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Seite 16 / Nummer ZL.

mahn mit 100 Teilen Franzbranntwein zusam­men und bestreiche damit alle 23 Tage die be­treffenden Stellen. In diesem Fall werden die Füße nicht abgetrocknet, sondern man läßt sie trock­nen

Die hier beschriebene rationelle Fußpflege führt nicht zur Unterdrückung des natürlichen Schwei­ßes, sondern reguliert die Ausscheidung und hält die ftaut rein und gesund.

Erste HUfs bei Insektenstichen.

Der Sommer mit seinen Stechmücken und Flie­gen aller Art, mit Hornissen und Wespen, Hum­meln und Bienen, ist die Zeit der gefährlichen In­sektenstiche. Der schwüle, heiße Sommertag erhöht zudem zumeist die schmerzhafte Wirkung des Sti­ches Die Stichstelle und ihre Umgebung rötet sich, beginnt stark zu schwellen, eitert bisweilen und kann zu Blutvergiftungen führen. Wird man von einem Insekt gestochen, so ist daher rasche Hilfe nötig. Schmerzmildernd wirkt ein sofort vorzu- nehmender Umschlag mit recht kaltem, reinem Was­ser oder Spiritus. Sehr zu empfehlen ist auch das Abtupfen des Stiches mit Salmiakgeist. Der in die Stichwunde eindringende Salmiak tötet das Gift ab und lindert den Schmerz. Wenn alles fehlt, so leistet das Auflegen feuchter Lehmklümp­chen, ein seit altersher angewandtes Bauernmittel, erste Hilfe. Wird man von einem besonders ge­fährlichen Insekt, z. B. von einer Hornisse, gesto­chen, und ist Blutvergiftung zu befürchten, so sind zerquetschte Spitzwegerichblätter ein vorzügliches Hausmittel. Dabei werden die Blätter des an Wiesenrändern und Straßengräben häufigen Spitz- megerichs in reinem Wasser gereinigt, durch Schwenken in freier Luft etwas abgetrocknet, dann zerquetscht und auf die Wunde gelegt. Der Spitz­wegerichumschlag muß aber jeweils erneuert werden, wenn die zerdrückten Blätter trocken ge­worden sind. Da Insektenstiche gefährlich ausar­ten können, rufe man bei starkem Anschwellen und Röten des gestochenen Gliedes den Arzt.

UnfaOoecgätNng in der Ernlerell!

Die einseßende Erntearbeit in der Landwirt­schaft bringt erfahrungsgenräß eine große Anzahl von Unfällen mit sich, die vielfach auf Unachtsam­keit oder verbotswidriges Verhalten zurückzufüh­ren sind. Meist handelt es sich um Unfälle durch Sturz vom Wagen, um Verleßungen durch unge- schüßte Sensen, durch Mähmaschinen und durch Stiche mit der Heugabel. Alle in der Landwirt­schaft tätigen Personen werden daher gut tun, in ihrem eigenen Interesse und im Interesse ihrer Mitarbeiter folgende Gesichtspunkte genau zu be­achten:

1. Jedes Auf- und Absteigen vom Fuhrwerk während der Fahrt ist zu vermeiden.

2. Das Sißen oder Stehen auf der Deichsel, dem Langbaum oder der Waage, der Schere oder dem Karrenbaum während der Fahrt bringt Ge­fahr

3. Beim Ausladen von Heu, Klee, Getreide usw. auf dem Felde sind die Zugtiere stets unter Aufsicht zu halten. Die auf dem Wagen arbeiten­den Personen sind vor jedesmaligem Weiterrük- ken hiervon laut zu benachrichtigen.

4. Beim Stacken und Abnehmen von Heubun­den und Garben ist Vorsicht am Plaße.

5. Vor der Beseitigung von Störungen an be­spannten Mähmaschinen ist das Getriebe auszurük- fen; die Zugtiere find abzuhängen. Beim Arbei­ten an der Mähmaschine nie vor, sondern stets neben oder hinter den Messerbalken treten.

6. Beim Tragen von Sensen von und zum Felde ist die Klinge in ihrer ganzen Länge zu verkleiden. (Sensenschuh.)

Erste Hilfe bei AnglücksfäNen.

Atmung, künstliche. Wasser und Schlamm aus dem Mund entfernen. Flach auf den Rücken legen, Ober­körper entblößt. Unter die Schultern ein Polster oder Kleidungsstück, damit der Kopf tiefer liegt. Man stellt oder kniet sich hinter den Kranken, ergreift mit beiden Händen (deren Flächen nach oben gehen) die Unterarme am Ellbogen, zieht sie hinter den Kopf des Kranken und hält sie zwei Sekunden hier fest: künstliche Einatmung. Nun führt man die Arme auf dem gleichen Wege nach abwärts und drückt sie fest (aber ohne Rippenbrüche zu verursachen) zwei Sekunden lang gegen die Seiten des Brustkorbs: künstliche Ausatmung. Nach fünf Minuten Wechseln der Helfer. Unter Umständen stundenlange Ausführung nötig. Luft muß vernehmbar in die Lungen eintreten, sonst ist der Kehlkopf verlegt. Das Vorziehen der Zunge mit einem Taschentuch, mit dem sie um Zunge, Kinn, Nacken befestigt wird, ist nicht einfach. Es ge- niigt oft den Kopf seitwärts zu drehen, um Kehlkopf­eingang frei zu bekommen.

Nach der ersten RssenMüte.

Ein großer Teil unserer Rosensorten ist remon= tierend, b. h. sie entfalten unter günstigen Wachs­tumsverhältnissen noch einen zweiten Blütenflor im Spätsommer. Zur Erzielung eines solchen schneiden wir zunächst die abgeblühten Rosen um drei bis fünf Augen zurück, und zwar auf ein au­ßenstehendes Auge. Auf diese Weise verbleiben noch zwei bis drei untere Augen, die zum frostigen Antreiben gezwungen werden und die Triebe zum neuen Flor bilden sollen. Daneben müssen wir für Zufuhr neuer Nährstoffe toorge- tragen, da ein großer Teil der früher verabreichten' Nährstoffe bereits verbraucht ist. Die Kaliphosphatdüngung in Form von 5 OGrcnnm schwefelsaurer Kalimag­nesia und 40 Gramm Superphosphat pro Strauch wirkt besonders auf die Festigkeit des Holzes und die Blühwilligkeit hin, während die Stickftoffdün- gung (30 Gramm Natronsalpeter je Strauch) be­sonders die neue Triebbildung günstig beeinflußt. Die genannten Dünger werden nach guter Vermi­schung flach untergebracht. linerläßlich sind auch öftere Bodenlockerung sowie Bewässerung in Ver­bindung mit Dunggüssen. Spätestens Mite Au­gust hört man mit dem fluffigen Düngen auf, da­mit die Triebe noch vor Eintritt der ersten Fröste gut ausgereift sind.

Vlumenkullur im Heim.

Im Frühling und Sommer sollte ein Zimmer ohne Blumen etwas Undenkbares sein. Ein Krug mit Blumen ist eigentlich der allerschönste Schmuck. Er bringt uns ein Stück Natur, bringt uns Duft, Farbe, Schönheit ins Haus. Wenn man die Blu­men in Vasen und Krügen ordnet, soll man im­mer darauf bedacht sein, daß sie möglichst natür­lich wirken. Am besten steckt man sie zwanglos nebeneinander in die Gefäße. Bei blühenden Zwei­gen kommt es nicht barauf an, daß man eine Masse von ihnen in einem Gefäß unterbringt, son­dern daß jeder einzelne Zweig voll zur Geltung kommt. Jede Blume wirkt am besten, wenn man ihr einige ihrer Blätter beigibt, dadurch wird der natürliche Eindruck verstärkt. Rosen bingt man am besten in Kristallvasen ober in Silbergefäßen unter. Tonvasen passen nicht recht zu ihnen. Da­gegen sehen Wiesen- und Feldblumen am hübsche­sten in schlichten Tonkrügen aus. Alle Blüten­zweige mit holzigem Stengel soll man am unte­ren Ende des Stengels der Länge nach einschnei- den und an ihrem unteren Teil von der harten Rinde befreien. Man wird erstaunt sein, wie raiche Wirkung diese zweckmäßige Behandlung hat.

Das Wasser ist jeden Tag zu erneuern und welk gewordene Teile sorgfältig zu entfernen. Hat man einen frischen Strauß, so soll man in den ersten beiden Tagen am liebsten zweimal täglich neues Wasser geben, da die Blumen am Anfang am meisten Wasser benötigen. Man tut auch

gut daran, wenn man dem Wasser eine halbe Tablette Aspirin beifügt. Schon wegen des Was­serverbrauchs soll man nicht zu viele Blumen ins ein Gefäß stellen. Niemals dürfen die Stengel den Boden der Vase berühren, da ihre Aufnahmefähigc kcit dadurch verringert wird. Immer muß man alles Blattwerk, das sich unter dem Wasser besinn bet, entfernen, da diese Blätter leicht faulen und dadurch auch das Wasser faulig und trüb tmrb.i

0olHHtet foBte im hausgsrten nicht fehle». i

In jedem Garten finden wir unfruchtbare Stell - > len, die troß aller Mühe nichts anderes Hervorbrin- j gen wollen als Brennesseln oder andere Unkräu­ter. Solche Pläße sind die richtigen Pflanzstellen für den schwarzen Hollunder, der äußerst genügsam1 ist und in Büke und Frucht manchen Beitrag zum tu Haushalt liefert Aus Hollunderblüten kann man nicht nur den sehr wohlschmeckenden, durststillenden'! Hollundersekt bereiten, sondern die in Süddeutsch- land beliebten Hollerküchel. Die Beeren spielen i auch für die winterliche Ernährung der Vögel eine i große Rolle, deren Bestand der Gartenbesitzer im Interesse der Schädlingsbekämpfung mit allen Mit- - teln fördern sollte. Neben dem gewöhnlichen Hol­lunder können auch die Abarten angepflanzt wer--- den, welche gelbbunte oder sogar weiße Blätter zei­gen, aber dafür auch anspruchsvoller sind. Reiche Bewässerung verlangt der kanadische Hollunder, der noch dazu frostempfindlich ist. Der Trauben­hollunder blüht sehr früh und zeigt bald hellrote Beeren, ist dabei anspruchslos, so daß er mit den j schwarzen konkurrieren kann und sogar auf stei- - nigen Hängen noch gut fortkommt.

BehcmdSnn^ der Wademäsche.

Der Hochsommer als eigentliche Badezeit bringt der Hausfrau viel Arbeit mit dem Trocknen der Badewäsche, die sehr sorgfältig behandelt werden muß, soll sie nicht vorzeitig verbraucht sein. Bade- | an,zöge wäscht man nach Gebrauch in kaltem Quell- - wasser sauber aus und trocknet sie an einem luf- tigen, schattigen Ort. Das Trocknen in der Sonne schadet dem Gewebe, wenn auch neuerdings be- bauptet wird, aus gesundheitlichen Rücksichten müsse man Badewäsche in der Sonne trocknen, damit sie ultraviolette Strahlen auffauge. Diese Theorie ist noch sehr umstritten, die Tatsache, daß Badewäjcbe beim Trocknen in der Sonne frühzeitig unbrauch­bar wird, bedarf jedoch keines Beweises mehr. J Noch sorgfältiger müssen Badetücher und -Mäntel behandelt werden, die man ebenfalls nach jedes- ; maligem Gebrauch am besten leicht durchwäscht. Man trockne alle Badewäsche so rasch wie möglich. ; Das lange Liegenlassen des feuchten Wäschebündels schadet der Wäsche außerordentlich. Beim Ein­kauf von bunter Badewäsche achte man darauf, daß man nur indanthrenfarbige Gewebe erhält, die wasch-, licht- und vor allem auch kochecht sind.

Risse in der Ausmauerung des Küchenherdes soll man beizeiten in Ordnung bringen, weil sonst die eiser­nen Wandungen, wenn sie andauernd der Einwirkung der heißen Kohlenglut ausgesetzt sind, Schaden erleiden. Die Arbeit ist leicht auszuführen, denn es handelt sich ja nur darum, die Risse auszufüllen. Die in der Drogerie käufliche Schamotte (ein feuerfestes Ton­pulver) wird mit Wasser zu einem dicken Brei angemacht und dieser so tief als möglich in die Risse gedrückt. Ist dies geschehen, so streicht man den Schamottemörtel auch noch in ziemlich dicker Schicht über die feuerfesten Steine, so daß die gesamte Ausmauerung eine gleichmäßige, glatte Oberfläche erhält. Bevor man den Mörtel auf­trägt, müssen die Steine gut genäßt werden, und auch in die Risse gießt oder spritzt man reichlich Wasser. Weil der Mörtel nicht sofort hart wird, darf man nicht gleich wieder Feuer machen, sondern läßt, wenn möglich, den Herd kalt bis zum übernächsten Tage.

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Gedenket des AMt*

1WÄ Verein zurUn erstützung unbß- | mitteiter studierender Katholiken.

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