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Wochenkalenoer.

o n N t a g , 14. August. Fest der Weihe der Kathedral- kirche. 13. Sonntag nach Pfingsten.

ontag, 15. August. Mariä Himmelfahrt.

enstag, 16. August. Fest des hl. Joachim. Rochus, Bek.

ittwoch, 17. August. Hyacinthus, Bek.

mnerstag, 18. August. Wigbert, Bek.; Agapitus,

Mart. eitag, 19. August. Johannes Eudes, Bek.

imstag, 20. August. Bernhard von Clairvaux, Kir­chenlehrer.

13. Sonntag nach Pfingsten.

Epistel. Galater 3, 1622.

angelium. Lukas 17, 1119. Die zehn Aussätzigen.

In jener Zeit zog Jesus auf der Reise nach Jerusa- n zwischen Samaria und Galiläa hin. Als er in ei- n Flecken hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aus- zige entgegen. Sie blieben von ferne stehen, erhoben e Stimme und riefen:Jesus, Meister, erbarme dich fer!" Als er sie sah, sprach er:Gehet hin und zeiget ch den Priestern!" Während sie hingingen, wurden ,7 rein. Aber nur einer von ihnen kehrte zurück, als sich geheilt sah, und lobte Gott mit lauter Stimme, fiel vor ihm nieder auf sein Angesicht und dankte n. Und dieser war ein Samariter. Da sprach Jesus: Und nicht zehn rein geworden? Wo sind denn die an? Hat sich sonst keiner gefunden, der zurückkäme d Gott die Ehre gäbe, als dieser Fremde?" Und er ach zu ihm:Steh auf und geh! Dein Glaube hat h gesund gemacht."

Von oben ober von unten?

Jeglich ME uns die Kirche wie mit einem Trompetenstoß aus unserem E Erdenschlaf auf mit den Worten der Präfation:Surfum corda" Em- â por die Herzen! Empor zu jenen se- en Höhen, von denen Christus niebergeftiegen bei feiner Menschwerdung, zu denen er wieder fgeftiegen ist bei seiner Himmelfahrt, von be= 'n er wiederkommen wird zum Weltgericht, zu ien er seine liebe Mutter Maria geleitet hat ihrer Aufnahme in den Himmel, zu denen er s alle führen wird nach Vollendung unserer irdi- m Laufbahn.

Mit großem Nachdruck hat unser Heiland im- r betont, daß er von oben gekommen sei, und i einen großen Trennungsstrich gemacht zwischen selber und uns Menschen, die wir von unten mmen. Cs sind tiefe, geheimnisvolle Worte, die darüber gebraucht im Johannesevangelium und heute unser Nachdenken in Anspruch nehmen en.

Ihr seid von unten, ich bin von oben; ihr seid i dieser Welt, ich bin nicht von dieser Wett, rum habe ich gesagt: ihr werdet in euren Sün-

den sterben; denn wenn ihr nicht glaubet, daß ich es bin, so werdet ihr in eurer Sünde sterben Joh. 8, 23.

Christus ist also von oben, aus den Höhen, sagt der Heiland selbst. Lauschen wir einen Augenblick dem hl. Kirchenlehrer Augustinus, der darüber fol­gende Erwägung anstellt:Aus welchen Höhen stammt Christus? Aus der Luft? Das sei ferne; dort fliegen auch die Vögel. Aus dem sichtbaren Himmel? Auch das fei ferne; denn dort kreisen auch die Sterne und die Sonne und der Mond. Aus den Engeln? Auch dies dürft ihr nicht mei­nen; durch ihn sind ja auch die Engel gemacht, durch den alles gemacht ist. Von welchemOben" ist also Christus? Vom Vater selbst. Nichts ist höher als jener Gott, welcher das Wort gezeugt hat, das ihm gleich ist, gleich ewig, eingeboren, zeit­los, um durch dasselbe die Zeit zu gründen. So also verstehe Christusvon oben", daß du in dei­nen Gedanken alles übersteigst, was geschaffen ist, die gesamte Kreatur, jedes körperliche Wesen, je­den geschaffenen Geist, jedes wie immer verän­derliche Ding; all das übersteige, wie es Johannes überstiegen hat um dorthin zu gelangen:Im An­fang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort."

Christus ist also von oben. Da stellt sich aber eine Frage in den Weg: ist Christus nicht auch von unken? Hat er nicht Menschennatur angenom­men? Ohne Zweifel. Dabei wurde seine Emp­fängnis freilich nicht durch den hl. Joseph, sondern durch den hl. Geist bewirkt. Den Grundstoff sei­nes Leibes aber hat er von.Maria, der Jungfrau angenommen. In seiner Menschheit stammt Chri­stus von unten und ist unser Bruder. Doch nur die Abstammung ist von unten, nicht aber die Ge­sinnung, Christi Herz, Christi Geist, Christi Wille war stets aufs innigste mit dem Vater vereinigt.

Ihr seid von unten. Diese Worte gelten zu­nächst den Juden, sodann aber auch uns allen. Aber auch da erhebt sich eine Schwierigkeit: stammt nicht auch unser Geist, unsere Seele von oben, wie des Heilands menschliche Seele? Gewiß und ohne Zweifel. Jede Menschenseele stammt aus der Hand des allmächtigen Gottes. Zur Bildung des Leibes tragen unsere Eltern ein Scherflein bei. Die Seele aber stammt einzig und allein von des himmlischen Vaters Allmacht und Liebe. In der Werkstatt des Himmels wird die Seele geschmiedet und wie ein belebender Funke dem Körper einverleibt. Somit ist der Mensch ein Gemisch von oben und unten.

Ihr seid von unten. Als Varwurf sind diese Worte den Juden zugeschleudert. Doch nicht die Abstam­mung gereicht ihnen zum Vorwurf, sondern nur die Gesinnung. Ihr Verstand war vom Irrlicht ihres eigenen Hochmutes geblendet; ihr Wille ge­knebelt von den Leidenschaften des Fleisches. Dar­um haben sie den Heiland als Gottessohn aus ihrer

eigenen Schuld nicht erkannt, haben nicht auf ihn gehört, haben ihren Hochmut, ihre Selbstsucht nicht abgelegt, haben den Heiland verleumdet, verflogt, verurteilt, gekreuzigt und so sich die Verdammnis

zugezogen. Deshab bas furchtbare Urteil Herrn:

Wenn ihr nicht glaubet, daß ich es werdet ihr in eurer Sünde sterben."

Hüten wir uns vor diesem Abgrund.

unseres

bin, so

Wenn

auch unsere Abstammung dem Leibe nach von un­ten ist, so darf doch unsere Gesinnung nicht von unten sein.Unser Wandel ist im Himmel", schreibt St. Paulus.Woher wir auch den Heiland er­warten, unsern Herrn Jesus Christus, der den Leib unserer Niedrigkeit umwandeln wird, daß er gleichgestaltet werde dem Leibe seiner Herrlichkeit." (Phil. 3, 10.)

Schauen wir auf Maria, deren Himmelfahrt wir morgen feiern. Wer unter allen Heiligen hat jemals einen Wandel geführt, der so vollkommen im Himmel" war wie der Wandel der allerselig- sten Jungfrau? Außer ihrer Leiblichkeit ist nichts an ihr irdisch gewesen. Und selbst dieser ihr Leib war geadelt, geweiht, verklärt und geheiligt durch die Mutterschaft ihres göttlichen Sohnes. Darum hat sie der Heiland nicht bloß mit der Seele, sondern auch mit dem Leibe zu sich genommen. Denndie Mutter muß beim Sohne sein". Diese glückliche Mutter zu verehren und ihre himmlische Gesinnung in uns aufzunehmen, ist der menschli­chen Natur Bedürfnis und Freude. Der bekannte Konvertit Julius Langbehn erzählt, daß die Be­wohner einer protestantischen Gemeinde im Norden sich jedesmal vor einem gewissen Fleck der weiß- getünchten inneren Kirchen wand verbeugten, wenn sie vom Abendmahl kamen. Sie wußten nicht, weshalb sie es taten; es war einfach Brauch. Als man aber einmal den Bewurf der Wand entfernte.

fand man dort unter sichtbares, verdecktes, Wutkergoktesbild.

So wollen auch

der Tünche ein bisher un= aber noch wohlerhaltenes

wir, die wir von Geburt

an das Glück haben, katholisch zu sein, uns wieder täglich vor der hehren Gottesmutter verbeugen, ihr unsere Achtung und Verehrung bezeigen und ihre himmlische Gesinnung uns aneignen.

Der Talpfarrer.

Dankbarkeit.

Zum dreizehnten Sonntag nach Pfingsten.

Es gibt ein Sprichwort:Dankbarkeit ist dünn gesät." Eine Wahrheit, die jeder erfährt, der sich aufrichtig bemüht, seinen Mitmenschen Gutes zu tun. Niemand aber hat die Bitterkeit menschlichen Undankes so schmerzlich erfahren müssen wie der Gottmensch während feines öffentlichen Lebens. Das Ereignis, das im heutigen Evangelium erzählt