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fiert was! Denk an deine Frau und die Kinder! Wir haben gesunde Hände zum Arbeiten und Brak zum Leben, fabm ein schuldenfreies Haus. Bring uns nicht um alles!"
Sie schlug die Schürze vor das Gesicht und weinte. Die Kinder kamen herein. Sie wurden ganz still, als sie die Mutter weinen sahen. Ka- trinchen, das kleinste, klammerte sich an der Mut- ter Rock und branskete müde: „Nicht grinen. nich qrinen. Mama." Die Mutter nahm es auf den Arm, ging mit den Kindern in die Kammer und brachte sie ins Bett. Nachdem sie unter Leitung der Mutter das allgemeine Abendgebet gesprochen hatten, sagte diese: „Wir wollen noch für den Vater beten, damit der liebe Gott ihn uns noch recht lange gesund erhält." — „Lieber Gott, be- schühe uns den Vater, damit ihm kein Leid geschieht. Amen."
Als Frau Therese wieder in die Küche kam. nahm Friedrich ihre Hände und sagte gütig: „Frau, sei ruhia, ich verspreche es dir, ich geh' nicht mit."
Er drückte ihr innig die Hände, und Therese dankte ihm mit einem warmen Blick. Ein Stein war ihr vom Herzen genommen.
Die Nacht über war rüsiges Wetter. Friedrich lag wach im Bett. Er hatte, wie alle Abende zuvor, das Nachtgebet gesprochen, und war dann mit dem festen Vorsatz, einzuschlafen, ins Bett gegangen. Aber nun tropfte Minute um Minute hinunter in die Vergangenheit, und jede dünkte ihm eine Ewigkeit. Schlaf fand er nicht.
Einmal war er entschlossen, aufzustehen, dann wieder dachte er an sein gegebenes Versprechen. Er schloß die Augen und lag schweißgebadet. Dann wieder lästerte er auf die gleichmäßigen tiefen Atemzüge seiner Frau, die ruhig schlief. Er hatte ihr sein Wort gegeben, diese Nacht nicht mit seinem Nachbar Kleier ins Wildbruch zu gehen wo sie einem festen Bock schon lange auf der Spur- waren. Hoch und heilig hatte er seiner Frau das Versprechen gegeben. Deshalb schlief sie nun so ruhig.
Aber was würde Kleier sagen! Von dem mußte er sich, wie schon einmal eher, weidlich aus- lachen lassen! Und gerade diese Nacht, da er nicht dabei war, müßte Kleier den Bock schießen! Das wäre eben recht! So manche Nacht hatte er in Wind und Wetter diesem Bock seine Ruhe geopfert. Leben und alles dabei aufs Spiel fetzend. Nun müßte ihm der Kleier diesen Streich spielen! Sein Leben lang würde der ihn hinterrücks damit anslachen.
Jetzt rasselte es in der alten Kastenuhr zwei. Um Viertel nach sollte er am Heidekamp sein — Friedrich zitterte an allen Gliedern. Es war noch immer gut gegangen, warum sollte da gerade in dieser Nacht was passieren. Und wenn Glück dabei war. konnte er in einer guten halben Stunde zurück sein, und dann wollte er bestimmt nicht wieder losgehen.
Er horchte noch einen Augenblick auf die Atemzüge seiner Frau: es wurde ihm ganz wirr im Kopf. Klar denken konnte er nicht mehr; ein verschwommener, kurzer Moment raunte ihm noch von seinem Versprechen, von Frau und Kindern — aber dann wurde er von der alten, unglücklichen Leidenschaft mit fürchterlicher Gewalt gepackt. Er stand leise auf und kleidete sich notdürftig an. zog ein Jagdgewehr hinter dem Schrank hervor und schickte sich an. durch das lautlos geöffnete Kammerfenster zu steigen.
Da regte es sich im Bettchen der Kinder; Ka- trinchen fing an, unruhig zu werden. Es wimmerte ängstlich und schlug mit den Händchen, offenbar im Traume erschreckt. Friedrich war vom Fenster zurückgetreten.
Plötzlich stand er wie versteinert: der Mond trat aus einer Wolkenschleife und füllte die Kammer mit bleichem Licht. Mitten darin kniete das Kind aufrecht irr» Bett, die Hände gefaltet und mit wimmerndem Sümmchen flennend: „Lieber Gott, beschütze uns den guten Vater, damit ihm kein Leid geschieht. Amen." — Gleich darauf aber legte es sich müde zurück, und im nächsten Augenblick war ks Mion wieder von weichem Schlaf umfan
gen. Keiner von den andern war im Schlaf gestört worden. Friedrich warf sich erschüttert auf das Bett. Ein Zucken ging durch seinen Körper.
Wie lange er so gelegen haben mochte, wußte er nicht — plötzlich fiel ganz in der Nähe des Hauses ein Schuß. Wenig später hörte er Schritte auf dem Hofe. Der Hund schlug jetzt auch wütend an. Stimmen wurden laut. Und dann klopfte es am Fenster. „Hilfe! — Hilfe!"
Frau Therese wurde wach; die Kinder fingen an zu schreien, während Friedrich kreidebleich an das Fenster stürzte und öffnete. Der Bursche vom Förster Brand! Stotternd berichtete er von einem Zusammenstoß. Ein Mann sei erschossen, und Friedrich möge doch gleich zu Hilfe kommen.
Friedrich machte sich auf den Weg. Am großen Kreuz beim Heidekamp stieß er auf den För- srer Brand, der bei der Leiche des Erschossenen stand, während der Bursche aus Aesten eine Tragbahre hecstellte. Der Verunglückte war direkt ins Herz getroffen und sofort tot gewesen. Sie betteten ihn auf die Tragbahre und trugen ihn dann in Friedrich Rundes Haus. Es war der Nachbar Kleier . . .
Marktberichte.
— Fulda, 27. August. Am heutigen Buttermarkt bezahlte man für das Pfund Landbutter 1.10—1.20 RM. Die Eier kosteten 7,5-8 Pfg. pro Stück.
Fulda, den 27. August. Zum heutigen Schweine- markt waren 178 Ferkel aufgetrieben Die Preise betrugen für Ferkel bis zu 6 Wochen 7 RM., bis zu 8 Wochen 11 RM. und für solche bis zu 13 Wochen 16 RM. Aeltere Tiere wurden über Notiz bezahlt. Der Handel war schleppend, es verblieb Ueberstand.
ND. Frankfurt a. M., 29. Aug. (Eig. Drahtber.) Es wurden bezahlt für je einen Zentner Lebendgewicht: Rinder: Ochsen: vollfl. ausgem. höchst. Schlachtw., jüngere 33—35, ältere 30—32, sonstige fleischige, jüngere 24—29. Bullen: Jüngere vollfl. höchst. Schlachtw. 29 bis 31, sonstige vollst, oder ausgem. 24—28. Kühe: Jüngere vollst, höchst. Schlachtw. 25—28, sonstige vollfl oder ausgem. 21—24, fleischige 16—20, Färsen: Vollst, ausgem. höchst. Schlachtw. 33—36, vollfl. 29—32, fleischige 24—28. Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 39—42, mittl. Mast- und Saugkälber 34—38, geringe Kälber 28—32. Schweine: vollst. Schweine von 240 bis 300 Pfd. Lebendgew. 44—49, vollfl. Schweine von 200—240 Pfd. Lebendgew. 44—49, vollst. Schweine von 150—200 Pfd. Lebendgew. 40—48. Auftrieb: Rinder 1250, Ochsen 224, Bullen 135, Kühe 503, Färsen 338 Kälber 659, Schafe 31, Schweine 4618. Marktverkauf: Rinder, Schafe und Kälber rege und ausverkauft, Schweine ruhig, geringer Ueberstand.
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Der fatale Rausch. „Du, hör mal, bekneipen tu ich mich nun nicht mehr." — „Warum nicht?" — „Denk dir, gestern habe ich im Suff alle meine Schulden bezahlt."
Schlingel. Mutter (in der Elektrischen zu ihrem Hänschen): „Wenn du nicht artig bist, sage ich es dem Schaffner, der nimmt dich bei den Ohren!" Hänschen: „Das wirft du schon nicht tun, sonst sage ich dem Schaffner, wie alt ich bin".
Etwas vom Weiblichen. Ein Ehemann: „Ein Dichter sagt: Das ewig Weibliche, das zieht uns an". „Ist ja nicht wahr. Ich bin durchs Weib ein armer Mann geworden. Mein Weib hat mich ganz ausgezogen."
Aus der Schule. Lehrer: „Sage mir ein Beispiel für einen Sammelnamen!" — Fritz: „Staubsauger!"
Rie verlegen. Gast: „Ihr Essen ist so schlecht, Herr Wirt, daß ich keinem meiner Freunde raten kann, Ihr Lokal zu besuchen." — Gastwirt: „Möchten Sie es dann nicht wenigstens einem Ihrer Feinde empfehlen?"
Reim Taufunterricht. Eine Schulklasse war bei der Taufe eines Kindes zugegen. Der taufende Religionslehrer fragte u. a. im Unterrichte nachher die Kinder: „Warum habe ich den Täufling angehaucht?" — Nur der kleine Schorsch hob den Finger und sagte: „Weil auch das Jesukind in der Krippe von einem Esel angehaucht worden ist."
Ehrlich. Juwelier: „Ich kann als Wächter in meinem Geschäft nur ganz ehrliche Leute gebrauchen." — Stellesuchender: „Da seien Sie unbesorgt! Ich war bisher in einer Badeanstalt angestellt, und ich habe kein einziges Bad genommen."
Statistik. Bürgermeister Filser soll über die letzte Viehzählung dem Finanzamt berichten. Unter Rinder auf dem Fragebogen schreibt er folgendes: „Die Bauern
(namentlich ausgeführt) die gleichen Viecher wie i vorigen Ja^. Betreff der Anzahl der Schafe: Gehe sanüte Schafanzeige. Einem hohen Finanzamt wi mitgeteilt, daß die hiesige Gemeinde aus 350 Schaf, besteht, worunter ein räudiger Bock." Der Bürgermeist Filser.
Bedauernswerte Eulalia. „Sag mal, lieber Freun warum nennt Ihr denn immer Fräulein Eulalia Za . berflöte?" — „Na, hast du noch nicht bemerkt, wie b ihr aller Zauber flöten gegangen ist?"
Der gemütliche Fahrgast. „Schaffner: „Sie müsse: nachzahlen, mein Herr, dies ist ein Schnellzug und S haben nur eine Karte für Personenzug." Fahrgas : „Lassen Sie den Zug ruhig langsamer fahren, ich hab Zeit.
Gottesdienstordnung«.
Sonntag, den 4. September 1932.
(Kollekte für die katholischen Jugendverelne
Fulda. Dom. Betchtgelegenheit: Samstag morgen V»6—8 Uhr, nachm. 2-3 Uhr für die Kinder, ‘'»5—7 Ul und von ‘/»8—*'»9 Uhr für Erwachsene. Sonntag vorn - oon V»6 Uhr an. Gottesdienste: Vt6, 6, V*7, 7 Uhr Hel Messen. In der V»7 Uhr-Messe heilige Kommunion de Männerapostolates. 8 Uhr Pfarramt mit Predigt und h Komm des 8. und 7. Schuljahres. ‘'»10 Uhr Kathedral messe mit Predigt des Hochw. Herrn Bischofs, danach Sper dung der hl. Firmung. Vd2 Uhr letzte heilige Messe mi Predigt. V$3 Uhr Dankwallfahrt der Sodalitäten nach der > Frauenberg. 7 Uhr in der Martenkapelle Andacht zu Mutter Gottes. Wochentags: 0»6, 6, O»?, 7l/<, 9 U^ heilige Messen mit Austeilung der heiligen Kommuntor t Montag abend um *'»8 Uhr Andacht zum hl. Schutzengel. - Slodlpsarrkirche. Betchtgelegenheit: Samstag nachm: 3—7, ‘/»S—‘A9 Uhr, Sonntag früh 6—7 Uhr. Sonntags gottesdienste: 6 Uhr hl. Messe. 6’/« Uhr hl. Messe un Kommunion des Männerapostolates. 8 Uhr erster Kinder gottesdienst, Predigt und Komm, des 7. und 8. Schuljahres 9l» Pfarramt und Predigt. 11 Uhr zweiter Kindergottes dienst und Pred. 2*/» Uhr keine Andacht, dafür Prozessioi der Martanischen Sodalitäten vom Dom aus zum Frauen berg. Die heilige Kommunion wird von 6—V»8 Uhr jedi halbe Stunde gespendet, außerdem um 81'» und 9‘/< Uhr Werktagsgottesdien st e: 6, ‘/»7, *'«8 und 8 Uh heilige Messen. Mittwoch, Freitag, Samstag früh 6*/» Uh Beichtgelegenheit. Freitag abend 8 Uhr Segensandacht. — Zum Hl. Geist. Betchtgelegenheit: Samstag nachmitta; 4—6 Uhr. Sonntag früh 6—7V» Uhr. Gottesdienste 7 Uhr Frühmesse und Ansprache, Kommunion des Männer apostolates. 8 Uhr Hochamt mit Predigt, Kommunion bet 7. und 8. Schuljahres. 3'«11 U. Kindergottesdienst mit Anspr 0»12 Uhr Christenlehre für die Jünglinge. 8 Uhr Andacht. — St. Joseph. Betchtgelegenheit: Samstag 2—3 Uhr sm Kinder, 5—7 Uhr für Erwachsene und Sonntag morgens von V»7 Uhr ab. Gottesdienste: V«8 Uhr Austeilung bei hl. Kommunion. */»8 Uhr hl. Messe mit Ansprache. '/,1g Uhr Hochamt mit Predigt. Danach Christenlehre. Nachmittags um V»2 Uhr Andacht mit Segen. Werktags morgens um 7 Uhr hl. Messe mit Kommunion-Ausllg. — St Sturmius. Beichtgelegenheit: Samstag nachm. von 3 Uhr an und Sonntag früh *'»7 Uhr. Gemeinschaftliche hl. Komm, für die Männer und für die Kinder des 7. und 8. Schuljahres. V«8 Uhr Austeilung der hl. Kommunion. o»8 Uhr Frühmesse mit Anspr. und Austlg. der hl. Komm. '/-10 Uhr Hochamt und Pred. Anschl. Christenlehre. '»2 Uhr Segensandacht. Werktagsgottesdienst 7 Uhr morgens. — Sodalität. *7» 10 Uhr morgens Gottesdienst. Nachmittags 0 3 Uhr Pr Zession vom Dom nach dem Frauenberg — Kapelle am Franzosenwäldchen. Sonntag 6V1 Uhr morgens hl. Messe mit Ansprache und Kommunion - Aus- teilg. Wochentags 71/« Uhr hl. Messe mit Komm.-Ausilg. — Herz-Zesu-Heim. 6 Uhr Frühmesse. 8 Uhr Amt u. Pred. 2 Uhr Segensandacht. Werktags l'»7 Uhr hl. Messe. — Frauenberg. Ablaßtag wegen des Festes der hl. Rosa von Viterbo, Jungfrau vom 2. Orden. Hl. Messen von 5 bis 7 Uhr. 8 Uhr Singmesse mit Predigt. 9 Uhr Hochamt m't Predigt. Nachmittags 3 Uhr nach Ankunft dec großen Dankprozession aus dem Dom, Predigt und Andacht zur seligsten Jungfrau. (Die Prozejsion wird vom Konvent abgeholt und w eder zurückbeglettet Die Klosterkirche bleibt für die Teilnehmer der P,ozüsion reserviert). Donnerstag Fe st Mariä Geburt. Ablaßtag und Generalabsolution für die Terziaren. Gegen 61'« Uhr Levitenamt Nachmittags V»6 Uhr feierliche Vesper mit sakram Segen. — Rauenberg. ‘/»9 Uhr Amt mit Pred. — Oielershan.
U. Amt mit Pred. — Lehnerz. V»10 U. Amt mit Pred.
Maria Ehrenberg. Sonntag, den 11. September Fest Mariä Geburt. Ab 3 Uhr Betchtgelegenheit und heilige Messe. 9 Uhr Predigt und Hochamt.
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(Zur Heranbildung bedürftiger Priesteramtskandidaten).
Bei der Fuldaer Actien- druckerei gingen ein: Uttrichshausen R. d. M. 1.50 Ungenannt „ 0.50
Fulda ., l.~
Uttrichshausen „
" Z.E.dhl.J. L-
Rasdorf N. d. M. 3.— Fulda In e. des. Anl. 1.— Reinhards N. d. M. 1.— Ungenannt „ t— 1.— Elters _ 2.— Ungenannt HlJ.h.i.e.Anl.
Wissels Z. E. d. hl. Jos. 1—