§ mir in einer Laune einfiel, meine nächsten Mengen zu prüfen, ein bißchen Spiel mit dem Emst u treiben. Ich habe ihnen porgerebet, ich hätte neine Stellung beim Theater verloren, ich habe nich arm vor ihnen gemacht, vor Pitt, meinem Zreunde, vor meinem stärksten Anhänger, vor Eva. «einer Braut---
„Und--?" kam angstvoll die Stimme der Mutter.
„Keiner hat standgehalten von denen, die mich iebhaben wollten, nur Du. Mutter!"
„Ich bin eine alte Frau--" wehrte sich die Mutter, „ich habe nicht mehr viel zu verlieren."
„Gerade Du hast viel zu verlieren, die Siche- •una Deines Alters, wenn Du Dich ausgibst."
Und da sie nicht antwortet, blickte er in ihr Pies Gesicht, das viel auf Erden geliebt und auf Vie- es verzichtet hatte, und der Atem stand ihm still )or dem Glanz in ihren runzligen Zügen.
„Ja, Mutter. Liebe---Liebe ist selten; das habe ich jetzt erfahren. Nur eine Mutter hat immer Liebe und kann immer geben und wenn sie bettelarm an äußeren Gütern wäre--".
„Dann bleibst Du gar nicht hier," fragte sie mit leiser Traurigkeit. Ihr Leben war mit einem Male voll Sonne gewesen und nun hatte es wieder Schatten.
„Nein, Mutter, ich habe glänzende Verträge zu erfüllen, es geht mir gut. Nur fehlt mir noch ein Mensch, der zu mir hält. — Wenn Du mitgehen wolltest. Mutter?"
„Mit zu Dir? Ach Gott, das habe ich mir schon immer gewünscht, Aber kannst Du denn wirklich eine alte Frau bei Dir gebrauchen?"
„Eine alte Frau. Mutter, mit dem reichsten Ferien voll Liebe: gerade das brauche ich, Mutter!"
Ergänzungen zu Schotts Meßbuch der hl. Kirche. Neue Messen (Herz-Jesu-Fest, Christkönigsfest, Petrus Canisius, Bellarmin, Johannes M. Vianney, Eudes, Theresia vom Jesukinde, Fest der Mutterschaft Mariä, Margareta M. Alocoque, Albertus - Magnus.) Freiburg i. Br., Herder. 1932.
„Der Jugendonkel". Zeitschrift für Kinder, mim- steriell empfohlen. Preis pro Jahrgang RM. 2.40; dafür werden 24 hefte geboten, je 16 Seiten stark; Druck auf feinstem, holzfreien Papier; jede Nummer enthält eine Kunstbeilage, abwechselnd in Vierfarben- und Kupfertiefdruck. Verlag „Ars sacra" Joseph Müller, München, Friedrichstr. 18. Man staunt, wie es möglich ist, diese vorzügliche Kinderzeitschrift für 10 Pfennig die Nummer herzustellen.
Geschichte der Kirche in ideengeschichtlicher Betrachtung. Eine Sinndeutung der christl. Vergangenheit in Grundzügen unter Mitwirkung von Univ.-Prof. Dr. Fr. X. Seppelt, Breslau und Oberstudienrat O Koch, Dort- s mund, dargestellt von Universitätsprofessor DDr. Joseph Lortz, Braunsberg (Ostpr.). Verlag Aschendorff, Münster i. Wests. A. Einbandausgabe mit Register für den Selbstgebrauch der Gebildeten (Ganzleinen XXII und 393 und 38 S. 8.50 RM.). B. Ausgabe in 4 heften zum Gebrauch an den Oberstufen höherer Lehranstalten:
1. Die Geschichte der Kirche im Altertum oder die Kirche
inmitten der antiken Kulturwelt. 2. Aufl. 83 S. '30. kart. RM. 1.35. 2. Das kirchliche Mittelalter oder die Kirche als Führerin des Abendlandes. VIII u. 104 S. ’30. kart. RM. 1.80. 3. Die kirchliche Neuzeit oder die Kirche im Kampfe mit der autonomen Kultur. 1. Epoche: die offenbarungsgläubige Zeit. 1. und 2. Aufl. XII u. 116 S. 31. kart. RM. 2.06. 4. 2. Epoche: die offenbarungsfeindliche Zeit. 1. u. 2. Aufl. VII u 89 S. 31. kart. RM. 1.52. Ausführliches Stichwortregister, 38 S. kart. 70 Pf. Der Aufbau ist klar und übersichtlich; schon das Inhaltsverzeichnis ist wertvoll. Das Werden des Gottesreiches wird fesselnd geschildert, die großen Richtlinien werden aufgedeckt, Zusammenhänge gezeigt; dabei berührt wohltuend die ruhige vornehme Würdigung die auch dem Gegner gerecht wird, und die unparteiische Darlegung der Schäden und Mißstände in der Kirche selbst. Mit einem Wort, es ist ein Werk, das uns wirklich den Sinn der Kirchengeschichte erschließt ... Ich möchte es in der Hand eines jeden Gebildeten wissen Es müßte unter gebildeten Katholiken überall verbreitet werden.
Ignatius von Loyola. Beiträge zu seinem Charakterbild. Von Anton Huonder S. I. herausgegeben von Balthasar Wilhelm S. I. 368 Seiten mit mehreren Kunstdrucktafeln. Preis 9 RM. Katholische Tat-Verlag, Köln 1932. St. Ignatius war ein Man von weltgeschichtlicher Bedeutung, ein Charakter von zwingender Größe. Diesen Mann in seinen charakteristischen Zügen möglichst wahrheitsgetreu und lebenswarm herauszustellen, war das Ziel, welchem P. Anton huonder S. I. lahrzehntelange Arbeit geopfert hat. Leider konnte er
sein Werk nicht selbst vollenden. Ein Mitbruder vons ihm, P. Balthasar Wilhelm S. I., hat die hinterlassenen Ausführungen in mühevoller Nachprüfung unter möglichster Schonung der Eigenart des Verfassers druckfertig gemacht. Anschaulich ersteht vor uns die ritterliche Gestalt des großen Spaniers; wir lernen aus feinem Werke, aus seiner Ordensstiftung, den weisen, gotterleuchteten Meister kennen und sehen ihn bei seiner klugen, weltumspannenden Tätigkeit zur Ehre Gottes und zum heile der Seelen. Nicht nur die Söhne des Ordensstifters, sondern auch andere Ordensleute sowie Weltgeistliche und gebildete Laien werden an dem wirklichkeitsnahen Bilde ihre Helle Freude haben und es mit Nutzen betrachten.
Erich Müller-Ahremberg, Der schwarze Gast von Ammergau. Roman. 8 (VI u. 310 S.) Freiburg im Breisgau 1932, Herder. 3.60 Mk., in Leinwand 4.80 Mk. Die Oberammergauer Passionsspiele haben viele Völker in ihren Bann gezogen. Wer aber weiß, daß ihre Vorgeschichte von zwei bittern Bildern umstanden ist? Dreißigjähriger Krieg und Pest! Diese Vorgeschichte der berühmtesten „religiösen Volksbühne" hat es einem jungen Autor angetan, Erich Müller-Ahremberg Er ging ihr in allen erreichbaren Chroniken und Aufzeichnungen nach. Die deutlich sich abzeichnenden Hauptgestalten der verbürgten Ueberlieferung gewannen in ihm neues Leben. So ist aus Geschichte in dem Buch „Der schwarze Gast von Ammergau" eine „Geschichte" geworden; eine Erzählung, die sich in allen historischen Einzelheiten, soweit es anging, an die Tatsachen hielt, in ihrer freien Gestaltung aber das Hohelied der Heimat und ihrer Menschen singt. ... — 1632 — Mitte des 30 jähr. Krieges. Aus dem rauchumwölkten deutschen Land heben sich die bayerischen Voralpen heraus. Welches Getümmel! Schwedische Reiter dringen unter ihrem blutjungen Fähnrich ins Ammertal, verheeren das Holzschnitzerdorf — vergeblich hatte der Rottmeister Echler zum Widerstand auf gerufen —, brandschatzen das Ettaler Kloster, morden den jungen Musiker P. Josef und flüchten vor des Echter Tochter, die sie in Krone und Mantel für die Muttergottes halten. Des Mädchen „Erwählter" Gottlieb half den Mönchen zur Flucht, auf dem Rückweg findet er Josef durchbohrt wie Sebastian. . . . 1633 — immer schwerer drückt der Bruderkrieg: hunger wird sein Helfer. Echler nahm den schwer verwundeten Schwedenfähnrich auf: die angstverwirrten Dörfler sehen darin die Ursache des fortwirkenden Unheils und revoltieren. Bis das Pestgespenst über die Berge schleicht und die Seuche anhebt. Gottlieb hilft dem alten Klosterarzt im Kampf gegen die Seuche. Er rettet viele, auch die Echler-Tochter und kommt selbst dabei um. halb leer ist das Dorf und sein Umland, als sich die Bauern zusammentun und für alle Zeit versprechen, in jedem Zehntjahr die Passion Christi zu spielen: zur Erinnerung an die Pest und Sühne des großen Krieges.
Marktb erichèe.
Fulda, den 8. Oktober. Am heutigen Buttermarkk bezahlte man für das Pfund Landbutter durchschnittlich 1.10 bis 1.00 Mk. Eier kosteten 10 Pfg. pro Stück. Gänse waren zu 65 und 75 Pfennig angeboten.
Fulda, den 8. Oktober. Zum heutigen Schweinemarkt waren 185 Ferkel aufgetrieben. Die Preise betrugen für Ferkel bis zu 6 Wochen 6 Mark, bis zu 8 Wochen 10 Mark und für solche bis zu 13 Wochen 14 Mark Größere Tiere über Notiz bezahlt. Der Handel war schleppend; es verblieb Ueberstand. — Am 15. Oktober beginnt der Auftrieb zum Markt um 7.30 Uhr.
ND. Frankfurt, 11. Oktober. (Eig. Drahtber.) Es wurden bezahlt für je einen Zentner Lebendgewicht: Rinder: Ochsen: vollst. ausgem. Höchst. Schlachtw, jüng 29—32, ältere 25—28, sonstige fleischige jüngere 20—24. Bullen: jüngere vollst, höchst. Schlachtw. 26—28. «onftige vollst, oder ausgem. 21—25. Kühe: jüngere vollst. Höchst Schlachtw. 25—27, sonstige vollst, oder ausgem 21—24, fleischige 16—20. Färsen: vollst. ausgem. höchst Schlachtw. 31—33, vollfleischige 27—30, fleischige 22—36.
Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 41—44, mittl. Mast- und Saugkälber 37—40, geringe Kälber 33—36. Auftrieb: Rinder 1505, Ochsen 398. Bullen 162 Kühe 488, Färsen 394, Kälber 502. Schafe 181. Marktverlauf: Rinder ruhig und Ueberstand, Kälber und Schafe rege und ausverkauft.
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Des israelitischen Versöhnungsfestes halber fand am Mo n t a g kein handel in Rindern, Kälbern und Schafen statt. Lediglich Schweine wurden notiert. Auftrieb 4598. Es wurden bezahlt für 1 Zentner Lebendgewicht: vollst, von 120—150 Kilo 45—47, vollst, von 100—120 Kilo 43—47, vollst, von 80—100 Kilo 42 bis 46, fleischige von 60—80 Kilo 40—43. Marktverkauf: mittelmäßig, geringer Ueberstand. Fettschweine über Notiz.
Sdietj
3m Zoo. Selbstgespräch: „Also zehntausend Mark ist so ein Gorilla wert?!" — Und da schämt man sich, vom Affen abzustammen!"
Die Hauptsache. „Alle Wetter, das ist aber eine Sehenswürdigkeit, das neue Restaurant!" „Gewiß haben Sie da die prachtvollen Wand- und Deckengemälde be=
Nummer 42 / Seile 15. wundert, dann das herrlich geschnitzte Büffet und die bequemen Stühle?" — „Nein, so weit sind wir noch nicht gekommen. — heute haben wir vorerst mal das Bier probiert!"
Galant. Reiche Erbin (am Strande): „Ach, wie mich die Mücken umschwärmen!" — Verehrer: „Und da spricht man von unvernünftigen Tieren!"
Langsamer Aufstieg. Beamter (sinnend am Schreibpult sitzend): „Seit 30 Jahren bin ich zweimal befördert worden. Und das nennt man dann Beamtenlaufbahn!"
Wissenschaft. „Hör mir auf, mit der modernen Wissenschaft!" schimpft Klabarkes. „Durch die moderne Wissenschaft bin ich um ein ganzes Jahr meines Lebens gebracht worden!" — „Verstehe ich nicht!" — Na, Fingerabdruck!"
ksLttssvorbsnd
Am Donnerstag, den 20. Oktober, sollen die Kinder aus Wuppertal (Elberfeld und Barmen) und am Mittwoch, den 26. Oktober, die aus Essen und Oberhausen wieder in die Heimat zurückkehren. Am Samstag, den 17. Dezember, soll dann noch eine gemeinsame Rückfahrt stattf'.nden. Die Kinder, die mit diesem Transport zurückfahren, müssen an den genannten Tagen um 8 Uhr in- Fulda im Wartesaal 3. Klasse sein. — Am Mittwoch, den 26. Oktober, fahren auch die Kinder aus Berlin weder in die Reichshauptstadt zurück. ^Diese Kinder aus Berlin müssen sich vor 11.30 Uhr in Fulda im Wartesaal einsinden.
mitte Gaben
Kindheit Jesu- und Schuhengelverein. Gersfeld 4, Mernes Schule 12.95, Kämmerzell, für ein Heidenkind Thekla 21, Haselstein 13.55, Niederklein Schule 33.75, Neustadt (Kr. Worbis) 42, Oberndorf 15, Allendorf (Kr. Kirchhain) 20, Großauheim Schule 29, Höchst 21, Bauerbach 11.90, Ginseldorf 5.70, Stadtpfarrl. Mädchenschule 32.20, Leimbach 7.10, Malges 5.60, Kefferhausen 80, Birkenried 45, Beberstedt 25, Hofgeismar 18, Kranlucken 7.50, Langensalza Schule 8, Mengelrode 10, Niederorschel 20, Oberrodenbach 20, Worbis 78, desgl. für 2 Heidenkinder Luitgardis und Dorothea 42, Bremen 12.65, Amöneburg 11.60, Birkenfelde 14, Thalwenden 6.60, Reinholterode 10, Kirchworbis 43.76. Durch den kath. Lehrerverband: Pilgerzell 23.70, Flieden 5.30, Malges 9, Wissels 9.30, Steinau 9.75, Emsdorf 14, Uffhausen 7.60, Traisbach 10.80, Johannesberg 40, Bad Orb für ein Heidenkind Maria 21, Dorfborn 3.45, Rückers 25, Niederbieber 7.70, Kohlhaus 48, Neuenberg 4.70, Oberrode 7.14, Volkmarsen 29.40, Wirtheim 44.
Gottesdienstordnung.
Sonntag, den 16. Oktober 1932.
Fulda. Dom. Deichtgelegenhelt: Samstag vormittaa Vz6—8 Uhr, nachm. 2-3 Uhr für die Kinder, ''25—7 Uhr und von '/,8—'/?9 Uhr für Erwachsene Sonntag vormittag von V6 Uhr an. Gottesdienste: V26, 6, 727, 7 Uhr hl. Mellen. In der Marienkapelle um 7 Uhr hl. Messe und heilige Kommunion für die Mar. Jungfrauen- sodalität. 8 Uhr Pfarramt, Umgang, Predigt, hl. Segen und hl. Kommunion für das 5. Schuljahr und alle chiisten- lehrpflichiigen Jungfrauen. MO Uhr Kathedralamt mit Predigt. %12 Uhr letzte heilige Messe mit Predigt. 1/?2 Uhr Sakraments-Andacht. 3/«3 Uh, Ansprache und Andacht für die Mar. Iungfrauensodalilät. 4 Uhr Predigt, Biuder- schaftsandachl mit Heil. Segen. 7 Uhr Rosenkranzandacht. Wochentags: '>-6, 6, '^7, 77< u. 9 U. hl. Messen m. Austlg. der hl. Komm. Jeden abend %8 Uhr Rosenkranz-Andacht. — Stadtpsarrtirrhe. Beichtgelegenheit: Samstag nachm. 3—7, 77a—8‘/4 Uhr, Sonntag irüh 6—7 Uhr. Sonntags- gottesdienste: 6 Uhr heil. Messe und hl. Kommunion für die Notburgakongregation. 63'« Uhr heil. Messe und heil. Kommunion für die Jungfrauensodalität und Marthagruppe.
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