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Sonntag, 23. Oktober 1932

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Religiöses Wochenblatt für die katholischen Gemeinden Kassels.

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Zum gowrnLu PrtvpLLZubttSuM WULSMS HoÄtmSr-rgpsu Herrn ViMofs!

m 28. Oktober, dem Feste der Apostel Simon und Juda, feiert die Diözese Fulda mit ihrem Overhir- ten abermals einen Tag

trendiger und dankbarer Erinnerung: Am kommenden Freitag vollendet sich nun halbes Jahrhundert, seitdem Se.

Exzellenz in der Ewigen Stadt das 1)1- Sakrament der Priesterweihe emp- ing.

Als Bischof Joseph Damian vor nunmehr 25 Jahren, kurz nach seiner Erhebung auf den Bischöflichen Stuhl, sein silbernes Priesterjubiläum feierte, schrieb der Bonifatiusbote in Nr. 43 oom 27. Oktober 1527:

Wir bringen dem Hochwürdigsten Herrn zu dem Tage, da der silberne Kranz sich um die Priesterstirne schlingt ML ehrerbietigsten Glückwünsche darund bitten alle unsere Leser, am Jubi- . läumstage seiner im Gebete zu geden- en, damit der liebe Gott die schwere st Bürde, die mit der hohen Würde, be- onders in unseren Tagen, verbunden st, ihm tragen hilft und es ihm der- rinst vergönnt ist, auch den goldenen P.iesterkranz sich aufs Haupt zu setzen, wenn der Silberkranz die Mitxa schmückt."

Gott hat diesen Wunsch und diese Gebete erhört. Nachdem Se. Exzellenz am 19. März dieses Jahres den Silber­kranz um die Mitra schlingen konnte, darf er nun auch den goldenen Kranz des Jubilarpriesters tragen. Mit ihm freut sich die ganze Diözese, mit ihm danken wir Gott, mit ihm schauen wir ^zurück aus die 50 Jahre priesterlichen und hohepriesterlichen Wirkenssür Gnade und Wahrheit". Und wir alle bitten den ewigen Hohenpriester, daß er seinen Gesalbten auch weiterhin schützen und segnen und ihn dem Bis- 1 tum Fulda noch recht lange in Kraft und Gesundheit erhalten möge.

Gerne hätte Se. Bischösl. Gnaden die Jubelfeier in Rom begangen, um

Dr. joWt Damian Hdimiit, Bif*oj von fw»a,

Päpstliche« Thtoeiagßpent, Jubflatpilefter» ,

an Ort und Stelle nach 50 Jahren alle die erhebenden Erinnerungen seiner Ju­gend wieder zu erwecken und zur Stei­gerung frommer Dankbarkeit aus sich wirken zu lassen. Gerne hätte er aus Anlaß des silbernen Bischofs- und gol­denen Priesterjubiläums aua- dem Statthalter Christi auf Erden von neuem seine Huldigung dargebracht. Aber die ernsten Zeitverhältnisse lie­ßen ihn davon absehen.

Umso mehr dürfen wir uns freuen, daß der Hochwürdigste Herr seine Ju­belmesse in unserer Mitte feiert. Und mit ihm wollen wir in diesen Tagen zurückblicken auf die gnädige Führung, die Gott ihm in einem langen Leben von jetzt fast 75 Jahren und besonders in diesen 50 Priesterjahren hat zuteil werden lassen.

Geboren wurde er zu Marbach int Kreise Fulda am 22. April 1858 als Sohn des Gast- und Landwirts Fried­rich Schmitt und seiner Ehefrau Tere- sia, geb. Gnau (aus Rüdigheim). Das Haus Nr. 65 in Marbach, in dem Dr. Joseph Damian Schmitt das Licht der Welt erblickte, trägt heute eine Ge­denktafel. Am 23. April wurde er in der Pfarrkirche zu Marbach durch die Taufe zum übernatürlichen Leben wiedergeboren als Kind Gottes und Mitglied der heiligen Kirche.

Während feine Mutter (geboren am 18. JUÜ1L28) ein hohes Alter erreichte und noch die Erhebung ihres Sohnes aus den Bischöflichen Stuhl erlebte (sie starb im Bischösl. Palais zu Fulda am 15. Juli 1909), wurde der Va­ter bereits sieben Monate nach der Geburt seines Sohnes der Familie ent­rissen. Er starb an den Folgen einer Hirnlähmung am 30. Nov. 1858. Das war ein harter Schlag für die Familie. Aber wir müssen darin eine befondere Fügung der göttlichen Vorsehung er­blicken?