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auch weiter erhalten bleiben möaen. Herr Pater Mushoff - Heiligenstadt, der die Mission geleitet hatte, sprach seine Freude aus über diesen Abend, der ein Zeichen der Heimatliebe und Glaw benstreue sei. Möge die Jubelfeier auch wirklich für die ganze Pfarrei eine Quelle des Segens fein!
Bieber. Als weitere Frucht der Volksmission konnten am 1. Adventssonntag 42 Frauen in feierlicher Weise in den hiesigen Mütterverein neu ausgenommen werden Nach einer Ansprache des Präses legten die Asp.rantinnen gemeinsam das Gelöbnis ab, treu den Vereinsstatuten zu sein. Der hiesige Mütterverein zählt jetzt 141 Mitglieder. — Am Feste des hl. Andreas begingen die Eheleute Günther das Fest der goldenen Hochzeit. Morgens um 9 Uhr war feierlicher Gottesdienst in der Pfarrkirche, bei dein das Jubelpaar das Eheversprechen erneuerte. Unter Anteilnahme der vielen Verwandten und der ganzen Gemeinde fand eine kleine weltliche Feier statt, bei welcher der Orkspfarrer die Glückwünsche des Hochwürdigsten Herrn Bischofs nebst einem schönen Andenken und die Wünsche der Regierung mit einem nahmhaften Festgeschenk überbrachte. Abends brachte der Gesangchor des Männervereins, dessen treues Mitglied der Jubilar ist, ein Ständchen. Auf viele Jahre!
Volkmarsen. In körperlicher und geistiger Frische feierte am27. Nov. die Witwe Hugo Schmand ihren 80. Geburtstag. Frau Schmand ist schon seit 40 Jahren eifrige Leserin des Bonifatiusboten und hat ein arbeitsreiches Leben hinter sich.
Neustadl (Krs. Marburg). In einer sehr anregenden Versammlung der hiesigen Ortsgruppe der Zentrumspartei hielt Rektor Dietrich-Kasiel ein gründliches politisches Referat, an das sich die Neuwahl des Vorstandes und damit die Neuorganisation der hiesigen Zentrumspartei anschloß. Erster Vorsitzender wurde Herr Richard Braun.
Eisenach. Seit Errichtung des Kreuzes im Mai des Elisabethjubiläumsjahres unterhalb der Wartburg bildet sich der Brauch, daß am Feste der Heiligen viele Katho- lilen unserer Stadt dorthin pilgern, um an der Stelle der Ausübung der Werke der Karitas durch die Wartburg- heilige auch außerhalb der Kirche der Wohltäterin zu ge denken. — Am Dienstagabend fand im Saale des Hotels „Zimmermann" eine Versammlung des Volksvereins mit Vortrag statt. An Stelle des verhinderten Generaldirektor van der Velten sprach Rektor Michels von der Zentralstelle über das Thema: „Unser Gestaltungswille in Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft". — Die Zentra ms- partei hat zur heutigen Stadtratswahl eine eigene Liste ausgestellt. In den Jahren 1924—1928 waren wir Katholiken durch ein Mitglied im Stadtrat vertreten und es ist außerordentlich zu bedauern, daß bei der letzten Wahl im Jahre 1928 dieser einzige Vertreter wieder ausgefallen ist. Der Spitzenkandidat der Zentrumsliste ist Herr Reichsbahnamtmann Jos Wegener, seit 30 Jahren hier wohnhaft und mit den hiesigen Verhältnissen vertraut. Katholiken, denkt an eure Aufgabe, denkt an eure Schule, wählt unseren Mann'
Aus dem Dekanat Erfurt. Am vergangenen Sonntag fand im großen Saale des Erfurter Ge- jellenhau'es eine Kundgebung der Erfurter Männer und Jungmänner statt, wozu die Arbeitsgemeinschaft der katholilchen Vereine eingeladen hatte. Der Vorsitzende Herr Otto Kugel, konnte eine große Zahl erschienener Gäste begrüßen. Dann sprack- in einem zweistündigen Vortrag Herr Rektor Michels von der Zentrale des Volksver- e n s aus M Gladbach. Seine Ausführungen waren eine Klage über den kulturellen und religiösen Zeriall unserer Gegenwart und zugleich eine Anklage aller Kräfte und Strömungen, die uns immer mehr einem allgemeinen Ruin entgegenführen. Nur eine Kraftquelle vermag der versinkenden Welt Rettung zu bieten. Es ist das Christentum. Allerdings ein Christentum der Tat. das mit dem Gebot der von Gott geforderten Nächstenliebe endlich vollen Ernst macht „Traget Christum in b i e W e l t". Mit einem ernsten Appell zu tatsroher Laienarbeit schlossen die bedeutsamen Ausführungen. Herr Dompropst Dr Freusberg dankte dem Redner im Namen der Ei- . furter kathol. Männerwelt und mit dem begeistert gesungenen Christ-Königslied fand die große Kundgebung ihren würdigen Abschluß. — Am Montag-Abend waren die Vorstände aller kathol. Vereine in den Saal des Erfurter Marienstiftes eingeladen. W ederum sprach Herr Rektor Michels und zeichnete em erstreckendes Bild des sittlichen und religiösen Zerfalls in Sowjet-Rußland. — Märchenspiel in der S i Urlula-Schule. Am Sonntag den 27. Noo.. wurde von den Schülerinnen der Erundschulklasjcn des UrulmemSlciters das Märchen: „Die Gäniehirtin am Brunnen" aukgetührt. Das Spiel bot der zahlreichen Zuhörerschaft zwei Stunden großen künstlerischen ®?= m s Die Hauptdarstellerinnen gefielen eben'o durch gr heg'? Aussprache als durch ihre graziösen Bewegun- aen. Die Kostüme waren wirklich könialich-kostbar und
verbanden sich mit den wirkungsvoll zusammengestellten Bühnenbildern zu einer märchenhaften Schönheit. Reicher Beifall dankte den kleinen Künstlerinnen und wir wünschen der wackeren Schar auch für die Ausführung am 4. Dezember wieder ein volles Haus, zumal der Reinertrag für die Winterhilfe bestimmt ist.
— Gera. Mit dem diesjährigen Patronatsfest St. Elisabeth und dem Anbetungssonntag verband der Katholische Kirchenchor bei einer kirchenmusikalischen Visitatio die kirchliche Feier seines 30. Gründungstages. Unter sicherer Führung seines Dirigenten, Herrn Lehrer Edmund Witzel, bot der Kirchenchor nach künstlerischem Orgelvorspiel: „Du bist's, dem Ruhm und Ehre gebühret" von Joseph Haydn, den 150. Pslam von J. I. Veith-Bonn, das Tontum ergo von Franz Schubert, und den Schlußchor aus Franz Philipps: „Sancta Elisabeth." Erzpriester Plewka zeichnete in seiner Kanzelrede die katholische Kirche, die gottbestelltc Hüterin der Offenbarungsarbeiten, als Mutter der schönen Künste, also auch des Kirchengesanges, durch alle Jahrhunderte und dankte dem Kirchenchor für die im letzten Kirchenjahr der Gemeinde gebotene seelische und künstlerische Erquickung und Erbauung. Sakramentaler Segen und feierliches Orgelnachspiel beschlossen die weihevolle Abendstunde, die uns wieder einmal alle Diasporanot vergessen ließ.
Bickenriede. Unser Pfarrherr Nikolaus Görich, der bereits eine umfangeriche Ortschronik über feinen früheren Wirkungsort geschrieben hat, veröffentlicht nunmehr im Duderstädter Heimatverlag von Alois Mecke eine umfangreiche Geschichte des ehemaligen eichsfeldischen Zisterzienserinnenklosters Anrode, die für jeden Heimatfreund viel des Interessanten bietet.
Berlingerode. Am Buß- und Bettag, dem Gedenktag unserer Gefallenen, hielten die GefeUenvereine des Hahle- tales hier ihre Bezirkstagung.
Bernierode. In der Kundgebung unserer Volksvereinsortsgruppe sprach Generaldirektor van der Delden- M. -Gladbach über die praktischen Auswirkungen unserer Weltanschauung in Familie und Volk, Beruf und Wirtschaft, Politik und Staat.
Birkungen. Die Eheleute Heinrich Regener und Frau Elisabeth, geborene Stabermann, feierten ihre Goldene Hochzeit.
Bodenrode. Auch unser Kirchlein erhielt nunmehr ein neues Gewand, das Kirchenmaler Krohmer-Geismar geschaffen hat. Der Altaraufbau, der architektonisch von Herrn Schuchardt-Geismar ergänzt wurde, findet seinen Abschluß in einem farbenprächtigen Deckengemälde. Opferfreudigkeit der Einwohner und auswärtiger Boden- röder haben das Werk ermöglicht.
Bischofferode. Unsere Gemeinde hatte in den letzten Tagen das Glück einer heiligen Mission. Die Gnadentage wurden von allen Dorfeingesessenen eifrig genutzt.
Geismar. Die Jungmännervereine des Bezirkes Hülfensberg hielten hier ihren Sturmtag. Nach der Andacht zogen die Jungmannen mit ihren Wimpeln in den Hof des Schwesternhauses, wo Rektor Wenzel-Dingelstädt den Sinn des Sturmtages darlegte. Gedichtvorträge und gemeinsame Lieder bildeten den Abschluß.
Großbartloff. Landwirt Franz Henning feierte mit seiner Ehefrau Emilie geborene Hahn die goldene Hochzeit. Die Ehe war mit 12 Kindern gesegnet von denen allerdings bereits vier aus dem Leben geschieden sind.
Heiligenstadt. Der erste Kreistag des neuen Bezirks Eichsfeld der DJK. erfreute sich eines starken Besuches und wurde mit einem Gottesdienst in der Neustädter Pfarrkirche eröffnet. Kaplan Gogolin begrüßte die Gäste, vor allem den neuernannten Bischöflichen Kommissarlus Buch, Geistlichen Rat Knoch, den Kreisleiter Rieke-Hannover und den Diözesanpräfes der Gesellenvereine, Vikar Bolte-Heiligenstadt. Nach einem Vortrag über die neue Wertung bei den Spielen der DJK. von Verbandsspiel- wart Bürger-Düsseldorf sprach Kommiffarius Buch. Mit starkem Beifall wurde der Beschluß von der Versammlung ausgenommmen, nach dem Schulrat Heddergott zum Ehrenmitglied des Kreisvorstandes ernannt wurde. Nach Beratung der eingegangenen Anträge wurde der Kreisvorstand gewählt. — In der Generalversammlung des Elisabethenvereins begrüßte Prälat Heddergott den neuernannten Kommissarius Buch, der später das Wort ergriff und über die geistigen Werke der Barmherzigkeit sprach. Den Jahresbericht, aus dem hervorging, daß 70 Pakete mit Wäsche und Lebensmitteln verteilt wurden, 62 Erstkommunikanten mit Strümpfen, Wäsche und Kleidungsstücken unterstützt werden konnten und einige Familien die gesamte Ausstattung von Kindern übernahmen, erstattete Frau Rat Kramer. Im Berichtsjahr wurden 2400 Portionen Essen und 481 Brote verteilt. Prälat Heddergott, der in herzlichen Worten des verstorbenen Propstes Poppe gedachte, schloß die Versammlung mit Dankesworten an alle, die im Geiste der hl. Elisabeth gearbeitet haben. Einen wirkungsvollen Abschluß der Versammlung bildete die Vorführung des Films „Sankt Elisabeth in unseren Tagen".
Kallmerode. In voller geistiger und körperlicher Rüstigteit feierte das Ehepaar Alois und Elisabeth Breitenstein seine goldene Hochzeit. Als Besitzer des
„Weißen Rosses" sind die Ehejubilare in der weiteren Umgebung bekannt und geschätzt.
Leinefelde. Uhrmacher Wilhelm Sander feierte mit seiner Ehefrau Anna, geborene Mayer, die Goldene Hoch- l zeit.
Marlh. Zu einer großen Kundgebung gestaltete sich ; die Volksvereinsversammiung, zu der sich alle Gemeindemitglieder in der Gemeindeschenke zusammenfanden, j Während der erste Teil dem Gedächtnis der Gefallenen i gewidmet war, sprach im zweiten Teile Volksvereins- ; fefretär Giesen über das Thema: „Volk und Religion". ' Um die Gestaltung dieses eindrucksvollen Abends hat sich unser allverehrter Herr Lehrer Herbst in ganz besonderer Weise verdient gemacht.
Martinfeld. Allgemeines Bedauern löste die Ver- setzung unseres Pfarrvikars Wewer aus, der einem Rufe i seiner Behörde nach Küllstedt folgt. Die ganze Gemeinde bereitete chm eine herzliche Abschiedskundgebung und 1 wünscht ihm auf seinem ferneren Lebenswege viel Glück. {
Niederorschel. Am Bußtag fand für die Jungfrauen- 1 vereine des Bezirkes Kessel im Vereinshaus eine Tagung statt. 40 Vertreterinnen der acht Vereine hatten sich ein- : gefunden.
Rimbach. Sein silbernes Jubiläum als Altarist konnte Martin Strecker von hier feiern. Ebenso lange ist er als Rendant tätig.
Silberhausen. Nunmehr wurde auch in unserer Pfarrei ein Gesellenverein gegründet, dem sofort 43 Mitglieder beitraten.
Schachtebich. Die Mutter unseres Herrn Pfarrers, l Frau Gremmler, die dem Haushalt ihres Sohnes in 1 voller Rüstigkeit vorsteht, feierte ihren 80. Geburtstag. I
Dauernkursus in Bad Soden vom 11. bis 16. Dezember.
Unter Mitwirkung des zuständigen Fachreferenten j an der Zentrale des Volksvereins, Herrn Dr. Eg. 1 Schneider, findet vom 11.—16. Dezember im Marien- ; heim zu Bad Soden ein Bauernkursus des Volksvereins statt. Die wichtigsten Fragen des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens auf dem Lande sollen in Vortrag und Aussprache behandelt werden. Die Teilnahme am Kurse ist kostenlos; für die Verpflegung berechnet die Hausverwaltung pro Tag 2 Mk.; Naturalien wie Butter und Eier und auch Brot, nicht aber Fleischwaren, werden unter entsprechender Verrechnung in Zahlung genommen. Für die Teilnehmer aus weiteren Bezirken im Alter von mindestens 25 Jahren kann aus vorhandenen Mitteln ein Reisezuschuß gewährt werden. !
Anmeldungen zur Teilnahme gehen an den Leiter . des Kursus, Kaplan Schmand, Mittelkalbach, Post Neu- ] Hof, Kreis Fulda; an die gleiche Adresse sind auch die . Bewerbungen um den erwähnten Reisegeldzuschuß zu richten; dabei ist der selbst geschriebenen Bewerbu ig des ’ Jungmannes auch ein selbst geschriebener Lebenslaus beizufügen. Wenn das Bauerntum erstarken will, müssen die Besten aus ihm sich so schulen, daß sie genügend Kenntnisse und eine geistige Bildung besitzen, chne die ein Führer brr Verantwortung nicht gewachsen ist.
Katholische Zügen-, heraus!
Bald geht wieder ein Jahr deutschen Lebens zu I Ende Unser Führer Heinrich Brüning hat es ein Jahr der Enschcidungen genannt. Sie sind eingetroffen. Heiße Kämpfe wurden im Kleinen und Großen gerungen. Katholische Jugend war oft in banger Sorge.
Und doch: es dünkt uns allen nur Vorgeplänkel gewesen zu sein. Der große Kampf zwischen Christ und Antichrist steht uns noch bevor. In Ausmaßen ' und Formen, die wir kaum zu ahnen vermögen.
Jeder Tag schreibt in solcher Zeit Geschichte. Geschichte unseres deutschen Volkes. Dem wir entsprossen sind und zu dem wir uns bekennen — aus Gedeih und Verderb. Keiner weniger als unser« deutsche Jugend. Wir, von denen einige gar nichts und andere alles hoffen. Die wir die Schöpfer des neuen Deutschlands fein werden: wir werden sie sein — oder wir werden nicht sein.
Das ist unsere Aufgabe: Das Reich zu bauen. Das Reich, für das unsere Urväter gestritten haben, auf daß es erblühe in der Morgenfrische und im Lichte göttlichen Glaubens. Das Reich, das unsere Väter und Brüder uns aus dem Weltbeben des großen Krieges retteten. Wir wollen es bauen. Unserem großen Führer, dem geraden Kämpfer Windthorst, ihm, der verschrien und verlästert worden wie selten ein Staatsmann, ihm ist unsere Bewegung geweiht. Zu seinem Geiste bekennen sich all die Fähnlein katholischer Jugend unseres Gaues im Kinzigtal und Freigericht, die in ihren Reihen: