beamten schätzte.

Es gibt noch edel denkende Menschen, es gibt noch wahre Nächstenliebe auf der Welt.

Wessen Eigentum?

Auf einer Ausstellung waren einst allerlei schöne Sachen, Bilder, Statuen von Marmor usw. Und auf den schönsten und zugleich begehrtesten Sachen stand ein Zettelchen: „Unverkäuflich, Eigen­tum des Kaisers." Auch in unsere Seele ist von Gott hineingeschrieben „Eigentum Gottes", denn ehe wir noch waren, rief er uns schon mit Namen und hat uns in seine Hand gezeichnet. Benehmen wir uns stets wie Gottes Eigentum? Hat jemand einen Besitz, ein Eigentum, dann läßt er sich von niemanden etwas dreinreden, er kann tun und lassen, was er für gut findet, noch dazu, wenn ihm an diesem viel gelegen ist.

Wir sind Gottes Eigentum. Daß ihm an uns viel gelegen ist, beweist, daß er seinen einzigen Sohn für das Leben der Welt dahingab; was er nun mit uns vorhat, ist immer das Beste, wir brauchen uns bloß in feine Daterarme zu werfen und für ihn uns sorgen zu lassen. Eigentum Got­tes . . . ! Vergiß es nicht!

BetmifditES

Geburtenbeschränkung und Ehescheidung. Ein ameri- kanischer Arzt, Professor Alfred Cahen von der Colum­bia-Universität, hat festzustellen versucht, wie sich die Ge­burtenbeschränkung auf die Zahl der Ehescheidungen aus­wirkt. Er veröffentlicht folgende Ziffern: 63 Prozent aller Ehescheidungen entfallen auf Ehen, in denen keine Kinder vorhanden sind; 20 Prozent auf Ehen mit einem Kind; 9 Prozent auf Ehen mit 2 Kindern; 3 Prozent auf Ehen mit 3 Kindern; 1 Prozent auf Ehen mit mehr als vier Kindern

München 13, Friedrichstraße 18. Die Zeit, die dem Kommen des Christkinds vorangeht, ist für die Kleinen eine Zeit besonderer heimlicher Freuden und Ueberra- schungen. J. Bohatta-Morpurgo weiß dies in ihrem neuen Büchlein mit den entzückenden Bildern an.N>au’ lich lebendig zu machen. Sie zeigt in diesem Buchlein die ganze erwartungsvolle Vorfreude der Kinder aus das Weihnachtsfeft in Wort und Bild. Und wie ver­steht sie es, den Kindern „Bravsein" leicht und froh zu machen. Das Schönste an dem Büchlein aber ist, baß es in unübertrefflich kindertümlicher Art bartut, wie auch schon die ganz Kleinen teilhaben können an der besten Adventfeier: anderen Freude zu machen.

Letzte Erinnerungen an Guido von Fontgalland. Deutsch von Johannes Wendtner. 12°. 96 Seiten

Text und 9 Bilder in Kupfertiefdruck. Karton Mark 1. Verlag „Ars sacra" Josef Müller, München 13, Fne- drichstr. 18. Leben für Kinder erzählt, schenkte uns die letzte Zeit gar manche. Aber ein Leben das uns ms Wunderreich einer großen Kindesseele selbst hineinsuyrr, die Rätsel einer heroischen Kindesseele uns enthüllt, dürfte eine Seltenheit geblieben sein. Mit Pius X. und seinem Ruf an die Kinder, zum Heiland zu kom­men, ist das Jahrhundert des Kindes angebrochen und ein Blütenfrühling für Kinderseelen ins Land gezogen. Nun öffnet sich uns im vorliegenden Büchlein bereits r ganze Zauber einer solchen Kindesfeele.