Seife 16 / rö*rT?*' 19.
Plätzchen aussticht, dann noch etwas ruhen läßt und aus gewachstem Blech backt.
Falscher Blätterteig.
250 Gramm gut abgelaufene Matte (Quark) streicht man durch ein feines Sieb, gibt dazu 250 Gramm Mehl, etwas Salz und 210 Gramm in Stücke geschnittene Kunstbutter, verarbeitet alles zu einem feinen Teig, rollt ihn aus, sticht mit dem Weinglas runde formen aus, bestreicht diese mit Eigelb und bestreut sie mit Vanillezucker. Sie werden lichtgelb gebacken.
Tarteletts.
140 Gramm Kunstbutter rührt man schaumig, gibt 70 Gramm Zucker und 170 Gramm Mehl dazu, bereitet daraus schnell einen Teig, rollt ihn aus, sticht runde Plätzchen und ebenso viele Ringe aus, bestreicht die ersteren mit Ei, legt auf jedes einen Ring, bestreicht diesen mit leichtem Schnee, bestreut den Schnee dick mit Zucker, spritz über diesen etwas Wasser, backt die Formen und gibt in die Mitte eines jeden etwas Marmelade oder Gelee.
Schwedische Schnitten.
(5 bis 6 Tage vorher bereiten.)
125 Gramm Kunstbutter wird mit 75 Gramm Zucker und 1 Ei schaumig gerührt, dazu gibt man 1 Messerspitze Salz, % Backpulver und etwas abgeriebene Zitrone, knetet % Pfund Mehl dazu und läßt den Teig über Nacht ruhen. Andern Tags rollt man ihn dünn aus, schneidet zwei gleich große Teile, bestreicht einen mit Marmelade, setzt den anderen auf, schneidet mit ei= nein scharfen Messer 3 Zentimeter breite, 6 Zentimeter lange Streifen, bestreicht sie mit Eigelb und backt sie schön gelb.
2^- Pfd. Mehl, 1 Pfd. Honig, 1 Pfd. Zucker, 1 Eßl. Butter, 2—3 Eier, 1 Teel. Nelken,
Lebkuchen.
5 Gr. Kardamonen,
10 Gr. Anis,
10 Gr. Hirschhornsalz
10 Gr. Pottasche,
1 Eßl. Zimt,
10 Pfefferkörner (gemahlen),
10 Gemürzkörner
Das Mehl wird mit den Gewürzen gemischt, Hirschhornsalz hinzugefügt, Honig und Butter er würmt und etwas erkaltet dazugegeben, dann die Eier, zuletzt die Pottasche, die in etwas warmem Wasser gelöst wird.
Die Eidotter sind so blaß. Bei Gebäck und Klößen ist die schöne gelbe Farbe ein wesentlicher Anreiz für
den Gaumen, oft sind aber die Eier, die man bineintut, so blaß an Farbe, daß man, auch wenn man sich sorgfältig an die Vorschrift hält, nur ein unansehnliches Gericht oder Backwerk zustande bringt. Es ist daher ratsam, die Eier vor dem Vermengen mit dem Teig gut mit ein wenig Salz zu verquirlen, die Farbe wird dadurch erheblich kräftiger.
Kolke Fütze.
Aeußere und innere Ursachen sind an dem weitverbreiteten Uebel der kalten Füße schuld. In vielen Fällen sind kalte Füße gleichbedeutend mit nassen Füßen; denn wer z. B. mit dünnen Strümpfen und leichten Schuhen durch regennasse oder schneefeuchte Straßen stampfen muß, der wird leicht nasse und damit kalte Füße bekommen. Hier hilft nur festes Schuhwerk und sofortiges Vertauschen der nassen Schuhe und Strümpfe gegen trockene, sobald man zu Hause angelangt ist.
Zuweilen beruhen kalte Füße aber auch auf einer inneren Störung des Blutumlaufs, die in einer krankhaften Veranlagung begründet ist, so bei blutarmen Menschen oder bei alten Leuten, deren Blutumlauf verlangsamt ist. In vielen weiteren Fällen tragen wir aber auch selbst an dem Vorhandensein kalter Füße schuld, nämlich dann, wenn wir durch unzweckmäßige Kleidung die Blut- zirkulation künstlich erschweren. Das geschieht durch das Tragen zu enger Schuhe und Strümpfe und vor allem durch rund um das Bein herumlaufende Strumpfhalter, die zu straff gezogen sind. Vieles Sitzen, das teils burd) die Art der Berufstätigkeit bedingt wird, teils einer gewissen Trägheit entspringt, behindert gleichfalls den Blutumlauf und kann so zu kalten Füßen führen. Man suche daher, sich so viel wie möglich Bewegung zu machen und den Blutumlauf eventl. durch warme und kalte Wechselbäder anzuregen.
Gleichfalls eine Quelle für die Entstehung kalter Füße bildet der Schweißfuß. Hier wird durch die Verdunstung des abgesonderten Schweißes Kälte erzeugt. Häufiges Waschen und Baden der Füße mit nachträglichem Einstreuen eines austrocknenden Puders dürfte dabei gute Dienste tun. Gegen die vom Fußboden her aufsteigende Kälte, die sich besonders bei zwangsweisen Arbeiten in Räumen, unter denen nicht geheizt wird, entwickelt, schützt man sich am besten durch Auslegen von Fußmatten oder durch Einwickeln der Beine in ein warmes Tuch.
Denkt an Die hungernden Vögel im Vinter r
Der Beginn der kalten Jahreszeit mahnt uns an unsere Pflichten der Vogelwelt gegenüber, wenn Schnee und Eis ihre Ernährung gefährden, ganz besonders darf im Winter unsere Liebe zu unseren gefiederten Freunden in Wald und Flur nicht versagen. Es war bereits und wird auch in Zu- tunst Ehrenpflicht jedes Vogellchüßers und jedes - Bogelliebhabers bleiben, nach Möglichkeit alles zu tun, was der Vogelwelt über die schwerste Zeck des Jahres hinweghelfen kann. Ein Hinweis mag noch angebracht seiniwildernde Haßen sind von den Futterplätzen fernzuhalten. Es ist schon bei Anlage solcher darauf zu achten, zumal diese Feinde der Vogelwelt so überhand genommen haben, denn die Katze gehört in das Haus, in freier Wildbahn ist sie stets ein Schädling an der heimischen Vogel- welt.
Honig als Heilmittel.
Viel zu wenig wird der Honig von der deutschen Hausfrau gewürdigt. Man tauft heute teure Pillen zur Verjüngung, erfindet Kuren und Massagen, um lange seine Jugendkraft und Frische zu erhalten und denkt nicht daran, daß der Honig ein unübertrefflicher Jungbrunnen ist. Er erhöht die Leistungsfähigkeit, regelt die Verdauung, heilt und beruhigt kranke Nerven und verbessert die Körpersäfte.
Ein Glas kaltes oder lauwarmes Honigwafier vor dem Schlafengehen getrunken ist ein harmloses Schlafmittel, das bei Leichtneroösen niemals versagt. Bei geringem Appetit sollte man mehrere Male am Tage Honigwasser trinken, denn es regt die Magennerven an und verhindert gar zu großen Verfall der Kräfte. Honig ist das Kräftigungsmittel für alle schwachen und alten Leute. Unschätzbaren Dienste leistet er auch den Kranken. Honigwasser nährt und lindert den Fieberdurst. Bei Husten, Heiserkeit und Halsschmerzen ist er ein schnell und sicher wirkendes Linderungsmittel; man nimmt ihn dazu am besten heiß gemacht; mehrere Male täglich einige Eßlöffel.
Für Kinder ist Honig die beste Süßigkeit und sollte ihnen so oft wie möglich gegeben werden. Er fördert das Wachstum und vermindert die Anfälligkeit der Kinder für ansteckende Krankheiten.
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