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freute erfüllt, an ter nicht bloß eine Familie, eine Gemeinde, sondern ter Klerus und die Laien einer ganzen Diözese innigen Anteil nehmen.
Lassen Sie uns zunächst dem gütigen Gott, dem höchsten Spender des Lebens, herzlichen Dank dafür sagen, daß er uns dieses Fest zu feiern beschert hat.
Mögen wir dann aber auch einen Blick in die Vergangenheit werfen. Es war Ew. Exzellenz das Glück beschicken, die Studien, die Sie an der Alma Mater Iulia in Würzburg begonnen hatten, in Rom fortzu- jetzen, in jener Stadt, die durch das Blut der Apostelfürsten zu einem Hochaltar der Welt geweiht worden ist, die als die Hüterin von so viel Großem und Schönem jedes Menschenherz ergreift und besonders laut zu dem des Katholiken redet. An jener Stätte haben Sic sich mit unermüdlichem Fleiß und Eifer den Studien gewidmet und sich die Auszeichnung eines Doktors der Theologie und der Philosophie erworben. Aber das war es keineswegs, was zunächst Ihr Herz ersehnte. Ein Priester wollten Sie werden, und die Wissenschaft, die Sie an der Gregorianischen Universität in sich aufnahmen, und die Seelenbildung, die Sie in dem trauten Heim der Deutschen, im Collegium Germanicum, empfingen, sollte nur dazu dienen, einen guten Priester aus Ihnen zu machen.
Endlich schlug die heiß ersehnte Stunde. Am 28. Oktober 1882, am Fest der hl. Apostel Simon und Judas Thaddäus, senkte sich die Krone des Priestertums auf Ihr Haupt. Aus der goldenen Schale der hl. Priester- weihe, durch die der übernatürliche Erlösersegen zur übernatürlichen Wiedergeburt der Menschen we'^erge- leitet wird, erhielten Sie die hehren Gewalten, die Sie seitdem in Treue ausgeübt haben.
Sacerdotem oportet praedicare, offerre. Der Priester muß das Wort Gottes verkünden und das hl. Opfer darbringen. Nur diese beiden Pflichten hebe ich aus den Mahnungen heraus, die Ew. Exzellenz in den 25 Bischofsjahren an viele Leviten des Heiligtums gerichtet haben, die damals aber Ihnen selbst zugerufen worden sind.
Wir haben schon bei dem ersten Jubiläum, das Ihnen in diesem Jahre zu feiern vergönnt war, darauf hingewiesen, mit welchem Eifer Sie das hl. Lehramt ausgeübt haben, in der Seelsorge, in der Ausbildung der künftigen Priester, als Präses der Fuldaer Männerfo- dalität, in Ihrer oberhirtlichen Tätigkeit. So haben Sie sich selbst das Anrecht auf jene Verheißung erworben, die Sie bei der Weihe des Lektors empfangen und schon oielmal weitergegeben haben, ,church die treue Verkündigung des göttlichen Wortes Anteil zu erhalten mit jenen, die es von Anfang an gut verwaltet haben."
Was soll ich erst sagen von der Gewalt und Verpflichtung, das hl. Opfer darzubringen! Wir wissen es, daß die hl. Messe der Mittelpunkt Ihres Priesterlebens war und ist, und daß Sie bei ihrer Feier in der inneren und äußeren Haltung stets ein Vorbild für Ihre Mitbrüder gewesen sind. Ich darf noch hinzufügen, daß Ihnen die Pflege und Betätigung des eucharistischen Gedankens immer am Herzen gelegen hat, und daß der ehemalige Diözesan-Direktor tes Priesteranbetungsvereins stets noch als dessen Mitglied gewissenhaft seiner Verpflichtung nachkommt.
So dürfen wir uns mit Ew. Exzellenz an diesem Ihrem Jubelfeste herzlich freuen und ten Wünschen uns anschließen, die der Heilige Vater in so liebevoller und anerkennender Weise Ihnen durch seinen Staatssekretär, Kardinal Pacelli, ausgesprochen hat.
An seiner väterlichen Mahnung mögen sich Ew Exzellenz in Stunden der Niedergeschlagenheit erheben und sich ermutigen, eingedenk auch der Worte des Propheten Jsaias: „Der Herr gibt Stärke den Müden und den Erschöpften neue Kraft. Mögen Jünglinge matt und müde werden, und mögen selbst Krieger zusammenbrechen, ^ie auf den Herrn vertrauen, gewinnen neue Kraft. Sie erheben die Schwingen gleich Adlern; sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt."
Wir, Ihre unmittelbaren Mitarbeiter, werden, w e bisher, auch in Zukunft Ew. Exzellenz treu zur Seite stehen und mit unsern Mitbrüdern und den Gläubigen zu Gott beten, daß er uns noch lange erhalten möge unseren geliebten Oberhirten, den Hochwürdigsten Herrn Jubelpriester und Ju bei bisch o' Joseph Damian.
Der Hochmürdigste Herr erwiderte die Glück- Wünsche mit überaus herzlichen Worten. Aufs tiefste bewegt von dem starken Erlebnis der ^ubelmeise, den vielfältigen Erinnerungen, die ihn an diesem Morgen bestürmten, von den zahlreichen Beweisen der Liebe und Anhänglichkeit, gab er Gott allein die Ehre, der ihn in seiner Gnade geführt hat. „Deus, docuisti me a iuven- tute mea ..." „O Gott, du hast mich unterwiesen von meiner Jugend an, und bis hierher verkünde sch deine Großtaten; so verlaß mich auch bis zum hohen Greisenaller nicht" (Psalm 70,17.18.). Er bekannte zugleich in aufrichtiger Demut, daß
dieser Tag nicht nur ein Tag des Dankes, sondern vor allem auch ein Tag ernster Gewissenserforschung und Reue für ihn sei, wenn er bedenke, welch schwere Verantwortung mit seinem Amte verbunden fet. Er schloß mit einem herzlichen Wort des Dankes an seine Mitarbeiter mrd der Erteilung des bischöflichen Segens.
Pontifikalamt im Dom.
Am Sonntag, dem Ehristtönigsfeft, hielt dann der Hochlwürdigfte Herr Bischof zur öffentlichen Feier seines goldenen Priesterjubiläums um ^10 Uhr ein Pontifikalamt. Der Gottesdienst nahm einen erhebenden Verlauf und hinterließ bei den Teilnehmern, die in großer Zahl die Hallen des Domes füllten, einen tiefen Eindruck. Der Hochwürdigste Herr bestieg nach dem Evangelium in bewunderswerter Rüstigkeit mit Mitra und Hirtenstab die Kanzel, um sich in packenden Worten an die Gläubigen zu wenden und ihnen die heiligen Gestalten, die er am Morgen seines Priestertums in Rom besonders geehrt hat, Aloysius,. Ignatius und Franziskus Taverius, als zeitnahe Führerge- stalten für unsere Tage zu kennzeichnen: den gottgeweihten Jüngling, den furchtlosen Streiter für die Ehre Gottes und den großen Heidenapostel und Missionar. Am Schlüsse erteilte er den Versammelten und allen Diözesanen den feierlichen Segen. Der Gottesdienst, der vom Alumnen- und Domchor mit Orchester verherrlicht wurde, schloß mit einem brausenden „Großer Gott, wir loben dich".
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Der Hochwürdigste Herr hielt — wie er in feiner Predigt am Sonntag erwähnte — am 1. November 1882 fein erstes heiliges Meßopfer am Grabe des hl. Aloysius; am folgenden Tag, dem 2. November, hielt er feine 2. hl. Messe am Grabe des hl. Ignatius; die 3. hl. Messe zelebrierte er am Altare des hl. Franziskus Taverius am 3. November 1882. Wir bringen heute ein Bild des Altares über dem Grabe des hl. Aloysius.
Aus der Diözese fntta
Das Bischöfliche Generalvikarial zu Fulda hat jetzt die Telephon-Nummern 2456 und 2457 (nicht mehr 3101).
Das Fuldaer kathoNken-komilee hielt am Freitag übend im Katholischen Gesellenhaus eine Sitzung, die außergewöhnlich stark besucht war. Der stellvertretende Vorsitzende des Komitees, Prof. Dr. Scheller, benutzte die Gelegenheit zu einer herzlichen Glückwunsch-Kundgebung anläßlich des goldenen Priesterjubiläums des Hochw. Herrn Bischofs. Im Uebrigen beschäftigte sich das Komitee mit internen Angelegenheiten im Anschluß an das Referat des Herrn Schriftleiters Dr. Kramer: Wie verwirklichen wir die Anregungen des Essener Kacholikentages in unseren Fuldaer Verhältnissen.
Elters (Kreis Fulda). Am vergangenen Sonntag fand hier der Sturmtag des Bezirks Margretenhaun des Jungmännerverbandes statt, dem nebst der religiösen Vorbereitung ein Schulungskurs durch Herrn Wilhelm Wolfermann von der Jugendzentrale in Düsseldorf voranging. Obwohl der Bezirk erst im Aufbau begriffen ist und infolge der weitverzweigten Pfarreien besonders schwierige Verhältnisse hat, verlief der Sturmtag frisch und eindrucksvoll für Teilnehmer und Außenstehende. Die Sturmrede am Abend hielt Herr Wolfermann. Die Feier klang aus in dem feinen symbolischen Christofferusspiel von Otto Bruder. Sm Anschluß an den Sturmtag wurde in Dipperz ein Jungmännerverein gegründet, ferner erhielt die in Almendorf bestehende DJK. den nötigen Unterbau durch einen neugegründeten Jungmän- neroerein.
Sieblos-Ablsroda. Nach langen Bemühungen erhielt unsere kleine Gemeinde ihren eigenen Friedhof, der kürzlich eingeweiht werden konnte. Den Gerund und Boden hatte die Gemeinde zur Verfügung gestellt, die Fuhren und Arbeiten leisteten die Einwohner unentgeltlich. Das große Friedhofskreuz wurde von einem Abtsrodaer gestiftet. In dieser Woche fand nun die erste Beerdigung auf dem neuen Friedhof statt. Merkwürdiger Weise war es die älteste Einwohnerin unserer Gemeinde, das alleinstehende Frl. Regina Stüh, der die ganze Gemeinde das Geleite zu unserem Gottesacker gab. Früher waren unsere Toten auf dem Friedhof in Poppenhausen beigesetzt worden.
Aufenau. Der letzte Sturmtag im Süden unseres Fuldaer Bistums ist auf heißem Boden der Diaspora am Christkönigsfest durchgeführt worden. Das Wetter gab ihm den äußeren peitschenden Sturm; der Hanauer Sturmtag mit seinem Bekenntnis von weit über andert
halb Tausend katholischen Jungmânnern gab ihm edle, Schwung und die Hanauer und Salmünsterer Freund gaben ihm, nachdem sie sich durch Wetter und Wmd hin durchgekämpft hatten, den bewegten Rahmen. Nach tei Frühmesse feierte der Ortspfarrer im Hochamte den Ge. danken der Königsherrschaft des Führers unserer Jugenk und in der Nachmittagsandacht stellte der Salmünsterei Jugendpräses, Franziskanerpater Julian, des Jung- manns Weg zu seinem Ziel dar. Danach konnte die öffentliche Kundgebung stattfinden, deren Sprecher bei Hanauer Präfekt war. Ihr Rahmen war stark auf eine vaterländische Note abgestimmt; in Thurmairs „Sturm" bot das kurz zuvor geweihte gold-blaue Sturmbanner auch dem kleinen, unverzagten Häuflein der Aufenauer Jugend sicheren Halt und Wegweiser auf der Bahn zum
Besonders die Jungschar mit ihren schmucken Kluften zeigte ihr Wollen in Sprechchor und Aufruf. Das „Oberdorf war vorher durchmarschiert worden, nun ging es in festem Tritt mit frischen Liedern durch das „Unterdorf" und wieder zur Kirche zurück, wo die Jugend inmitten der Gemeinde ihrem Schöpfer Dank für feine Führung sagte. Die Gäste, die man schon für den Morgen erwartet hatte, blieben noch eine — gar zu kurze — Zeit in gern gewährter Gastfreundschaft mit ihren Aufenauer Freunden beisammen, die den Geist des Sturmjahres mit den vielen neuen Zweigen der Jungmännerbewegung im Kinziggebiet hineintragen möge in das Jahr der Taten!
Soisdorf. Nun hat auch die Pfarrei Großentaft' ihren Sturmtag gehalten und zwar im Filialdorf Sois- ; darf am 23. Okt. 1932. Wohl bangte vorher die Führerschaft, ob es gelingen würde, die teilweise vorhandene Interesselosigkeit am Vereinsleben zu überwinden; doch der Erfolg war über Erwarten groß. — Den Sturmtag leiteten 3 Christus-Vorträge in Großentaft und Soisdorf ein. In Großentaft Besucherzahl über 100 Jungmänner. Am Sonntagmorgen vereinigte sich die männliche Jugend beider Gemeinden zum großen Teil mit Christus, ihrem König, in der hl. Kommunion. Das Christusbanner war allen sichtbar entfaltet angebracht. Wo Christus sich der Jugend schenkt, da soll auch sein Zeichen aufleuch- tenl Um %2 Uhr Festgottesdienst. Emsige Hände hatten das Gotteshaus festlich geschmückt. Gegen %2 Uhr kamen; die geladenen Vereine: Schleid mit feinem Pfarrherrn, Oberufhausen mit dem schneidigen Trommlerkorps und
schneidigen Trommlerkorps und chentaft. Hünfeld und Rasdorf
der Gesellenverein Großentaft. Hünfeld und Rasdorf sandten ihre Banner mit Abordnung. Mit Musik gings in die Kirche. Kurze Sturmpredigt und Christus-König- Andacht. Ablegung des Fuldaer Bekenntnisses. Nach der Andacht vor der Kirche öffentliche Kundgebung. Bezirksleiter Lehrer Tertilt, Mittelaschenbach, begeisterte die Versammelten für die Ziele des Jungmännervereins. Lied
und Musik bildeten den Rahmen der Kundgebung. Dann gings im Bekenntnismarsch durchs Dorf. Doran das ... Christusbanner mit feinen leuchtenden blau-gelben Farben, dann die Trommler und Pfeiffer, wieder Banner: i Christus- und K-Banner in brüderlicher Eintracht, zwei D. I. K.-Abteilungen im Dreß, dann die Gäste und der Ortsverein. Wie leuchteten die Augen der Jungen vor, Begeisterung und Freude, für Christus öffentlich Bekenntnis ablegen zu dürfen! Musik und Lied verliehen den nötigen Schneid. Am „Hauck", einer kleinen Anhöhe in der Nähe, sodann ein Fußball-Freundschaftsspiel: Schleid—Großentaft. Großentaft gewinnt 3:2. Nach dem Spiel gehts nach dem nahen Treischfeld. Wieder Bekenntnismarsch und Kundgebung. Dann zurück nach Soisdorf, jetzt gehts durchs untere Dorf, und Auflösung des Zuges unter einem dreifachen „Treu Heil" für den Jungmännerverband. — Um 7 Uhr Familienabend mit Lichtbild-Vortrag: Kunde von Trier. Bei Lied und schneidigen Märschen vergehen schnell die Stunden. — Die Lauen sind nun aufgeweckt, die Kalten hoffentlich auch, die Eltern wissen nun, was der Jungmännerverein aus ihren Söhnen machen will, und nun gilt es, in emsiger Weiterarbeit das entfachte Feuer weiter lodern zu , lassen zu einem mächtigen Brand für ganze Pfarrei 4 Großentaft.
Wiesenfeld. (Der Festtag der hl. Ursula.) Man schreibt uns: Am Freitag, 21. Oktober, feierte die Gemeinde Wiesenfeld ihr Patronatsfest, das Fest der hl. Ursula. Besondere Geltung erhielt der Tag als 50. Wiederkehr des ersten Ursulafestes in Wiesenfeld. Im Frühjahr des Jahres 1882 wurde der Grundstein zum kleinen Kirchlein gelegt, das im gleichen Jahre vollendet wurde. Groß war damals die Opferfreudigkeit und Einigkeit der Gemeinde. Alle Arbeiten an dem zu schaffenden Gotteshause wurden unentgeltlich geleistet. Das Steinmaterial stammt aus den Steibrüchen des Ortes. Besonders ver- diestvo Uum die Entstehung des schmucken Kirchleins machte sich der damalige Landesdechant, Stadtpfarrer Vogt aus Geisa. Er war es auch, der der Gemeinde billiges Geld zur Bestreitung der notwenigen Ausgaben i verschaffte. Mit der Zeit erhielt das Kirchlein auch die vollständige innere Ausstattung. Erst vor einigen Jahren baute die Gemeinde eine Empore, weil sich der Platzmangel zu sehr bemerkbar machte. Weil aber vor allem an Festtagen immer noch nicht genügend Platz ist, taucht der Gedanke auf, diese durch den Anbau eines Turmes an die Westseite der Kirche, zu vergrößern. Gleichzeitig soll der Turm der Gedächtnisbau für die im Weltkrieg gefallenen 18 Helden werden. Doch bis jetzt sind dies alles noch Pläne, die in dieser geldarmen Zeit wahrscheinlich noch lange auf Erfüllung warten müssen. Aoer an dem 50. Geburtstag des Kirchleins von Wiesenfeld ist es Ehrenpflicht, jener zu gedenken, die schon etliche Jahrzehnte die Ausschmückung der Kirche besorgt. Frl. Ida F a l k e n h a n aus Wiesenfeld ist es, die seit langen