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Sette 8 / Nummer 37.

meinde seine Bereicherung und Vertiefung erfah­ren

Sehr eindrucksvoll war die Festversamrnlunq des B o n i l a t I u s v e r e i n s, die unter Teil­nahme des apostolischen Nuntius zu einer mäch­tigen Kundgebung für das Hilfswerk der Katholi­ken in der Diaspora wurde.

Einen tiefen Eindruck hinterließ auch die große volksdeutscheKundgebung des Neichsverbandes für die katholi­schen Ausländsdeutschen, in der Kanoni­kus Steinwender -Salzburg über „Die Volks­deutsche Sendung der deutschen Katholiken" einen Festvortrag hielt.

Von den Sonderveranstaltungen seien noch ge­nannt die

Generalversammlung des Volksvereins für das katholische Deutschland und das Treffen der katholischen Studenten­vereine.

Seinen Abschluß und Höhepunkt zugleich fand der Freitag mit den beiden ersten öffentlichen

Slbendverfammlungen

in den Ausstellungshallen, in denen Arbeiter­sekretär G öcke l n - Düsseldorf und Prälat Prost Dr. Schreiber- Münster, sowie Dechant Hom- scheid-Koblenz und Universitätsprofessor Dr. Dessauer- Frankfurt a. M. sprachen.

Ueber das Thema

„Der lebendige Gott"

führte Dechant und Ehrendomherr Albert H om­scheid-Koblenz u. a. aus: Das Thema unserer Tagung heißt „Christus in der Großstadt!" Wollen w r aber dem Sinn des Themas einen festen Bo­lden und einen lebendigen Inhalt sichern, dann kann das Thema der ersten Rede gar nicht anders heißen als: „Der lebendige Eott!" Die Lebendig­keit Gottes aber ist nichts anderes als seine Drei­einigkeit und Dreifaltigkeit, der le­bendige Gott im unzugänglichen Lichte, in dem wir, auch die Menschen der Großstadt, leben Der tiefste Sinn und die lauteste Wirklichkeit im in­neren Leben des dreieinigen Gottes ist die so­ziale Hingabe seiner s e l b st, ist die so- zia'e Lebensgestaltung, die, von Liebe durchglüht, alles Leben ausstrahlt. — Weiß der m o - derne Großstadtmensch noch etwas um diesen lebendigen Gott in der Schöpfung und im eigenen Innen­leben? Weiß er, daß die tiefsten Gesetze der Technik sozial-ethische sind? Unsere Wissenschaftler haben so erakt und gewissenhaft geforscht, daß sie nun auf allen Gebieten bis an die Stelle gekom­men sind, wo die Seele anfängt zu fragen, ob das Gefundene auch in einen großen Lebenszusammen­hong hineingehört, ob in dem Gefundenen nicht ein Sinn liegt, der aus gei stigen Kräften jenseits aller Natur kommt. Weil sie erakt geforscht haben, mußten sie zur M e t a p h y - s i k kommen, wo der lebendige Gott ihnen begeg­net. Der Ort an dem der moderne Mensch Gott am nächsten kommt ist nicht mehr die Kirâ>c, son­dern das physikalische Institut. Die moderne Physik ist im Grunde ihres Wesens nichts an­deres als ein Weg des Menschen zuGott. Nicht die Wissenschaft, nicht das Laboratorium stehen gegen Christus, gegen den lebendigen Gott, sondern Menschen stehen entgegen, de- renSeele keineRuhe zurEinkehr hat. Der lebendigste Grundzug in der Lehre, im Gesetz, im Kultus und in den Sakramenten der Strebe ist ein sozialer. Menschen, die nicht an Christus glauben, sagen: Cs will Abend werden. Wir aber sagen zu dem lebendigen Gott, der schon so lange in stillen Tabernakeln der Großstadt wohnt: Herr, bleibe bei uns! Wenn wir zu den Menschen der Großstadt gehen, um ihnen Christus zu bringen, dann dürfen wir nicht mit einem Problem antangen, sondern mit der wirklichsten Wirklichkeit, dem 'dreifäl­tigen Gott. Unsere heilige Kirche weiß, daß das dreifältige Leben des Ewigen das Vorbild, die Triebkraft und die Voll­

endung der Weltentwicklung fein muß. Weil sie in Treue dieses Dogma hütet und all ihr Sein und Wirken aus ihm herleitet, weil der lebendige Grundzug in ihrer Lehre, in ihrem Gesetz, im Kultus und in den Sakramenten ein so­zialer ist, kann sie ruhig zu den Menschen der Großstadt gehen.

Anschließend begann Prof. Dr. Friedrich Des­sauer seine Rede über das Thema:

Großstadt, Technik, Christentum.

Großstädte können aus zwei Grundkagien be­stehen: Sklaverei oder Technik. Die Großstädte der Gegenwart sind auf Technik be­gründet. Was aber ist die Technik? Wir brau­chen nur einen Mick in die Großstadt zu tun, um uns bewußt zu werden, daß wir ganz ein- gehüllt sind in technische Gebilde und angewiesen auf ihre zweckgerichteten und somit geistgeprägten Formen. Es gibt aber auch kein Zurück. Die immer wieder gestellte Frage ist, o b das Ganze einen Sinn habe. Man braucht nur das neue Buch von Oswald Spengler zu erwähnen, um die äußerst schiefen Vorstellungen kennen zu lernen, die oft mit großer Ueberheb- lichkeit von Unkundigen geäußert werden. Aber auch sehr ernste Denker wie Spranger miß­deuten das Wesen der Technik. Von den frühesten Zeiten der Menschheit geht ein tiefes Sehnen durch alle Zeiten: das Sehnen der Be­freiung. Es folgt dem uralten Gottesbefehl, nicht der Ehre, der Naturgesetzkichkeit verhaftet zu bleiben wie Pflanze und Tier, sondern kraft der Gottesähnlichkeit über sie Herr zu werden. Der Christ kann diese gesamte Entwicklung nicht verneinen. Die Entartungserscheinungen und besonderen Nöte der Zusammenballung sind freilich da, und sie sind ernst. Aber der Fehler liegt darin, daß wir die Entartung für die Sache selbst halten, wogegen die Technik selbst geweiht ist. Betrachtet man sie mit den Augen des Philosophen, so führt sie vorden Thron des Schöpfers.

Vs«Mkßârss

3m Exerzitienhaus „SL Joseph", Hofheim i. T.. fin­den folgende geschlossene Exerzitien statt: 13.—17. Sept.: Beamte (und andere Herren): 18.—23: Journalisten: 25. bis 29. Sept.: Gymnasiasten (obere Klassen): 3.—7. Okt.: Lehrerinnen: 10.—14.: Priester. 16.—20. Okt.: Tagung für kathol. Siedlungsdienst: 22.—26.: Beamte, Kaufleute (und andere Herren), Arbeitslose Ermäßigung; 30. Okt. bis 4. Nov.: Jungfrauen, die schon Exerzitien gemacht: 7.—11. Nov.: Priester; 14.—18.: Schulungskursus für Präsides der Gesellenvereine. — Beginn der Kurse am Abend des erstgenannten Tages (Ankunft gegen 5 Uhr, 7 Uhr Abendessen, 8 Uhr Eröffnung) Schluß am Mor­gen des letztgenannten Tages. Nur Einzelzimmer (Zen­tralheizung). Unkosten pro Kursus Mk. 12.—. Zu den Nachmittagszügen ^4—7 Uhr steht ein Auto gegen mäßige Vergütung am Bahnhof; zu späteren nur auf be­sonderen Wunsch bei genauer Angabe der Ankunst. Hof­heim ist Bahnstation an der Strecke: Frankfurt—Höchst— Limburg a. d. L.

Verwegener Banküberfall in Amerika. Ein ver­wegener Banküberfall wurde in Beloit im Staate Wis­consin ausgeführt. Sechs mit Maschinengewehren be­waffnete Banditen drangen in das Gebäude der Se- cond National Bank ein, schlugen zwei Angestellte, die sich zur Wehr setzen wollten, nieder und zwangen meh­rere Stenotypistinnen, 500 000 Dollar in Banknoten zu einem vor dem Ausgang stehenden Automobil zu tra­gen. Die Banditen entkamen mit ihrer Beute. Ehr­lichkeit und Gewissenhaftigkeit bieten sicheren Schutz ge­gen Geld und Gut und Menschenleben als Panzerkassen und Waffen.

Böthet

Regensburger Marienkalender für das Jahr 1933. 68. Jahrgang. Herausgegebenen von Dr. Alfons Heil­mann. 128 Seiten. Preis: 65 Pfg. Verlag Josef Kü­sel u. Friedrich Pustet, München. Als gern gesehener Gast kehrt der „Regensburger Marienkalender" mit sei­nem neuen Jahrgang 1933 zum 68. Male in die katho­lische deutsche Familie ein.

Alois Dempf, Privat-Dozent an der Universität Bonn, „Volk und Völker im Gottesreich" (Bücherei des Katholischen Gedankens, Buch 14. Augsburg, Verlag Haas u. Grabherr. Geb. 1.20 Mk. Das Buch darf ge­rade der christlichen Jugend nicht vorenthalten werden. Jeder Pädagoge sollte es gründlich im Unterricht aus­nützen. Jeder Christ sollte sich mit diesen zeitgemäßen, dringlichen Problemen auseinandersetzen.

Wilhelm Schmidt: Die Stellung der Religion

Rasse und Volk. Verlag Haas u. Grabherr, Augsbura. Geb. 1.20 Mk. Das Büchlein kommt ganz zur rechte» K Zeit und aus der rechten Hand. Da landauf, landab Stümper und Krakeeler über Rasse und Blutmischung reden und den Leuten den Kopf verdrehen, hat hier eine Autorität auf dem Gebiet der Rasseforschung klaren Weg gewiesen und allen Fanatikern den Boden ent­zogen. Schmidt weist nach, daß die Begriffe Volt und Rosie sich durchaus nicht decken, und daß die heu­tigen Kulturvölker aus verschiedenen Rosien zusammen­gesetzt sind. Darin bestehen aber gerade zum Teil ihre Vorzüge. Im übrigen ist es eine echt katholische Auf- 1 gäbe, an der geistigen und körperlichen Gesundung de» Volkes zu arbeiten, aber töricht ist es, eine Rassen»! religion zu vertreten, wie es die völkischen Kreise tu».

Dr. I. Straubinger, Christentum der Tal, Verl7 Kepplerhaus, Stuttgart, 157 S., Oktav, 3.60 RM. ses Buch reiht sich ein in die Literatur um die Ka o lische Aktion, nur mit dem hervorstechenden Untersch. daß es ganz aus der Praxis herausgewachsen ist ... ein geographisch abgegrenztes Gebiet, Württemberg, al» Anschauungsmaterial benützt. Die Schrift enthält in kurzen, aber klaren Umrissen das gesamte katholische Programm, angewandt auf Religion und Sitte, Schule und Erziehung, Kulturfragen, Karitas, soziale Frage, Wirtschaft, Politik. Ein besonderes Kapitel ist dem Kampf gegen den Bolschewismus gewidmet. Die Sprache ist markant, fesselnd, ost mit Ironie und Sar­kasmus gewürzt. Der Leser wird an dem Buche nicht nur Freude haben, sondern auch Nutzen aus ihm ziehen.

Mimms mit ins Leben. Was St. Aloisius die Ju­gend lehrt. 76 S. Geh. und beschn. 60 Pf. De Laumann 1932, Dülmen. Die Jugend braucht ir f heutigen Gefahren Vorbild und Stütze. Der Ve' . stellt ihr den Patron der Jugend, den heiligen A ,.us, das Vorbild der Keuschheit, zur Nachahmung vor. Außer einer kurzen Lebensbeschreibung sind dem Büchlei. ahl» reiche Gebete zum heiligen Aloisius angefügt.

3m Lande der Liebe. Ein Braut- und Ehebücylein. Von P. Joh. Hülsmann, O. S. B. 64 S. 65 Pf. Ver­lag Laumann, Dülmen. 1932. Dieses Büchlein, von Priesterhand geschrieben, führt in sieben Abhandlungen, deren Ueberschriften sich betiteln: Braut — Heilige Liebe — Opferliebe — Mutterhoffnung — Mutterleid — Mut­terglück — Werde eine heilige Mutter — Die Hoheit und Heiligkeit der Ehe vor Augen. In vornehmster Weise, die Sprache ist würdig, edel und von heilige: ka­tholischer Auffassung durchdrungen, wird die Braut auf ihren Stand vorbereitet. Ein zartsinniges Büchlein, das auf Höhenpfade heiliger Reinheit hinführt und hohe liche Werte gibt. Allen Jungmädchen, besonders fern \ die sich verloben wollen oder im Brautstand sich bef' den und vor der Heirat stehen, sowie der gesamten Frauenwelt zur Lektüre wärmstens empfohlen.

heilige Ehe — Glückliche Ehe. Von Religionslehrer H. Schneider. 12°. 48 S. Geh. und beschn. 35 Pfg Dülmen 1931. Verlag Laumann. Religionslehre- Schneider (Benrath) übergibt der Oeffentlichkeit ei neues Buch. In der ihm eigenen, überzeugenden For,. setzt der Verfasser in eine Zeit katastrophalen Nieder ganges, in der die Ehe nur Fassade ist, die hl. Ehe. Im Anschluß an die Ehe-Enzyklika Pius XI. behandelt der Verfasser in edler Sprache und mit priesterlichem Takt das Thema. Von Gott begründet und von Christus erhoben ersteht die Ehe vor dem Leser als das große Geheimnis. Der ehelichen Treue tiefster Sinn und die neuheidnische Verkehrung der Liebe mit ihrem Haß ge­gen das Kind werden klar und überzeugend heraus­gearbeitet und die unauflösliche Ehe in ihrem Segen für die menschliche Gesellschaft dargestellt. Die Schrift erschließt neue Kraftquellen, aus denen christliche Ehe­leute Mut und freudige Hingabe schöpfen.

Der heilige Klemens Maria Hofbauer. Von Johan­nes Lohmüller. (10. Bändchen der Reihe „Aus der Ge­meinschaft der Heiligen".) 48 Seiten. Mit 4 Text- bildern von Ina Berchtold. Kartoniert 45 Pf. Verlag Butzon u. Bercker, Kevelaer (Rhld.) In jeder Beziehung ein zeitgemäßes Büchlein, das imstande ist, Tränen zu trocknen, Kummer zu lindern, Gottvertrauen zu be­leben und zu stärken, den Schäden unserer glaubens- und sittenlosen Zeit wirkungsvoll zu begegnen. Das Hofbauer-Leben überzeugt, zieht empor, veredelt und verinnerlicht. Es ist eine „immerwährende Mission", die des Heiligen Seelsorgerideal war. Es wird alle die­jenigen emporführen, die guten Willens sind. In der Reibe „Aus der Gemeinschaft der Hen gen" sind früher erschienen: 1. Die hl. Theresia vom Kinde Jesu, 2. Der hl. Tarzisius, 3. Die seligen Märtyrer von Uganda, 4. Die selige Anna Maria Taigi, 5. Der selige Don Bo- ko, 6. Der hl. Antonius von Padua, 7. Der selige Bruder Konrad von Parzhum 8 Der hl. A o^r^ der Große, 9. Du sr'ige Kreszentia von Kaufbeuren.

Das wichtigste Kapital des Landwirts ist immer noch der Grund und Boden. Raubbau auf diesem würde nicht zu übersetzende Schären noch sich ziehen. Daher muß ttotz aller Spaimoßnabmen stets für einen ausreichenden Wiede,ersah, der dem Boden durch die Ernten entzogenen Näkrstoffmengcn geborgt werden. Durch die rechtzeitige Herbstdüngung der Winterung und des Gründlandes mit

1 bis 17* Zentner 40er Kalldüngesalz je Morgen (7< ha) oder 3 bis 5 Zentner Kainit auf leichteren Böen wird die alte Krott des Bodens erhalten und dessen Ertrags»

zu i sähigkeit gesichert.