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Seile 2 / Nummer 49.

seine Junger mit Stolz berichteten, daß sogar die bösen Geister ihnen untertänig seien, hat er ihnen zuaerusen:Freut euch nicht darüber, daß die bö­sen Geister euch untertan find sondern daß eure Namen in den Himmel geschrieben sind." Wo­durch werden aber unsere Namen in den Him mel geschrieben? Neben dem Besitz des Glaubens bildet die llebuna der Liebe die Eintrittskarte zum Himmelreich.

Das war denn auch die Gesinnung und Praxis bet Kirche und ihrer Diener von Anfang bis zum heutigen Tag Haben nicht die Apostel Almosen gesammelt und ausgeteilt? Haben sie nicht durch Einrichtuna des Diakonates die Liebestätigkeit in der Kirche organisiert? Hat nicht ein hl. Nikolaus (6. Dez.) mit vollen Händen Geld und Gaben aus- geteilt, wobei die Linke nicht wissen sollte, was die Rechte tat? Hat nicht der hl. Ambrosius (7 Dez.) stets für die Armen und Unterdrückten Par­tei genommen? Erhebt nicht in unserer Zeit der Stat-halter Christi, der Papst, laut seine Stimme zugunsten der Armen? Ist es nicht sein Rat und sein ausgesprochener Wille, daß dieProletarier" aus dem Elend desProletariats" befreit und er­löst werden sollen? Schärft er nicht den Besitzen­den und dem Staat das Gewissen, zu handeln, ehe es zu spät ist? Was verschlägt daneben die traurige Tatsache, daß es auch schon hartherzige Ka­tholiken und Kirchendiener gegeben hat und noch gibt! Stoße dich nicht an den Ausnahmen, son­dern erbaue dich an der Reael. Als Richtschnur gelte uns allen die Mahnuna des Apostels:Laßt uns im Gutes tun nicht müde werden."

Der Talpfarrer.

Was bedeutet der Wettmi sionsssunlag?

Aus dem Aufruf des Generalsekretärs der Propaganda, Erzbischof Salotki.

DerWeltmissionssonntag" hat bereits ge­schichtlichen Charakter angenommen: Er soll das Interesse für das Missionswerk wachhalten und ihm neue Freunde gewinnen!

Der Weltmissionsfonnkag sei vor allem ein Ge- betstag! Zu Füßen der Altäre mögen die Gläu­bigen sich zu apostolischer Tat zusammenfinden! Apostolische Tat. Ausbreitung des Evangeliums, das ist ja Zweck und Ziel der Arbeit des Missio­nars, dahin zielen die Gebete aller Katholiken, die am gleichen Tag und zur selben Stunde auf allen Erdteilen, in der niederen Hütte wie unter den Riesenkuppeln der Dome sich vereinigen. Das weltumspannende Reich Christi geht um so eher der Verwirklichung entgegen, je inniger und zahl­reicher die Gebete am Missionssonntag zum Herrn hinaufsteigen.

Der Wissionssonntag muß ein Werbelag sein. Das Volk muß wieder die innere Schönheit der evangelischen Wahrheit schauen, die die Welt um­geformt und erneut hat. Jeder Christ muß am Miisionssonntag für das Missionsideal werben, muß kämpfen für die Ideen und Ziele der christ­lichen Tat und des christlichen Fortschrittes. Der Tag soll zu einer Art Heerschau über die Kräfte und Werbemittel der Kirche werden, die von der werbenden apostolischen Tätigkeit ihrer Kinder eine Erneuerung der Menschheit in Christus er­wartet.

Der Wissionssonntag fei ein Tag hochherziger Hilfsbereitschaft) Missionssort'chritte sind die Frucht der Gnade, wie sie im Herzen der Missio­nare lodert. Diese Helden bleiben aber auch Men­schen, die deswegen auch auf unsere Hilfe ange­wiesen sind. Der Tag muß also alle Schichten zu edlem Wetteifer und zu wahrer Oebefreudigfett bereitfinden. Die Massen des Volkes müssen ihre bescheidene Gabe mit dem Scherflein der Armen vereinigen. Die Reichen werden sich an Freigebig­keit nicht von den Armen und Kleinen übertreffen lassen. Was man den Missionen gibt, gibt man Gott!

hohe und tröstliche Beweggründe müssen uns am Missionssonntag zu edler Freigebigkeit an­spornen. Da sind zunächst die dringenden Bedürf­nisse der Mission, die von Tag zu Tag wachsen. Da heißt es Kapellen bauen, Kirchen, Schulen und

Anstalten errichten und gar oft mit dem Brot des Glaubens zugleich Brot und Arbeit fürs tägliche Leben ausspenden. Wer weiß nichts von den Nö­ten und Kämpfen und Gefahren, denen die Mis­sionare ausgesetzt sind? Von Mißhandlungen, Ge­fangenschaft, Torturen und Tod, die Räuberun­wesen, Bolschewismus und menschliche Treulosig­keit ihnen bereiten? Jeder hat schon gehört von den Brandstiftungen, Plünderungen, Zerstörungen der Missionsstationen Oft genug zwingen sie den Missionar, die Arbeit morgen von vorne zu be­ginnen, Haus und Kirche, Schule und Hospiz neu aufzubauen.

So möge denn der Weltmissionssonntag überall beim katholischen Volk Anklang finden und dem großen Missionspapst Pius XI. zeigen, daß er sich

Siir Christus bis zum letzten Atemzuge!

Zum Weltmisfionsfonnlag.

Ein kleines Heer, das Kreuzesbild voran Weht auf der blutbesprengten Kampfesbahn.

Und einer, dem im herzen brennt die Wunde, Der flüfterl's und es läuft von Mund zu Munde Dies Wort wie Sturm die Reihen durch im Fluge: Für Christus bis zum letzten Atemzuge)"

Kennst Du die Fahne und den Heeresbann?

Zwar klein die Schar, ein Fels doch jeder Mann, Und jeder siegt, ob ihn auch fällt die Schlacht; Ein hauch nur ist's, daran der Feinde Macht Sich stürzend bricht, wie Schollen vor dem Pfluge: Für Christus bis zum letzten Atemzuge)"

Kennst Du das Heer? Des Kolosseums Sand, Den blut'gen frag, und frag der Wüste Brand! Die Tiger Reros frag um ihren Raub;

Die Katakomben frag um ihren Staub

Und horch wie flüsternd bricht aus jeder Fuge: Für Christus bis zum letzten Atemzuge!"

Kennst Du das Heer? Zum Kampfe steht's bereit?

Es naht der Feind, voll Schrecken droht die Zeit. Doch keiner wankt, auf jeder Lippe steht

Das wort der Kraft, das Wort voll Majestät, Das Siegeswork, das nimmer wird zum Truge; Für Christus bis zum letzten Atemzuge!"

Und die noch schlafen, reißt sie all empor.

Ruft ihnen mit Posaunenschall ins Ohr

Dies mächtige Wort, daß alle auferstehen Und unterm Kreuz in unsern Reihen geh'n Gleich Gedeon, dem Fackelbrand im Kruge; Für Christus bis zum letzten Atemzuge)"

Glüht nicht im Offen schon voll blut'ger Pracht, Des jungen Tages Fackel durch die Rächt?

Des Tag's, der gegen eine Welt im Krieg Das Kreuz wird seh'n und dann des Kreuzes Sieg? Aus) Reißt das Banner hoch zum Siegesfluge: Für Christus bis zum letzten Atemzuge)"

Franz Eicher k.

in seinen großen Sorgen und Aufgaben auf sein Volk verlassen kann! Die Hochherzigkeit aller Gläubigen wird an diesem Tag zu einem feier­lichen machtvollen Bekenntnis der Liebe und der Verehrung der ganzen Welt gegenüber dem Ober­haupte der Kirche, das mit der Ausbreitung des Glaubens auch zugleich gestaltend in die Zukunft der Völker eingreift.

Totenmesse im Pekersdom zu Rom. Auf Be­schluß des Generalrates des Päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung wird für die verstorbenen Mitglieder und Wohltäter tagtäglich um 9 Uhr am Grabe der Apostelfürsten zu Rom eine hl. Wesse gelesen. Die Kirche will sich auf diese Weise dank­bar zeigen für die Mitarbeit an diesem Missions- werk, dem ja alle Katholiken nach dem Willen des Hl. Vaters angehören sollen. Gegen Entrichtung eines Wissionsalmosens von 20 Wark können auch solche Verstorbene, die nicht Mitglieder dieses Mis- fionswerkes waren, zum dauernden Einschluß in diese hl. Messe gemeldet werden.

Misionsopstr? Zu dieser Zeit der Hodi

So wird es tausendfach heissen, wenn in diesen r Tagen die Kacholiken durch den Weltmissionssonn-' tag an ihre Missionspflicht erinnert werden.

Wissionspflicht? Ja, auch die besten Katholiken denken oft nicht daran, daß die Kirche und mit ihr jeder Katholik eine Missionspflicht hat. Heiden­mission ist nicht eine überflüssige Angelegenheit, die i man in der jetzigen Notzeit zu allererst vom Aus- - gabenetat streichen kann. Sie ist kein Luxus, für: den man gerade noch etwas übrig haben kann,, wenn alle anderen Bedürfnisse gedeckt sind. Sie! ist auch nicht eine mehr oder minder abenteuer- - liebe Angelegenheit, die nur den einen oder andern, i der dazu Lust und Beruf hat, angeht. Heidenmis- fion ist eine Wesensaufgabe, eine Grundpflicht der Kirche und der Gläubigen.

Freilich die Not ist bitter groß geworden in un- * ferm Volk. Aber geben wir uns einmal selbst ehr- > liehe Antwort! Gibt es tatsächlich recht viele Leute,» die den Notleidenden dieses Winters auf Kosten der Heidenmission helfen wollen und die darum, weil sie der Mission etwas geben wollen, für diese Not­leidenden nichts mehr übrig haben? Oder haben n oft nicht gerade diejenigen, die für die Mission ein n Herz haben, auch ein offenes Herz und eine offene n Hand für die Not ihrer unmittelbaren Umgebung??

Was seid Ihr so furchtsam, Ihr Kleingläu-» biqen?" Was für eine Kleinigkeit sind doch dies Missionsopfer im Vergleich zu den Summen, dies tagtäglich, auch in der schlimmsten Notzeit, für Ge­nuß und Lustbarkeiten, für Alkohol und Nikotin, ! für Kino und Theater, für Tand und Eitelkeit hin­ausgeworfen werden? Die katholische Mission ! brauchte wirklich keine Not zu leiden, selbst wenn h sie nur die Hälfte von dem hätte, was Tag für Tag. allein für die Sünde ausgegeben wird. Habens wir denn keinen Glauben mehr?Selig sind die Barmherzigen!"Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!" Sind das nur fromme Sprüche, die in einer Zeit der Not­verordnungen keine Geltung mehr haben?

Freilich die Not ist groß geworden. Aber ge- - rode deswegen hat ja unser Hl. Vater auch fein gro­ßes neues Missionsprogramm ausgestellt. Er will, > daß alle Katholiken mithelfen. 3oder soll wenig-) slens einen kleinen Beitrag leisten, damit dann? durch Willionen kleiner und kleinster Gaben das Große erreicht wird, was für die Mission notroen- > dig ist. Dieses neue Finanzprogramm der Mis­sionshilfe ist so aufgezogen, daß es geradezu als pco- viöentiell für die gegenwärtige Notzeit bezeichnet werden muß. So kann jeder, auch der Aermste, mithelfen und keiner braucht sich ganz auszuschal­ten. Das ist der Sinn des Weltmissionssonntages und auch des ganzen Päpstl. Werkes der Glaubens­verbreitung: Jeder soll aufgerufen werden und je­der soll Gelegenheit haben, auch mit kleinsten Op­fern mitzuhelsen an dem großen, weltumspannen- den Werk der katholischen Weltmission.

So werden die Katholiken trotz ihrer eigenem Not auf ihrem Platze stehen auch in der entschei­denden Stunde der Gegenwart, wo in Indien und China, in Afrika und Japan große Hoffnungen^ aber auch große Gefahren vor der Mission der Kirche stehen. Die Katholiken werden sich bei dem Kampf um diese Entscheidungen nicht beschämen lassen von dem Opfergeist der Ungläubigen und Gottlosen, die auch selber Not leiden, die aber trotz-» dem alles daransetzen, um die Welt für ihre Ideen zu erobern. So werden auch die Katholiken trotz ihrer Not mitarbeiten an den großen Aufgaben der Weltmission und sie werden glauben an den Segen von oben, der auf jedem guten Werke ruht. Nichts tut uns ja in dieser Zeit mehr not und nichts wird uns aus unserer Not schneller herausführen tön* nen als eben dieser Gottesseaen

Missions-Worte Pius XI.

Es ist eine furchtbare Verantwortung, die Mis­sionare anzuspornen, vorzurücken, wenn sie eines Tages aus Mangel an Hilfskräften zur Aufrecht erhaltung der neuen Stellungen zurückfluten müssen . . . Das wird, Gott sei Dank, nie vorkommen, denn die päpstlichen Missionswerke werden untei dem Antrieb ihrer eifrigen Leiter und Förderev ständig mehr erblühen und den Missionen die uw entbehrlichen, Hilfsmittel sichern. Die Missionar«