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Kette 12 / Nummer 45.

Mühlhausen, Erfurt, Hochheim, Eisenach in die neue Punktewertung und den Geist eingeführt, der auch den Sport nur als ein Mittel im Dienste der Seele an­erkennt. Der Kursus brachte i^h Teilnehmern 'owoh! in der Weckung der Sparfreudigkeit als auch der Ver­tiefung der sportlichen Betätigung reichen Gewinn. Der Katholische Frauenbund ließ durch den Jesuitenpater Hruza aus Berlin-Biesdorf einen @i.i= kehrtag für die Frauen halten. Im Heim für die weib­liche Jugend fanden sich 40 Frauen zusammen, die ei­nen Tag lang voll Aufmerksamkeit der Fülle der Ge­danken lauschten, die sich mit den verschiedenen Wegen der Verwirklichung lebendigen Christentums in der Welt, auch in ihrer modernen Vielfalt, beschäftigten. In der Pfadfinder-Gruppe ist durch den Anschluß an den Jungmännerverein neues Leben eingezogen. Mit dankbarer Freude erinnern sich die Jungen der schönen Stunden, die sie inmitten katholischer Umge­bung auf dem Hülsensberge erleben durften. Ganz gewiß haben unsere Diaspora-Kinder starke Antriebe für ihr religiös-katholisches Leben bekommen. Dank­bar gedenken auch Gemeindemitglieder noch aus ande­ren Gründen des katholischen Eichsfeldes: Dank der Hilfsbereitschaft der dortigen Glaubensbrüder war es auch in diesem Jahre wieder möglich, Minderbemittelten Kartoffeln unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. So hat die Winterarbeit des Karitas-Ausschusses der Ge­meinde bereits tätig und erfolgreich einfetzen können.

Aus dem Dekanat Erfurt. Am vorigen Sonntage feierte der St. Severi-Kirchen-Gesang- verein fein 42. Stiftungsfest. Das musikalische Pro­gramm war geschmackvoll zusammengestellt und fand darum den unverminderten Beifall der zahlreichen Be­sucher. Wir wünschen dem Chore noch viele Jahre wei­teren erfolgreichen Aufstieges. An der k a t h o l i - schen Volksschule 3 wurde mit Beginn des Win­terhalbjahres der neue Rektor, Herr Paul Stein­metz, eingeführt. Im Rektorzimmer fand eine schlichte Einführungsfeier statt, an der außer den Schülern Herr Dr. Kürsten und dem Lehrerkollegium auch Vertreter der städtischen Schnlüeputierten und des Elternbeirats teilnahmen. Auch Herr Dompropst Dr. Freusberg nahm als Vertreter der Kirche an der Einführung des neuen Re-ktors teil. Mögen dem neuen Schulleiter viele Jahre gesegneten Wirkens befchieden sei!

Lengenfeld unterm Stein. Unser langjähriger Haupt­lehrer Josef Kruse, der unter uns seinen Lebensabend verbringt, konnte seinen 90. Geburtstag feiern. Noch heute fpielt er oft in der Nachmittagsandacht die Orgel und regelmäßiger Organist ist er in der Krankenhaus­kapelle.

Kallmerode. Im Alter von 84 Jahren ist der älteste Ortseinwohner, der Altveteran Peter Henning, verstor­ben. Als reifender Musiker ist er weit in der Welt herumgekommen.

Dorbis. Die Generalversammlung des kath. Frauen­bundes erfreute sich eines regen Besuches. Nach Er­ledigung des geschäftl. Teiles gab die Vorsitzende, Frau Rechtsanwalt Nacke, ihr klar umrissenes Programm für die Winterarbeit bekannt, die hauptsächlich unter dem MottoMutterschulung", stehen wird und sich an die Richtlinien der Konferenz des Reichsfrauenausschusses, verbunden mit der Landfrauenabteilung, welche kürzlich in Hildesheim tagte, anlehnt. Der katholische Gesel­lenverein veranstaltete wie alljährlich am Sonntag im großen Schützenhaussaale untft Mitwirkung des Cäci- lienchores einen Theaterabend. Aufgeführt wurde Elmar", ein Schauspiel in 5 Auszügen, nach Webers Dreizehnlinden" von Pfarrer Dr. Joseph Faust. Wie sehr die Aufführung gefiel, zeigte der nicht ermüdende Beifall des vollbesetzten Hauses. Umrahmt wurde der Abend durch die vierstimmigen Gesänge des Cäcilienver­eins aus dem Dreizehnlindenfestspiel von Karl Pauß.

Heyerode Am vergangenen Samstag erhielt unser neues Schulgebäude seine Weihe. Festlich waren die Straßen geschmückt, als die Einwohner zum Levitenamt eilten, das Dechant Helbig unter Assistenz von Vikar Dirk und Vikar Lorenz-Faulungen zelebrierte. In der Fest­predigt würdigte der Dechant das für die Jugend geschaf­fene Werk, das viele Freunde derselben gefördert hätten. Von den Kindern der gesamten Dorffamilie besucht, solle die Schule der Erziehung zur Gottes- und Nächstenliebe dienen. Dann erfolgte der Abschied vom alten Schulge­bäude, wobei Lehrer Dölle die schnelle Entwicklung un­serer Gemeinde schilderte, die den Neubau notwendig gemacht habe. Er faßte feine Wünsche dahingehend zu­sammen, daß das neue, wie das alte Haus eine Pflanz-

wie wirdPerwachs" aufgekragen? Hauchdünn, und zwar am besten mit einem rauhem Tuch, nicht mit einem Wollappen. Wohl zum Polieren empfiehlt sich ein weiches Tuch oder eine weiche Bürste. Auf diese Weise ergibtPerwachs" einen wundervollen edlen Hochglanz ohne Glätte. Aber bitte immer beachten:Perwachs" nur hauchdünn auftragen, danach sofort polieren. Diese An­wendung gilt auch für Möbel, Leder, Stein und Marmor, für farbige und Lack - Schuhe usw. Auf Wunsch erhalten sie von den Thompson ° Werken G. m. b. H., Düsseldorf, gerne kostenlos eine Probedofe.

statte christlichen Geistes fein möge. In langer Prozession zog sodann die Gemeinde zur neuen Schule, auf deren Platz sich der Festakt vollzog. Der Dechant, der ein kunstvoll geschnitztes Kruzifix trug, nahm die Weihe vor. Hierauf sangen die Kinder unter Lehrer Manegolds Lei­tung und ein Sprechchor rezitierte den 90. Psalm. Es folgte die Schlüsselübergabe durch den leitenden Architek­ten Sondermann-Silberhausen an den Schulzen und Amtsvorsteher Huhnstock. Dieser widmete den erschiene­nen Behördenvertretern herzliche Worte der Begrüßung. Nach dem Regierungsbaurat Otto-Erfurt, der Ausfüh­rungen über die Finanzierung des Baues machte, entbot der derzeitige Schulleiter, Rektor Huhnstock, den Ehren­gästen herzliche Worte der Begrüßung. An die wegen Ungunst der Witterung abgekürzte Feier schloß sich ein Mittagsmahl im Gasthaus Stützer, bei dem Dechant Hel­big das Hoch auf den Heiligen Vater und den Reichs­präsidenten ausbrachte. Nachdem der Dezernent der Schulabteilung, Studiendirektor Brinkmann, Geistliche, Lehrer und den Gemeindevorsteher beglückwünscht hatte, sprach Landrat Pabst-Mühlhausen, der betonte, daß ein übergroßer Idealismus zur Errichtung des Baues in heutiger Notzeit vonnöten gewesen sei. Freudig hätten alle Beteiligten an der Vollendung gearbeitet. Beson­derer Dank gebühre dem Schulrat Heddergott-Heiligen­stadt, dem Regierungspräsidenten Freyseng, Vizepräsident Fischenich, Baurat Otto, Baurat Reissel, Regierungs­baurat Hollands, dem Architekten Sondermann und allen Arbeitern und Handwerkern. Rektor Huhnstock feierte das einmütige Verhältnis zwischen Geistlichkeit, Lehrer­schaft und Gemeindevorstand. Rektor Dirk-Erfurt fand Worte der Bewunderung für das Geleistete und Lehrer Wodkowski-Diedorf beglückwünschte die Nachbarkollegen zu dem neuen schönen Bau. Im weiteren Verlauf des Festaktes, der im Jugendheim stattsand, hielt Rektor Huhnstock die Festrede, nachdem die Schüler die Rütli­szene ausWilhelm Tell" und den Thurmair'schen Sturm" dargeboten hatten. Der Festredner dankte vor allem der Einwohnerschaft und hob hervor, daß es wohl noch nie vorgekommen sei, daß eine Inneneinrichtung von derartigem Umfang gestiftet worden sei. In seiner Glückwunschrede wandte sich Schulrat Heddergott an die Schüler und an die Lehrerschaft. Durch den Mund ihres Rektors hätten die Lehrpersonen bereits das Gelöubnis abgelegt, ihre ganzen Kräfte für die Erziehung einzu­setzen. Auch die Schüler hätten die ernste Verpflichtung, nach besten Kräften vorwärts zu streben. Schließlich verlas Dechant Helbig die eingelaufenen Glückwunsch­schreiben, die Regierungsvizepräsident Fischenich, Land­tagsabgeordneter Dietrich, Reichstagsabgeordneter Pradel und Rektor Franke gesandt hatten. Anmutige Reigen der Mädchen, ein Schlußwort des Rektors und das AbendliedAde zur guten Nacht" schlossen den für Heye­rode denkwürdigen Tag.

Gernrode. Am vergangenen Sonntag errichtete Pa­ter Bonifatius in unserer neuen Kirche den Kreuzweg, wobei er über die Entstehung der Kreuzwegandacht und die mit ihr verbundenen Ablässe sprach. Die Stations­bilder entstammen der Arbeit des bekannten Kölner Kunstmalers Dürrholz, der die Darstellungen al fresko an die vorhandenen alten Gemälde feinsinnig anlehnte.

Mackenrode. In einer gut besuchten Zentrumsver­sammlung sprach unser Reichstagsabgeorddneter Studien­rat Pradel-Heiligenstadt über die Politik des Zentrums und was es mittelbar in den letzten Jahren für das Eichsfeld erreicht habe. Im Wege des freiwilligen Ar­beitsdienstes wird hier ein Sportplatz geschaffen, dessen Gelände von einem Thalwender zu billigem Preise über­lassen wurde.

Brehme. Tischlermeister Gottlieb Gatzemeier und seine Frau Theresia, geborene Mühe, konnten ihre diamantene Hochzeit feiern. Der Ehejubilar ist feit vierzig Jahren Kirchenrechner, seit 45 Jahren Hilssküster und ebenso lange Vertrauensmann der Zentrumspartei. Daneben war er noch Aufseher über die hiesigen kirchlichen Wäl­der. Man darf wohl sagen, daß ein arbeitsreiches Leben hinter Herrn Gatzemeier liegt. Möge ihn an der Seite seiner treuen Lebensgefährtin noch ein langer Lebens­abend befchieden sein.

Beuren. Unser neuer Pfarrherr Hieronymus Schwethelm entstammt dem nahen Hundeshagen, wo er im Jahre 1890 geboren wurde. Nach feiner Priester­weihe wirkte er zunächst in der sächsischen Diaspora, bis er an die Dreifaltigkeitskirche in Dortmund berufen wurde, wo er 13 Jahre lang in der Seelsorge der großstädtischen männlichen Jugend arbeitete. Vor zwei Jahren wurde er als Kaplan an der Heiligenstädter Liebfrauenkirche bestellt und war als solcher eine treue Stütze des verewigten Prostes Poppe.

Èeuren. Die Witwe Katharina Hey vollendete ihr 90. Lebensjahr. Sie erfreut sich noch bester körperlicher und geistiger Regsamkeit

Leinefelde. In der Generalversammlung unseres Frauenbundes erstattete die Schriftführerin desselben, Frau Dr. Koch, nach Begrüßungsworten der Vorsitzen­den, Frau Wallbraun, den Jahresbericht, aus dem be­sonders hervorgehoben werden muß, daß der Vorstand in der Winterhilfe des vergangenen Jahres wertvolle Mitarbeit geleistet hat. Dechant Roth, der geistliche Bei­rat des Vereins, referierte über die zeitgemäße Einfach­heit in der Erziehung und Lebenshaltung.

Katholiken. MMH^aKMSMBOtti|flnüS*BCtCltt«

Katholisches Jungvolk in der Diözese.

An Euch, gleichviel welchem kath. Jugendverband Ihr angehört, ist unsere Einladung ergangen, an unserm Eise-> nacher Sturmtag teilzunehmen. Schon sind mehrerer Meldungen eingetroffen. Es ist gut, wenn wir rechts zeitig wissen, wann und mit wieviel Mann Ihr kommt.i Darum gebt bitte bald Antwort. Zu unserer Freude! hat Diözesanleiter Karl Gesang-Fulda sein Kommen zugesagt. Bringt Fahnen, Banner, Wimpel und die Singschiffe mit. Und wie ist's mit Musik? Für Mittag-t essen ist gesorgt. Es muh eine feine Sache werden.

Das Programm fei nochmals hierher gesetzt:

Sturmtag am 13. Nov. in Eisenach.

7.30 Uhr Gemeinschaftsmesse mit Generalkommunion.

9.30 Uhr Festgottesdienst.

2.30 Uhr Marienandacht.

3.00 Uhr Kundgebung imEchmelzerhof".

8.00 Elternabend imSchmelzerhof".

Schreibt also bis spätestens 9. November an Präses Kaplan P. Weyer, Eisenach, Alexanderstr. 45.

Sturm Heil!

Kath. Jungmännerverein Eisenach.

Die Führerschaft.

Uns tat ItaMfcbaejdiaft

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Bergen-Enkheim (Kreis Hanau). Christkönigstag brachte auch der tapferen Diasporagemeinde Bergen- Enkheim, im Grenzland der Diözese Fulda gelegen, einen glänzend verlaufenen Familienabend des Volks­vereins für das katholische Deutschland. War schon die musikalische Eröffnung des Fechenheimer Kammer­musiker-Orchesters unter Leitung des Organisten H, Körner ein vielversprechender Auftakt für den Festabend, so gab der brausende Christkönigs-Sprechchor der Ju­gend dem Abend erst die richtige Weihe. Der Seelsor- | ger H. H. Pastor Scherer von Frankst, a. M.-Seckbach, konnte mit herzlicher Freude ein gefülltes Haus begrü- ßen, auch liebe Gäste von Nah und Fern; auf die hohe Bedeutung des Ehristkönigsgedankens für die ganze Diasporagemeinde hinweisend, gab er einige wertvolle Winke, die Christuskönigherrschaft neu zu festigen und zu stärken durch Unterstützung unserer katholischen Presse, unserer katholischen Vereine, besonders auch bei der kommenden Reichstagswahl keine LLahlmüdigkeir I aufkommen zu lassen und treu fürWahrheit, Freiheit, ; Recht" seine staatsbürgerliche Pflicht zu erfüllen. Ein 3s ach es begeistert aufgenommenes Hoch auf den ge- ' liebten hochw. Herrn Diözesanbischos von Fulda im gol­denen Jubelkranze beschloß seine Ausführungen. Nach den feinen Darbietungen des auf beachtenswerter mu* fikalischer Höhe stehenden KirchenchoresCäcilia" unter der kundigen Stabführung des Vizedirigenten Herrn Scherer-Fechenheim der verdienstvolle eigentliche Chorführer, Herr Konrektor Knippler-Fechenheim war leider am Erscheinen verhindert richtete der Landes­sekretär des Volksvereins für das katholische Deutsche- land, Herr Dr. Oberstaller-Frankfurt a. M. beherzigens­werte Worte überFamiliengeist und Volksnot" an die Versammlung. Seine warmherzig gehaltenen, tiefschür­fenden Ausführungen gipfelten in einem kräftigen Ap­pell für die Idee der christl. Volksgemeinschaft unseres Volksvereins. Herzl. Beifall bewies die volle Zustim­mung des ganzen Hauses.Freude über dem grauen Alita g", so hatte der rührige Volksverein mit feinem umsichtigen Vorstand H. Jean Schmitt-Ber­gen und dem früheren verdienstvollen langjährigen Vorsitzenden, Herrn Justizsekretär Feldmann-Bergen, seinem Mitarbeiter Herrn Karl Pfeuffer-Enkheim über das Festprogramm des Familienabends geschrieben. Und herzliche Freude war auch die besondere Note des schö­nen Diasporafamilienabends. Schon das empfehlens­werte lehrreiche BühnenstückPrinzessin Liest" aus dem bekannten Theaterverlag von Höhling-München unter der sachkundigen Leitung der opferfreudigen Prâ- fektin der Marianische Jungfr.-Kongregation Fräulein Maria Blank-Bergen war ein voller Erfolg. Die Dar­stellerinnen entledigten sich ihrer keineswegs leichten Aufgabe mit viel Geschick und innerer Anteilnahme. Ersk recht aber wurden die Lachmuskeln in Bewegung ge­setzt, alsDer geprellte Wirt" über die Bühne ging. Die Männer waren da ganz in ihrem Element und ga­ben ihr Bestes. Alle waren ihnen dankbar. Un­ermüdlich brachte in den Pausen das jugendl. strebsame Kammer-Orchester von Fechenheim seine schönsten Wei­sen zu Gehör. Erst um Mitternacht trennte man sich. Der Familienabend am Christkönigsfest in der Dia­sporagemeinde Bergen-Enkheim war für alle, die ihn erleben durften, in Wahrheit ein Genuß, und reinste Freudenquelle in schwerer, ernster Zeit. Der tapfere Volksverein von Bergen-Enkheim kann mit berechtig­tem Stolz und Befriedigung auf ihn zurückblicken. Möge er tausendfältige Früchte im Christkönigsland der Dia­spora Hanau-Frankfurt a. M. zeitigen!