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Seite 16 / Nummer 41.

t-manuer gibt es nicht mehr. Aber zur Beruhigung vieler kann mitgeteilt werden, daß die Vorschriften bet die Wanderversicherung davon unberührt -wn. Wer also Beiträge zur Jnvalidenverfiche- g geleistet hat und später zur Anqestelltenver- erung übergetreten ist hat seine Beiträge zur alidenversicherung nicht umsonst geklebt. Er

-mt auch nach der Notverordnung fein Ruhe- , aus der Angestelltenversicherung und dazu Steigerungssätze, die sich auf Grund seiner zur 'Ndenversicherung verwendeten Beitrags- en errechnen. — Hier möge gleich bemerkt w rden, daß die Renten jetzt nicht mehr nach oben abgerundet, sondern nach unten auf zehn . Pfennige aboerundet werden und 'war bei jeder Rentenzahlung. Das macht für den Einzelnen nicht viel aus, höchstens etwas über eine Mark im Jahre, die Versicherungsträger ersparen sich aber dadurch etwa zwei Millionen Mark.

Der Obstzüchter

legt alsbald die Leimringe gegen die Frostspanner an alle Obstbäume. Das Weibchen dieser gefähr­lichen Feinde des Obstbaues kriegt, da es nicht flie­gen kann, an den Bäumen empor, legt feine Eier in den Vaumknofpen an, aus denen im Frühjahr hellgrüne vom (kleinen Frostspanner) oder braune Raupen vom großen Frostspanner ausschlüpfen, die Blätter, Blüten und Früchte vernichten. Bis zum Dezember sind die Leimringe zu lassen und wenn nötig die Klebemasse (Brumataleim) zu er­neuern, um auch Nachzügler noch unschädlich zu machen.

Die Taubenschläge nachsehen.

Taubenhaltung wird häufig als reine Liebha­berei betrieben. Der Landwirt duldet die Tauben auf dem Hof, weil sie nicht allzu viel Futter benö­

tigen, und der Taubenschlag einmal üblich ist. Seine Frau weiß die geringen Einnahmen aus dem Ver­kauf der Jungtiere in heutiger Zeit zu schätzen, weil die Hühnerhaltung auch nicht allzu viel Geld ins Haus bringt. So bleiben denn die Taufen ziem­lich unbehelligt in ihrem Schlag, paaren sich, be­kommen Junge, aber niemand fällt es ein, einmal ihre Unterbringung sich anzusehen. Wenn jetzt der Herbst herankommt, dann ist vielleicht doch einmal Zeit, in den Taubenschlag zu steigen und die Tiere sich genauer zu betrachten. Dann wird es manch­mal große Ueberraschung geben; die Schläge sind seit Jahrzehnten nicht gereinigt, starren geradezu vor Ungeziefer, Flöhe gibt es dort, Stechmücken suchen sich in dem warmen Schlag ihr Winter­quartier, sie, die die Vogelmalaria übertragen und eine Wanze wird oft massenhaft gefunden, die in Wirklichkeit keine Wanze ist. Der Wissenschaftler heißt das Tier Taubenzecke, es lebt vom Blut und befällt in Massen die nächtigenden Tiere. Sie fül­len oft den Raum hinter der Verschalung, mit der Vogelmilbe zusammen, die bei ihrem ungeheuren Auftreten ^hr oft die Ursache zu rätselhaften To­desfällen unter den jungen Tauben darstellt. Mil­ben sind überhaupt beim Geflügel in reicher Aus­wahl zu finden; wenn die Tauben nicht recht mau­sern wollen, oder gar in den Schwanzfedern gelb­braune Pulvermassen auftreten, so ist die Feder­spulmilbe die Ursache, andere Milben übertragen gefährliche Krankheiten, manche sind überhaupt kaum als Milben zu erkennen, da sie sich selbst wie Bandwürmer ernähren.

Allen diesen Schädlingen ist recht schwer beizu­kommen. Häufig bleibt in Fällen, wo die Vogel- milbe und die Taubenzecke überhand genommen haben, nichts anderes übrig, als die ganze Holz­verschalung zu verbrennen. Besser ist es daher, die Taubenställe regelmäßig vorbeugend zu weißen und zu desinfizieren, damit die Schmarotzer keine Möglichkeit haben, sich ins Ungeheure zu vermeh­ren. Höherer Ertrag aus der Taubenhaltung wird die erfreuliche Folge sein.

GemUegSklners SMhnbst-Ssrze«.

Zuerst daran denken, daß bald die Zeit kommt wo das Gemüse eingewintert werden muß. Fäul nisverluste im Lager sind immer unangenehm be sonders wenn die Ernte recht reichlich war. Dann wird nämlich eng gelagert, und Pilzkrankheiten breiten sich mit ungeheurer Schnelle aus. Ein La­gerraum muß kühl, aber auch reinlich sein. Darum jetzt noch schnell den Keller ausweißen, der nicht in allen Fällen der beste Aufbewahrungsraum für Gemüse ist.

Die leeren Flächen im Garten werden immer größer, sie gilt es zu düngen und umzugraben. Das Dauergemüse setzt jetzt noch einmal mit star­kem Wachstum ein und verträgt daher sehr hohe, Wassergabeil, besonders unter Berücksichtigung der Trockenheit der letzten Wochen. Die Spargelbeete werden allmählich gelb, das Kraut ist abzuschnei­den und zu verbrennen.

Eine Aussaat kann bei Spinat, Feldsalat und Kerbelrllben erfolgen. Hackcrrbeit gibt es noch bei Rosen- und Blätterkohl. Nach der Ernte von Kohl­gewächsen ist darauf zu achten, daß die Strünke zu entfernen sind; sie dürfen aber nicht auf den Dunghaufen oder zum Kompost gebracht werden, sind vielmehr zu verbrennen oder mit Aetzkalk zu überstreuen. Nur dann wird es möglich sein, die Kropfkrankheit von den Beeten zu bannen.

In Hochlagen bringt der Herbst auch oft schon i Fröste; dort wird man auch die leickt gelblich ge­färbten Tomaten vor Eintritt der Gefahr pflücken, sie entweder in Torfmull oder in der Sonne Nach­reifen lassen. Gleiches gilt von den Bohnen, welche frostempfindlicher sind, als gemeinhin angenommen wird.

Verschiedenes.

Waschstoffe, seien es Seide, Leinen oder Baumwoll­gewebe sollte man, bevor man sie verarbeitet, durch­waschen, um zu vermeiden, daß späteres Eingehen des Stoffes den Sitz des Kleides oder der Bluse beeinträch­tigt.

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