Kette 4 / Nummer 42. y^-—■WM U Hü UM I——...... ■
3U vertreten, mehr noch: den Geist Christi in der Jugend wieder lebendig zu machen und dadurch eine starke Abwehrfront allen christusfeindlichen Elementen qeqenüber herzustellen. So werden sie in der Tat zu Welterneuerern, zu einer Welt, die christozentrisch sich aufbaut! Und nun die Kasseler Pfadfinder: Als sie im Januar des Jahres zusammen mit dem Jünglinasverein von St. Familia m einem Elternabend aufforderten, wird sich vielleicht mancher gewundert haben, wie eine so kleine Gruppe überhaupt den Mut aufbringen konnte zu solchem Handeln. Aber der Erfola hat gezeigt, wie richtig sie geschätzt hatten. Damls war es eine kleine Gruppe, heute sind es viele Einzelstämme, die sich über ganz Kassel verbreitet haben, und ftäm big wächst ihre Zahl. Das ist der beste Beweis für ihre Lebensfähigkeit. — Die Tagung von Trier hat es gezeigt, wie mächtig das „Feuer von Trier", das Bekenntnis zu Christus in der kathoafchen Jugend gewachsen ist. Die Kasseler Pfadfinder haben bewiesen, daß es auch in einer Diasporastadt unter manchen Schwierigkeiten möglich ist, dieses ..Feuer von Trier" immer weiter und größer brennen zu lassen, bis es eines Tages alles erleuchtet hat. bis eines Tages die ganze Jugend geschlossen sich zu Christus bekennt. Das allerdings liegt noch in weiter Ferne. Gott gebe, daß es erreicht werde! Wir aber wollen Euch wünschen, Ihr lieben Pfadfinder. daß Ihr immer mehr findet, die mit Euch gehen wollen und mit Euch arbeiten wollen im ©eiste des „Allzeit bereit!" Gott mit Euch! Dann wird alles gut. Karl Eisenberg. ßaMoMiditrei 6 aff el
Schwedenkrieg. Pest und Ammergauer Passionsspiele. Ein Volk, das mit leerem Magen und erhitztem Kops Zeitgeschichte macht, verliert leicht die notwendige Achtung vor seiner Vergangenheit und auch den Blick für den Zu- iammenbang unseres Geschlechts mit jenen, denen wir entstammen. Viele wissen, von Außergewöhnlichkeiten geblendet nichts mehr von den Unveranderlichkeiten der menschlichen Natur. Blinde sehend zu machen, begt freilich nicht im Machtbereich eines Buches. Aber eine Brille au finden, mit der es möglich sein wird, uns ferngeiuate M-wachen und Geschehnisse sinnvoll und bedeutungsreich näherzubringen - das ist die Absicht des historischen Erzählers Und gerade unsere, von Hoffnungslosigkeit gezeichnete Gegenwart fordert zum nachdenklichen Vergleichen mit ähnlichen Notzeiten in der Vaterlandsgeschichte heraus . . . Jenes nach Kriegs- und Pestjahren geleistete Gelöbnis der Ainmergauer, das bis zum heutigen Tag treu gehalten unt) gewahrt wird, galt und gilt als ergrei- fei'des Beispiel für Wert und Größe eines starken, unbeugsamen Vertrauens. Die Oberammergauer Passionsspiele haben viele Völker in ihren Bann gezogen. Wer aber weiß, daß ihre Vorgeschichte von zwei bittern Bildern umstanden ist? Dreißigjähriger Krieg und Pest! Diese Vorgeschichte der berühmtesten „religiösen Volksbühne" hat es einem jungen Autor angetan. Erich Müller Ahremberg. Er ging ihr in allen erreichbaren Chroniken und Aufzeichnungen nach. Die deutlich sich abzeich- nenben Hauptgestalten der verbürgten Ueberlieferung gewannen in ihm neues Leben So ist aus Geschichte in dem Buch „Der schwarze Gast von Ammergau" (Erich Müller-Ahremberg, Der schwarze Gast von Ammergau. Roman. 8° (VI u. 310 S.) Freiburg im Breisgau 1932, Herder. 3 60 Mk.; in Leinwand 4.80 Mk.) eine „Geschichte" geworden; eine Erzählung, die sich in allen historischen Einzelheiten, soweit es anging, an die Tatsachen hielt, in ihrer freien Gestaltung aber das Hohelied der Heimat und ihrer Menschen fingt. 1632 — Mitte des Dreißigjährigen Krieges. Aus dem rauchuniwölkten deutschen Land heben sich die bayerischen Voralpen heraus. Welches Getümmel! Schwedische Reiter bringen unter ihrem blutjungen Fähnrich ins Ammertal, verheeren das Holzschnitzerdorf — vergeblich hatte der Rottmeister Echter zum Widerstand aufgerufen —, brandschatzen das Ettaler Kloster, morden den jungen Musiker Pater Josef und flüchten vor des Echler Tochter, die sie in Krone und Mantel für die Muttergottes halten. Des Mädchens „Erwählter" Gottlieb half den Mönchen zur Flucht, auf dem Rückweg findet er Josef durchbohrt wie Sebastian... 1633 — immer schwerer drückt der Bruderkrieg: Hunger wird sein Helfer. Echler nahm den schwer verwundeten Schwedenfähnrich auf; die angstverwirrten Dörfler sehen darin die Ursache des fortwirkenden Unbeils und revoltieren Bis das Pestgespenst über die Berge schleicht und die Seuche anhebt. Gottlieb hilft dem alten Klosterarzt im Kampf gegen die Seuche. Er rettet viele, auch die Echler-Tochter, und kommt selbst dabei um. Halb leer ist das Dorf und sein Umland, als sich die Bauern zusammentun und für alle Zeit versprechen, in jedem
Zehntjahr die Passion Christi zu spielen: zur Erinnerung an die Pest und Sühne des großen Krieges.
Ein Trostbuch. „Lichtstrahlen" heißt das neue Buch von Professor Dr. D o n d e r s, (Dr. Adolf Donders, Lichtstrahlen. Religiöse Gedanken im Werktagsleben. 3 Bände. 8° Freiburg im Breisgau 1932, Herder. 3 Bände in einem Leinenband 5.60 Mk. 1. Band: Es werde Licht. (VI u. 116 S.) 1.40 Mk.; kartoniert 1.80 Mk. 2. Band: Das Licht der Welt. (VI u. 148 S.) 1.40 Mk.; kartoniert 1.80 Mk. 3. Band: Wandelt im Licht. (VI u. 118 S.) 1.40 Mk.: kartoniert 1.80 Mk.) das eben in drei schlanken und netten Bänden erscheint. Wenn man nach dem Lesen ein Urteil über sie abzugeben hat, so hält man sich am besten an den Titel — er sagt alles: In einem lärmvollen, schaffensheißen Arbeitssaal wird ein Fenster weit geöffnet. Licht fällt ein, liegt über den Gesichtern und Werkzeugen, und dahinter steht der unbegrenzte Himmel. Den vielen vor Lebensangst und -hast èng und kurzsichtig gewordenen Menschen bringt dieses Buch Licht in die Seele: Gottes Wort läßt sie ihre durch Tageseinerlei oft überdeckte und vergessene Macht empfinden. Wie geht das zu? Gibt es hochtönende Worte zu hören? Gilt es, theologischen Studien zu folgen? Nein, ein Christ und verstehender Zeitgenosse spricht sich vom Herzen, was ihm selbst und was jedem Gegenwartsmenschen die „Worte des ewigen Lebens" au sder Heiligen Schrift als Trost, Stärkung, Richtweiser sein können. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt." Es wird heute nicht viele Bücher vom religiösen Leben geben, die jenes Wort so lebendig, ruhig, überzeugend und beglückend erweisen. Während das erste dieser „Trostbücher" nach der Bibel von Gott, von den Geheimnissen der Religion, von der Menschenseele und ihrem Drang hinauf: vom „Oberreich" also spricht, handeln Band 2 und 3 — dem liturgischen Gang des Kirchenjahres sol- gend — vom Leben in „dieser Zeit", seiner Bemächtigung aus Kraft der Seele. Nicht wie sonst muß man sagen: der und jener, Priester ober Laie, Jugend ober Alter wird besondere Freude am Buch haben — sie alle könnten es als Haus- und Besinnungsbuch gleich gut brauchen!
Vereinskalender.
Sonntag, den 16. Oktober.
Kalhol. Gesellenverein. Abends 8 Uhr Versammlung unserer Alt- und Ehrenmitglieder; Vortrag von Herrn Strafanstaltsoberlehrer C. Rohe über „Modernen Strafvollzug".
SL Annäverein St kunigundis. Während der Frühmesse gemeinsame hl. Kommunion. Nachmittags Teilnahme an der Andacht.
Kath. Männervsrein St kunigundis. Während der Frühmesse ist anläßlich des Stiftungsfestes Generalkommunion aller Männer.
Jungfrauenkongregation St. Joseph. In der Frühmesse gemeinsame hl. Kommunion, nachmittags Versammlung der Agnes-Gruppe.
Mariânische Jungfrauenkongregation St Maria. Der für vorigen Sonntag vorgesehene Ausflug wird nachgeholt. Treffpunkt 2 Uhr hinter der Stadthâlle.
Mütterverein St Marien. Die Mitglieder sind eingeladen zur Teilnahme am 25. Stiftungsfest des Mütteroereins in Bettenhausen. Näheres an der Vereinstafel.
Montag, den 17. Oktober.
Kirchenchor St Elisabeth. Abends 814 Uhr Probe.
Dienstag, den 1 8. Oktober.
Kath. Gesellenverein. Abends 8.30 Uhr Versammlung mit Vortrag des Herr Rektor Dietrich: „Was haben wir zu sagen zum Aufbau einer neuen Wirtschaftsführung?"
Vinzenzkonserenz St Joseph. Heute abend 7.30 Uhr Konferenz im Gemeindehaus.
Kirchenchor St Kunigundis. Heute abend nach der Andacht ist Probe im St. Heinrichs-Haus.
Jugend- und Jungmännerverein St Marien. Führer- und Vorstandssitzung beim Präses.
Marianische Jungfrauenkongregation St Maria. Nach der Rosenkranzandacht Uebung der Gesangsabteilung im Paramentenraum.
Mittwoch, den 19. Oktober.
Jugend- und Jungmännerkongregation St Kunigundis. Heute abend Dereinsabend im St. Heinrichshaus.
Verein Kath. Kaufm. Gehilfinnen und Beamtinnen. Abends 8'/, Uhr Vereinsabend.
Kirchenchor St Familia. 8.15 Uhr Uebung im Pa- ramentenfaale.. (Nicht mehr Dienstags.)
Kirchenchor St Marien. Ucbungsftunde.
Donnerstag, den 20. Oktober.
Kath. Jünglingsverein St Elisabeth. Abends 8 Uhr Dereinsabend mit Lichtbildervortrag.
Agnesgruppe. Abends 8 Uhr Versammlung
Jungfrauenkongregation St. Kunigundis. Heute abend Vereinsabend im St. Heinrichshaus.
Jugend- und Jungmännerverein St Marien. Versammlung nach der Rosenkranzandacht.
Marianische Jungfrauenkongregation St Maria. Versammlung der jüngeren Abteilung.
Goltes-iensfordnung.
Sonntag, den 16. Oktober 1932.
1. Pfarrkirche St. Elisabeth (Friedrichsplatz 16).
6‘/s Uhr hell. Messe. 7'/, Uhr heil. Messe. Danach! Generalkommunion der Jungfrauen. 8'/, Uhr heil. Messe: mit Predigt und Generalkommunion der Schülerinnen der höheren Schulen und der beiden letzten Jahrgänge beri Volksschule. ÖZ/« Uhr Hochamt mit Predigt. (Feier des - ■ Stiftungsfestes des Frauen- und Müttervereins.) 11^4 Uhrl' hl. Messe mit Predigt. 6 Uhr Rosenkranz-Andacht.
An den Wochentagen: 6lA, 7.10 und 8 Uhr heiliges Messen; am Dienstag und Freitag ist die erste hl. Messe - 'm Agneshause.
Rosenkranzandacht: Montag, Mittwoch und Freitag abends 8 Uhr, an den übrigen Wochentagen morgens in , der heiligen Messe um 7.10 Uhr.
Beichtgelegenheit: Samstag nachmittag von 5—7 Uhr und ’a8 — *A9 Uhr, Sonntag morgen von 6'/, Uhr an.
Komm.-Austlg.: An Sonn- und Feiertagen in oer : heil. Messe um 6'A Uhr, vor und nach der hl. Messe um 1 7'/« Uhr und im Kindergottesdienst um 8lA Uhr, an Werk- ' tagen in den hl. Messen.
2. Pfarrkirche St. Familia (Köln. Straße 53).
*A7 und 3a8 Uhr hl. Messen mit Kommum-Austeilg. V2IO Uhr liturg. Hochamt mit Predigt. 11 Uhr hl. Messe mit Predigt. Abends 6 Uhr Rosenkranzandacht. Monatskommunion der Jungfrauenkongregation und der Schulmädchen.
An den Wochentagen 7.10 und 73A Uhr hl. Messen. . Dienstag und Freitag fällt die zweite hl. Messe aus.
Dienstag u. Freitag abends 8 Uhr Rosenkranz-Andacht. .
Gelegenheit zur hl. Beichte: An den Vorabenden der : Sonn- und Feiertage von */a5 Uhr, morgens von 6V« > Uhr an.
Elisabeth-Krankenhaus. An Sonn- und Festtagen 6'/2 Uhr hl. Messe und nachmittags 3 Uhr Andacht. An den Werktagen 6‘A Uhr hl. Messe.
3. Pfarrkirche St. Marien (Hindenburgplatz).
7 und 8 Uhr heilige Messen mit Austeilung der hl. , Kommunion. (Gemeins. heil. Kommunion der Jungfrauen und der Schülerinnen.) *>210 Uhr Hochamt mit Predigt.- 11 Uhr hl. Messe mit Predigt. Abends 8 Uhr Rosenkranzandacht.
Hl. Messen an den Werktagen um l/j7, 7.10 und 8 Uhr.
Im Monat Oktober jeden abend um 8 Uhr Rosenkranzandacht.
Gelegenheit zur hl. Beichte: An den Vorabenden der Sonn- und Festlage nachmittags von *A5 Uhr ab, an den Sonn- und Festtagen selbst morgens von *A7 Uhr an. ,
Niederzwehren. (Herz-Jesu-Kapelle). 8 Uhr heilige Meße. 10 Uhr Hochamt mit Predigt; vorher Beichtgele- - genheit. An Wochentagen um 7 Uhr hl. Messe.
4. Pfarrkirche St. Joseph (Marburgerstraße 87).
7’/» Uhr Frühmesse mit Piedigt und gemeinschaftl. hl. Kommunion der Jungsrauen und Schulmädchen. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 2 Uhr sakram. Andacht.
Am Dienstag und Freitag abends 8 Uhr Rosen-. kranzandacht.
An den Werktagen 7.10 Uhr hl. Messe.
Beichtgelegenheit: Am Freilag und Samstag morgens nach der hl. Messe, am Samstagnachmittag von 'A4—4' Uhr und von 6—7 Uhr und '/«S-M Uhr. Am Sonntag morgen von *A7 Uhr an.
Komm.-Austlg.: An Sonn- und Feiertagen in der Frühmesse, an den Werktagen in der hl. Messe
Marienkrankenhaus. An Sonn- und Feiertagen 6*A Uhr HI. Messe, vorher Kommunion-Austlg. Nachmittags, 'A3 Uhr Andacht. An den Werltagen 6'/- Uhr hl. Messe.
Ihringshausen. ’AlO Uhr Hochamt mit Predigt; volher Beichtgelegenheit.
5. Kirche St. Kunigundis (Leipzigerstraße 145).
7^4 Uhr feierliches Segensamt anläßlich des 25jäbrigen (Stiftungsfestes des Frauen- und Müttervereins St. Anna. 10 Uhr stille hl. Meße. 2 Uhr Christenlehre und Ro en- kranzondacht. .
Werttaas ist die hl. Messe um 7 Uhr.
Montag ist Gottesdienst in Dbeifaufun; en.
Dienstag und Freitag abend 8 Uhr Rosenkianzandacht.
Donnerstag morgen 7 Uhr Segensamt.
Belchtgtlegenheit: Samstags nachm von 5—7 Uhr, Sonntags morgens von 7 — 7.40 Uhr, Werktags vor und nach der hl. Dieffe.
Kommunion-Austeilung : Sonntags morgens wahrend der Frühmesse. Werktags während der hl. Messe.
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Verantwortlich für den Textterl: Pir. Herbert. FriedrichsvIatz 16 und für den Anzeigenteil: I Pak«, zeller, Fulda.