Wochentalenv er.
Sonntag, 6. November. 25. Sonntag nach Pfingsten. Reliquienfest.
Montag, 7. November. Von der Allerheiligenoktav.
Dienstag, 8. November. Oktav von Allerheiligen, gekrönte Märtyrer.
Mittwoch, 9. Nov. Kirchweih der Erzbasilika des heiligsten Erlösers (Lateran-Kirche zu Rom), dor, Mart.
Donnerstag, 10. Nov. Andreas Avellinus, Bek. phon und Gef., Mart.
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Freitag, 11. Nov. Martinus, Bischof, Bek. Mennas, Mart.
Samstag, 12. Nov. Oktav der Kirchweih. Martinus,
Papst, Mart.
25. Sonntag nach Pfingsten
Evangelium . Matthäus 13, 24—30.
Das Gleichnis vom Unkraut im Acker.
In jener Zeit trug Jesus dem Volke folgendes Gleichnis vor: „Das Himmelreich ist einem Manne gleich, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Leute schliefen ,kam der Feind, säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. Als nun der Halm aufschoß und Frucht ansetzte, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da traten die Knechte des Hausvaters hinzu und sprachen zu ihm: „Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat. er denn das Un= traut?" Er entgegnete ihnen: „Das hat der Feind getan." Die Knechte fragten ihn nun: „Sollen wir hingehen und es einsammeln?" Er antwortete: „Nein, ihr könntet sonst, wenn ihr das Unkraut sammelt, zugleich auch den Weizen mit ausreißen. Laßt beides miteinander wachsen bis zur Ernte. Zur Zeit der Ernte will ich dann den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Büschel zum Verbrennen, den Weizen aber bringt in meine Scheune."
Ein hoher Xitel
m Angesichte des Todes erbleichen I alle hohen Titel wie Sterne vor der _ ^ Sonne. Was nützen dann Titel wie
„Exzellenz, Kommerzienrat, Doktor, Prinzessin, gnädige Frau" und wie sie alle heißen! Vor etwa vierhundert Jahren starb in der Blüte ihrer Jugend Kaiserin Isabella, die ob ihrer Schönheit die Bewunderung der Welt bildete. Der Herzog von Gandia, der edle Franz von Borgia, mußte auf Befehl des Kaisers unmittelbar vor ihrer Beisetzung nochmals den Sarg öffnen, um sich definitiv vom Tode der Kaiserin zu überzeugen. Entsetzlich waren die Spuren der Verwesung, die sich ihm in die Augen bohrten, und unerträglich der Leichengeruch, der ihm in bie Nase stieg „Ist das die Kaiserin", rief er aus, „wo sind jene glänzenden Augen? Was ist geworden aus dieser Schönheit, die wir noch vor einigen Tagen bewunderten? Bist du es wirklich,
Donna Isabella? Ist das die Kaiserin, meine!,.Wer da sagt, er bleibe in Christus, der muß, Fürstin, meine Gebieterin?" In sein Zimmer zu-1 wie er wandelte, auch selber wandeln." (Joh. 2, 6.)
rückgekehrt, sprach er zu sich selber: „O mein Gott!
Gib, daß ich keinem Herrn mehr dienen muß, den mir der Tod entreißen kann." Und er hat ritten lich Wort gehalten. Nach dem Tode seiner Frau legte Franz Krone und Titel eines Herzogs ab, schüttelte den Weltstaub von seinen Füßen, wurde ein Mönch unb ein Heiliger.
Siehst du, welchen Titel der edle Franz sich verdienen wollte? Diener des unsterblichen Königs
Heute, Sonntag, den 6. November, Reichslagswahl! Alle ohne Ausnahme müssen zur Wahlurne!
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Nicht nach dem Willen des Fleisches und nicht nach den Vorbildern der Welt und nicht nach den Rezepten des Unglaubens dürfen wir wandeln, sondern nach dem Willen, nach den Worten, nach den Lehren, nach den Vorbildern Christi. Besonders müssen wir uns vor aller Hartherzigkeit und Lieblosigkeit sorgfältig hüten. Wandelt in der Liebe, ruft der Apostel, wie auch Christus uns geliebt hat. Selbst die Gesinnungen Christi müssen wir uns aneignen. Wir müssen, sagt der hl. Augustin, wenn wir dem Hungrigen ein Brot reichen, es aus Barmherzigkeit tun, nicht aus Ruhmsucht. Christus zuliebe müssen wir das Gute tun, damit wir auch der Verheißung teilhaftig werden: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan, das habt ihr mir getan." Und wer nicht bloß die leiblichen Werke der Barmherzigkeit, sondern alle guten Werke um Christi willen tut, der ist ein Diener Christi. So dürfen und sollen wir auch weltliche Dinge auf
Christus beziehen.
Wenn ein Katholik zu einer
wollte er sein, Diener Christi. Und in der Tat, das ist der einzige Titel, der wahren und bleibenden Wert hat. Das ist der Titel, den auch du dir verdienen kannst, solltest du auch ein Arbeiter, ein Taglöhner, ein Handwerker, ein Bauersmann, eine Hausfrau, ein Dienstmädchen fein oder irgend eine und wäre es auch die geringste Stelle in der Welt einnehmen.
Der Heiland will es auch, daß wir seine Diener sind. Ausdrücklich ladet er uns zu seinem Dienste und zu seiner Nachfolge ein mit folgenden Worten des Johannesevangeliums:
„Wer mir dienen will, der folge mir nach. Wo ich bin, da soll auch mein Diener sein.
Wer mir dient, den wird mein Vater verherrlichen." (Joh. 12, 26.)
In erster Linie sind diese Worte an die Apostel und ihre Nachfolger, die Bischöfe und Priester gerichtet. Doch sind auch alle Christen zu „Dienern Christi" berufen. Das ist in der Tat eine erhabene Würde, sagt dazu der hl. Chrysostomus. Das ist die Grundbedingung aller Seligkeit. Allerdings muß man ein Diener Christi fein und nicht bloß heißen. Wer ein Diener Christi ist, der ist wirklich frei von der Sünde und wird als wahrer Diener Christi sich nie dazu hergeben, eines anderen Diener zu werden. Denn sonst wäre er nicht mehr ganz ein Diener Christi, sondern nur halb. Und hat der Heiland nicht das strenge Wort gesprochen: „Niemand kann zwei Herren dienen?"
Dem Herrn „dienen" heißt also: dem Herrn „Nachfolgen". Nicht die eigenen Wege wandeln, sondern Christi Wege. In seinem ersten Briefe gibt Johannes selber dazu folgende Erklärung:
Wahl schreitet, so kann ich mir sehr wohl denken, daß er dabei persönlichen Ehrgeiz sowie alle materiellen Interessen aus dem Spiele läßt und einzig und allein die Interessen Christi und seines Reiches, die Interessen der Kirche und der Seelen im Auge hat. —
Ein großer Irrtum wäre es nun, das Dienstverhältnis Christus gegenüber auf die Apostel und Priester allein zu beschränken. Es erstreckt sich auch auf die gesamte Laienwelk. Als Gewährsmann habe ich für diese Ansicht den hl. Kirchenlehrer Augustinus, dem ich folgende Mahnung entnehme:
„Wenn ihr, Brüder, den Herrn sagen hört: „Wo ich bin, da wird auch mein Diener sein", so sollt ihr nicht bloß an gute Bischöfe und Kleriker denken. Auch ihr sollt in eurer Weise Christus
dienen durch ein gutes Leben, durch Spendung Almosen, durch Verkündigung' seines Namens seiner Lehre, wo ihr könnt, damit auch jeder milienvater auf diesen Namen hin erkenne, er seiner Familie väterliche Sorge schulde. Christi und des ewigen Lebens willen warne, lehre, ermahne, tadle er alle die Seinigen; er weise Wohltaten, übe Zucht. So wird er in nem Hause ein kirchliches und gewissermaßen
von und , Fadatz Um be- er- sei- bi-
schöfliches Amt erfüllen, indem er Christus dient,
um ewig bei ihm zu sein. Ja, Dienstleistung des Martyriums eurer Mitte vollzogen: viele, die Priester waren, Jünglinge und
auch jene höchste haben viele aus nicht Bischöfe und Jungfrauen, viele
Ehemänner und Ehefrauen, Familienväter und Familienmütter haben im Dienst Christi als Mür- tyrer ihr Leben gelassen und aus der Hand des Vaters die herrlichsten Kronen empfangen.
Der Talpfarrsr.